Kontrollen gehen weiter
Noch lange nicht alles Bio in der Tonne

Ahlen -

Ahlens Biotonnen werden weiter kontrolliert, weil noch lange nicht alles Bio ist, was in den Tonnen landet.

Freitag, 24.05.2019, 13:20 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 17:36 Uhr
Matratzen im Rasenschnitt. Wie passt das zusammen? Foto: Stadt Ahlen

Der Handlungsdruck auf die Ahlener Umweltbetriebe bleibt hoch: Trotz angekündigter und durchgeführter Kontrollen der Bioabfalltonnen finden die Beschäftigten der Müllabfuhr noch immer sogenannte Störstoffe in den Behältern, die dort nicht hineingehören und zu einer schlechten Kompostqualität führen.

„Schaumstoffmatratzen unter Rasenschnitt versteckt, Joghurtbecher und Plastiktüten sauber in Papier eingewickelt, es ist schon erstaunlich, was man so alles im Biomüll findet“, sagt Betriebsleiter Bernd Döding . Mancher Restmüll werde gedankenlos hineingeworfen, in anderen Fällen würden die Kunststoffabfälle, Leuchtröhren oder ausgedienten Küchengeräte unter dem Bioabfall regelrecht versteckt. „Wer das macht, weiß genau, dass solche Sachen nicht in den Biomüll gehören.“

Wer das macht, weiß genau, dass solche Sachen nicht in den Biomüll gehören.

Bernd Döding

Was als Fehleinwurf in den Biotonnen landet, kann in der Regel legal und kostenfrei am Wertstoffhof der Umweltbetriebe an der Alten Beckumer Straße abgegeben oder über den Restmüll entsorgt werden. In den Biomüll gehört ausschließlich verrottbarer Küchen- und Gartenabfall. „Nur aus sortenreinem Biomüll kann hochwertiger Kompost entstehen, der dem Naturkreislauf wieder zugeführt wird“, erklärt Döding.

Mit Anhängern im Ampelsystem kennzeichnen die Ahlener Umweltbetriebe Behälter. Rot bleibt stehen.

Mit Anhängern im Ampelsystem kennzeichnen die Ahlener Umweltbetriebe Behälter. Rot bleibt stehen. Foto: Stadt Ahlen

Wiederholt musste die Stadt Ahlen für den am Kompostwerk in Ennigerloh angelieferten Biomüll den deutlich höheren Preis für Restmüll bezahlen, da eine Verwertung wegen der vielen Fremdstoffe nicht möglich war. Landeten weiterhin so viele nicht kompostierbare Abfälle in den Biotonnen, werde die Konsequenz laut Döding nicht ausbleiben. „Das wird sich dann in deutlich höheren Abfallgebühren bemerkbar machen.“

Noch bis zum Sommer werden in sämtlichen Abfuhrbezirken Kontrollen durchgeführt und rote, gelbe oder grüne Anhänger an den Tonnen befestigt. Die Botschaft lautet von „alles einwandfrei“ (grün) über „bitte künftig auf saubere Abfallqualität achten“ (gelb) bis zu „bleibt stehen“ (rot), wenn der Tonneninhalt erhebliche Mengen Störstoffe enthält. Häufig würden Tonnen aus Unwissenheit falsch befüllt, insbesondere was die laut Hersteller kompostierbaren Biosammeltüten betrifft, heißt es aus dem Rathaus. Wer sie nutzt, verunreinige nicht nur die Abfallqualität, sondern gebe auch in guter Absicht Geld für ein unnötiges Produkt aus, so Döding.

Auch das ist eine Biotonne. Mit wenig Bioinhalt.

Auch das ist eine Biotonne. Mit wenig Bioinhalt. Foto: Stadt Ahlen

Weitere Auskünfte erteilt bei den Umweltbetrieben Marianne Dams unter Telefon 98 58 28 ( damsm@stadt.ahlen.de ). Nützliche Informationen über den richtigen Umgang mit Bioabfall gibt die Stadt Ahlen auch auf ihrer Internetseite unter https://www.ahlen.de/start/aub/abfallbeseitigung/tipps-zur-abfallentsorgung/.

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