„Jupp-Foto-Club“
30 Jahre ist der Ofen aus

Ahlen -

Der „Jupp-Foto-Club“ plant eine neue Ausstellung unter dem Titel „Der Ofen ist aus – 30 Jahre Stilllegung der Kokerei Westfalen“. Für die Präsentation haben sich die Initiatoren etwas ganz besonderes vorgenommen.

Donnerstag, 21.03.2019, 16:13 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 18:04 Uhr
Haben sich mit der neuen Ausstellung viel vorgenommen (v.l.): Marc Senne, Rene Aupers, Bernd Tümmler, Manfred Gola, Ulrike und Bernd Weiner. Eröffnung ist am 31. März. Foto: Peter Schniederjürgen

Die neue Ausstellung „Der Ofen ist aus“ beherrschte die Mitgliederversammlung des „Jupp-Foto-Clubs“ am Mittwochabend. Die Bilder würdigen den 30. Jahrestag der Schließung der Kokerei auf der Zeche. Der „Jupp-Foto-Club“ zeigt ab Sonntag, 31. März, rund 80 Fotos aus der Jupp-Hesse-Sammlung.

„Wir beginnen um 11 Uhr im Glückaufheim mit der Feier, danach ist von 12 bis etwa 17 Uhr ein Tag der offenen Tür bei uns“, kündigte Vorsitzender Marc Senne an. Mit dabei sei dann auch der Knappenverein Werne. Den Abschluss des offiziellen Teils bildet traditionsgemäß das gemeinsam gesungene Steigerlied. „Natürlich bis zur siebten Strophe – mit allem was dazu gehört“, schmunzelte der Vorsitzende. Für Nicht-Bergleute heißt das, einen Schnaps zu trinken.

Um den Bildern aus der Geschichte der Kokerei den würdigen Rahmen zu geben, verwandeln die Mitglieder den Ausstellungsraum optisch in einen Ofen. Zwischen die Streben werden Fototapeten angebracht, die Türen mit einen Ofentürenaufdruck versehen und auch die Beleuchtung angepasst. All diese Vorbereitungen sind für den Verein eine große Herausforderung. „Das ist es aber wert, wir haben ganz viele wirklich einmalige Zeitzeugnisse dabei“, freute sich Marc Senne.

Die sind im Maß 50 mal 40 Zentimeter zu sehen. „Das wohl älteste dürfte von 1913 oder 1914 sein“, überlegte Schriftführer Bernd Tümmler und sprach damit gleich ein Hauptproblem bei der Zusammenstellung der Ausstellung an. Zum Teil seien die Fotos so alt, dass kaum noch zu ermitteln sei, wer darauf zu sehen ist. Dafür aber gewinnt die Atmosphäre an Raum: „Wenn man sich die Kleidung der Kollegen damals ansieht – unfassbar“, staunte Bernd Tümmler. Denn Schutzkleidung gab es nicht, stattdessen Holzschuhe, alte Alltagsbekleidung und einen ausrangierten Hut. Das war’s für Betriebstemperaturen von 1600 Grad über 29 Stunden. All das vermittelt die neue Ausstellung, die auch dem Bergbauerfahrenen noch was mit auf den Weg gibt.

„Wir werden auch in diesem Jahr zum Weihnachtsgeschäft wieder einen Fotokalender, wahrscheinlich im DIN-A-4-Format, herausbringen“, kündigte Marc Senne noch an. Denn der 2018er Kalender sei ein so großer Erfolg gewesen, dass der Verein viele Exemplare nachdrucken lassen musste.

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