Neues Gerätehaus großes Thema bei der Freiwilligen Feuerwehr Westerkappeln
Aus Wunsch wird Wirklichkeit

Westerkappeln -

Mit gespannter Erwartung hatten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Westerkappeln am Freitagabend in der Fahrzeughalle des Gerätehauses an der Bullerteichstraße versammelt. War hier in den vergangenen Jahren wiederholt der Ruf nach einer neuen Wache laut geworden, scheint der Wunsch nun bald in Erfüllung zu gehen.

Sonntag, 18.02.2018, 20:00 Uhr

Zahlreiche Urkunden gab es am Freitag für die Beförderungen: Das Bild zeigt die beförderten Kameraden mit Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (rechts) sowie Wehrführer Ingo Bünemann (links) und seinem Stellvertreter Thorsten Schmidt (2. von links). Geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden (vorne von links) Uwe Dierker (25 Jahre), Oswald Wosnik (60) sowie Marc-Alexander Kleinert (25). Es fehlt Thorsten Wiewel (25). Foto: Heinrich Weßling

„Wir möchten in Zukunft unsere Wehr schlagkräftig und gut ausgerüstet auf den Weg bringen“, erklärten Wehrführer Ingo Bünemann und sein Stellvertreter Thorsten Schmidt dazu übereinstimmend.

Bünemann und Schmidt stellten den Kameraden ihre Überlegungen und Ideen zum neuen Feuerwehrgerätehaus vor: Es gibt zwei Machbarkeitsstudien, die ein Planungsbüro erarbeitet hat. Dabei sei es für Westerkappeln wichtig, ein der Ortsgröße angepasstes Feuerwehrhaus zu planen, betonte Gemeindebrandinspektor Bünemann. „Dieses Haus muss über Jahrzehnte allen Anforderungen in Sachen Technik und Größe unserer Feuerwehr gerecht werden.“ Westerkappeln sei bezogen auf Einwohnerzahl, Gebäude und Gewerbebetriebe eine Wachstumsgemeinde. Damit steige auch das Potenzial möglicher Einsätze. Nun müsse eine konkrete Planungsgrundlage zur Bedarfs- und Flächenermittlung für das Baugrundstück an der Mettinger Straße erfolgen, sagten Bünemann und Schmidt.

Bürgermeister Annette Große-Heitmeyer lobte das Engagement der beiden Löschzüge Westerkappeln und Velpe. Um den Dienst optimal zu unterstützen, verfolge die Gemeinde gemeinsam mit der Wehr das Ziel, den Neubau der Feuerwehrgerätehauses und der Rettungswache voranzutreiben. Die entsprechenden Planungskosten seien jüngst mit Verabschiedung des Haushaltes 2018 bereitgestellt worden. Noch wolle sie keinen Fertigstellungstermin nennen, „aber vielleicht findet die übernächste Jahreshauptversammlung schon in den neuen Räumen statt“, meinte die Bürgermeisterin.

Natürlich wurde anlässlich der Generalversammlung auch Bilanz fürs vergangene Jahr gezogen, das – so Bünemann – ein ganz durchschnittliches gewesen sei. 2017 hatte die Freiwillige Feuerwehr insgesamt 105 mittlere und kleinere Einsätze (2016=100). Dabei gab es ein Dutzend Brandeinsätze, zehn Fehlalarme und zwei Sicherheitswachen. Die meisten Einsätze forderten technische Hilfeleistungen. „Hier mussten wir insgesamt 73 Mal ausrücken“, berichtete Bünemann. Fünf Mal wurde die Wehr zu schweren Verkehrsunfällen gerufen, dabei viermal zur Lotter Straße. Die Summe aller Einsätze betrug 149 Stunden. Den dabei geleisteten Zeitaufwand für alle Kameraden bezifferte Bünemann auf 1694 Stunden.

Übungsdienste, Grundausbildung, Brandschutzerziehung, die Nordlichtübung und Leistungsnachweise hinzugerechnet waren die Kameraden 8472 Stunden für die Feuerwehr unterwegs. „Im Jahr 2016 waren es bei den 100 Einsätzen 6974 Stunden“, erläuterte der Gemeindebrandinspektor weiter.

Zum Jahresende zählte die Wehr 85 aktive Feuerwehrfrauen und -männer, der Ehrenabteilung gehören 20 Kameraden an. Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 18 Mitglieder – elf Jungs und sieben Mädchen.

Die Nachwuchkräfte der Freiwilligen Feuerwehr erhielten nach erfolgreicher Teilnahme die Urkunde „Jugendflamme“ überreicht. Eingerahmt werden die jungen Leute hier von Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Klose (rechts) sowie (hinten von links) Thorsten Schmidt (stellvertretender Wehrführer), Jugendfeuerwehrwart Markus Schröer, Gemeindebrandinspektor Ingo Bünemann und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer.

Die Nachwuchkräfte der Freiwilligen Feuerwehr erhielten nach erfolgreicher Teilnahme die Urkunde „Jugendflamme“ überreicht. Eingerahmt werden die jungen Leute hier von Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Klose (rechts) sowie (hinten von links) Thorsten Schmidt (stellvertretender Wehrführer), Jugendfeuerwehrwart Markus Schröer, Gemeindebrandinspektor Ingo Bünemann und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. Foto: Heinrich Weßling

„Wenn wir das Wort des Jahres 2017 suchen, dann ist es in Westerkappeln nicht Jamaika, sondern Kreisjugendfeuerwehrübung“, sagte Gemeindejugendfeuerwehrwart Markus Schröer in diesem Zusammenhang. Die Westerkappelner Wehr sei stolz darauf, dass sie Gastgeber dieser Übung sein durfte.

Die Jugendwehr sei gut aufgestellt, betonte Schröer. Mit Fynn Ebke, Bennet Gohmann, Anna Kühne, Leon Mähs, Emily-Leah Parry und Marie-Louise Reichel wurde im vergangenen Jahr sechs Neuaufnahmen gezählt. In die aktive Wehr sind Leo Görtemöller, Jonas Klausmeyer, Tim Mindrup, Janik Nüßemeyer und Alexander Rieskamp übergetreten.

Geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden (vorne von links) Uwe Dierker (25 Jahre), Oswald Wosnik (60) sowie Marc-Alexander Kleinert (25). Es fehlt Thorsten Wiewel (25).

Geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden (vorne von links) Uwe Dierker (25 Jahre), Oswald Wosnik (60) sowie Marc-Alexander Kleinert (25). Es fehlt Thorsten Wiewel (25). Foto: Heinrich Weßling

Auch Ehrungen und Beförderungen standen am Freitag auf der Tagesordnung: Ein großes Dankeschön galt dabei Werner Ramatschi, der zehn Jahre als stellvertretender Gemeindebrandmeister im Einsatz war. Ramatschi bleibt der Wehr als Löschzugführer erhalten. Er erhielt ein Präsent vom Löschzug.

Werner Ramatschi (Mitte), der zehn Jahre lang stellvertretender Wehrführer war, erhielt ein Präsent von Gemeidnebrandinspektor Ingo Bünemann (links) und seinem Nachfolger Thorsten Schmidt.

Werner Ramatschi (Mitte), der zehn Jahre lang stellvertretender Wehrführer war, erhielt ein Präsent von Gemeidnebrandinspektor Ingo Bünemann (links) und seinem Nachfolger Thorsten Schmidt. Foto: Heinrich Weßling

Uwe Dierker, Marc-Alexander Kleinert und Thorsten Wiewel leisten seit 25 Jahren Dienst bei der Feuerwehr. Nicht mehr aktiv, aber 60 Jahre der Feuerwehr verbunden ist Oswald Wosnik.

Folgende Beförderungen gab es – Feuerwehrmann bzw. -frau: Lars Beck, Marcel Deimling, Manuela Swoboda, Achim Plaggevoth, Jan Krischke, Jonas Klausmeyer, Leo Görtemöller, Jannik Nüssemeier, Alexander Rieskamp, Celine Boußillot und Johanna Schnare; Oberfeuerwehrmann bzw. -frau: Edgar Cabrera, Thomas Vogel, Nico Schäfer, Leon Horstmeier, Patrick Hampel, Karen Stalljohann, Sebastian Hoffstädt; Brandmeister: Marc-Alexander Kleinert, Christian Rahmeier; Hauptbrandmeister: Markus Schröer.

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