45 Jahre Heimatförderkreis
Pionierarbeit in der Hobbyarchäologie

Ahlen -

Ohne den Heimatförderkreis wäre Ahlen um manche geschichtliche Zeugnisse ärmer – an Straßen und Plätzen, aber auch in der Ortsliteratur. Das wurde bei der Feierstunde zum 45-jährigen Bestehen deutlich.

Montag, 25.03.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 17:38 Uhr
Christa Schwab bedankte sich beim Ehrenvorsitzenden Heinrich Kemper – und lobte auch dessen Ehefrau Hildegard. Foto: Peter Schniederjürgen

Was war im Jahr 1974? „Das Ölembargo der OPEC-Staaten endete, die schwedische Band ,Abba‘ enterte mit ,Waterloo‘ die Hitparaden und in Ahlen wurde der Heimatförderkreis aus der Taufe gehoben“, zählte Christoph Wessels am Sonntag auf.

Der Chef der städtischen Kulturabteilung feierte gemeinsam mit Mitgliedern, Gästen und Ehrengästen auf Mittrops Hof den 45. Geburtstag des Vereins. Dazu spielte ein Zupf-Ensemble und die Tanzgruppe der Heimatfreunde bot dar, was sie zuvor einstudiert hatte. Förderkreis-Vorsitzende Christa Schwab bedankte sich besonders bei ihrem Amtsvorgänger, dem heutigen Ehrenvorsitzenden Heinrich Kemper, für über 20 Jahre an erster Stelle. „Es waren sehr ereignisreiche Jahre“, fasste Schwab zusammen.

Als eine der ersten Maßnahmen des mit gut einem halben Dutzend Gründungsmitglieder gestarteten Vereins ist vor allem die Rettung von Hof Schulze Allendorf in Erinnerung. Ausgrabungen auf dem Marktplatz sowie auf dem Marienplatz und an vielen anderen Orten der Stadt wurden so professionell umgesetzt, dass sich die Profis des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) im Vorjahr bei der Umgestaltung des Marktplatzes auf die alten Zeichnungen der Ahlener Amateurforscher bezogen. Auch von anderer Stelle wurde hervorgehoben, dass die Ahlener Pionierarbeit in der Hobbyarchäologie in der Umgebung leisteten.

„Wir widmen uns auch dem westfälischen Brauchtum“, hob Christa Schwab hervor. So leitete sie die vereinseigene Tanzgruppe über viele Jahre. Diese Gruppe feierte im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

45 Jahre Heimatförderkreis gefeiert

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  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen
  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen
  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen
  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen
  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen
  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen
  • Der Heimatförderkreis für westfälische Tradition beging sein 45-jähriges Bestehen. Foto: Peter Schniederjürgen

Gegründet wurde der Förderkreis im Hause von Edgar Nahrath. Mittlerweile hat er Ahlen verlassen und lebt in Sachsen, was ihn jedoch nicht davon abhielt, zum Geburtstag des Vereins zurück in die Wersestadt zu kommen. Ausführlich berichtete er von der Gründung eines Vereins in seiner neuen Heimat nach dem „Ahlener Muster“.

In seinem Grußwort lobte Kulturchef Christoph Wessels ausführlich und humorvoll zugleich die Verdienste des Heimatförderkreises für die Stadtgeschichte. Wessels setze die Aufzählung der historischen Erinnerungen fort. Im Gründungsjahr des Vereins wurde die Bundesrepublik auch Fußballweltmeister und bei Volkswagen löste der „Golf“ den „Käfer“ ab und begründete eine neue Epoche in der Automobilgeschichte. „Kennen Sie denn noch den Sommerhit von ‘74?“, wollte Wessels wissen. Lösung: „Theo wir fahr‘n nach Lodz“.

Besondere Beachtung fand das jüngste Engagement des Förderkreises: die Zusatzschilder für Straßennamen. Auch die Infotafeln an besonderen Stellen in der Stadt gehen auf den rührigen Jubilar zurück. Natürlich bekam das wohl populärste Produkt, die Jahresschrift „Der beflügelte Aal“, viel Lob. „Das Buch ist mittlerweile weit mehr als ein Heft nur für Heimatenthusiasten, es wird sogar in den Schulen verwendet“, ergänzte Christa Schwab.

Wir widmen uns auch dem westfälischen Brauchtum.

Christa Schwab
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