50 Jahre Vorhelmer Jungschützen
Banklehrling wurde Mann der ersten Stunde

Vorhelm -

26 Aktive zählt Marc Jüttemeier auf. Im Jubiläumsjahr kann der Kommandeur der Vorhelmer Jungschützen auf eine starke Truppe verweisen. Seit 50 Jahren besteht sie nun, die Nachwuchsabteilung des Allgemeinen Schützenvereins. Und das wird natürlich gefeiert.

Freitag, 24.05.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 25.05.2019, 21:02 Uhr
1969: Werner Drees (3.v.l.) wurde erster Kommandeur der Vorhelmer Jungschützen. Das Bild zeigt ihn gemeinsam mit Josef Funke, Bernhard Drügemöller, einer jungen Festbesucherin, Sigrid Funke und Kapellmeister Willi Arnemann (v.l.) im Festzelt. Foto: Theo Keseberg

„Beachtlich“, findet auch Werner Drees . Das Amt, das Jüttemeier heute ausübt, war vor fünf Jahrzehnten seines. Er war der erste Kommandeur, als die Jungschützen 1969 auf Initiative des damaligen zweiten Vorsitzenden Hubert Angsmann aus der Taufe gehoben wurden. Beim Blättern in der Chronik haben sich Jung und Alt folglich viel zu erzählen. „Wir waren damals froh, dass wir acht Leute zusammenbekamen“, erinnert sich Drees. Aller Anfang ist eben schwer.

Im Vergleich zu den befreundeten Nachbarn aus Tönnishäuschen waren die Vorhelmer ohnehin spät dran: Während bei den St.-Antonius-Schützen bereits seit 1953 eine Jungschützenabteilung mitmarschierte, erfolgte die Gründung der Nachwuchstruppe innerhalb des Allgemeinen Schützenvereins erst 16 Jahre danach.

Wie kam es dazu? „Die Attraktivität des Schützenvereins sollte gerade für junge Menschen gesteigert werden“, weiß Drees noch genau. „Das Fest an sich war früher eher etwas für ältere Leute.“ Erster Schritt, das zu verändern, sei die Verlegung des Festtermins von Pfingsten auf Christi Himmelfahrt gewesen. Dann kamen die Jungschützen, die mit Heinz Höckelmann einen Obmann an die Seite gestellt bekamen. Er hatte die Aufgabe, die Abteilung nach außen hin zu vertreten.

1969 marschierten die Jungschützen erstmals mit – ganz in weiß mit Krawatte. Eine grüne Weste mit Wappen, heute ihr Erkennungszeichen, gab es erst später. „Ich war damals Zeitsoldat bei der Bundeswehr . Vielleicht hat man mich deshalb als Kommandeur ausgeguckt, denn ich kannte ja die Befehle“, lacht Werner Drees auf die Frage, warum gerade er zum „Mann der ersten Stunde“ berufen wurde. Durch seine Lehre als Bankkaufmann bei der Spar- und Darlehnskasse Vorhelm war Drees bereits mit dem Schützenwesen gut vertraut, denn sein damaliger Chef Josef Funke hatte nur wenige Jahre zuvor den Vogel am Hellbach abgeschossen. „Beim ersten Jungvogelschießen für die Mitglieder der Schützensektion und der Jungschützen landete Klaus Pelmke den entscheidenden Treffer“, weiß Drees.

50 Jahre Vorhelmer Jungschützen

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  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Theo Keseberg
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff
  • Impressionen aus fünf Jahrzehnten mit den Vorhelmer Jungschützen. Foto: Christian Wolff

Ein erstes Hauptquartier hatten die „weißen Helden“ auf dem Hof von Berni Lütke Coßmann auf dem Berg­eickel. Die Versammlungen hielten sie anfangs in der „Domschänke Recker“ im Schatten der Pfarrkirche ab. Später wurde das Gasthaus Pelmke zum Stammdomizil.

Eine Vorreiterrolle übernahm die junge Truppe, als sie bereits in den 1970er Jahren weibliche Mitglieder integrierten. So stellte der Verein dem jeweiligen Kommandeur über 25 Jahre lang immer eine Kommandeuse an die Seite. 1978 erhielten diese eigene Uniformen.

Ihr zehnjähriges Bestehen begingen die Jungschützen am 12. Mai 1979 mit der Eröffnung des Jungschützenquartiers in der „Prinzen-Stube“, damals ein kleines Bierlokal an der Hauptstraße. Außerdem erhielten sie zu diesem Anlass eine eigene Standarte, die am 24. Mai 1979 geweiht wurde.

Die Jungschützen wurden 1986 in die Eigenständigkeit überlassen. Der letzte Jungschützenobmann Günther Köhne erklärte gleichsam seinen Rücktritt. Am 13. Mai 1999 feierten die Jungschützen im Rahmen des Schützenfestes ihr 30-jähriges Bestehen. Was sich nicht verändert hat: Immer vier Wochen vor dem Schützenfest treffen sich die jungen Männer zum Exerzieren in der Bauerschaft Schäringer Feld.

Zum Goldjubiläum haben sich die Aktiven von heute wieder einige Aktionen ausgedacht. Am Donnerstag, 30. Mai, erwarten sie Abordnungen der befreundeten Jungschützenabteilungen. „Aus Enniger haben sich 35 Gäste angemeldet, aus Tönnishäuschen zwölf und von der Schützengemeinschaft aus Ahlen etwa 20“, zählt Marc Jüttemeier auf. Sie alle treten um 12 Uhr nach der Schützenmesse gemeinsam an, marschieren gegen 13 Uhr zum Festplatz im Nachtkamp.

Um 13.30 Uhr beginnt das Gästevogelschießen unter Leitung von Markus Druffel und Thomas Avermiddig. Passend dazu haben die Jungschützen Jubiläumspins anfertigen lassen, die zum Selbstkostenpreis, verbunden mit einer kleinen Spende, verkauft werden. „Unsere bisherigen Majestäten werden wir auf einer zweimal 1,50 Meter großen Ehrentafel präsentieren“, verrät der aktuelle Kommandeur und lädt im gleichen Atemzug seinen Amtsvorgänger Werner Drees als Ehrengast ein: „Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei unserem Jubiläumsfest treffen.“ Der Rentner freut sich. „Wenn nichts dazwischenkommt, komme ich gerne“, verspricht er.

 

Ich war damals Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Vielleicht hat man mich deshalb als Kommandeur ausgeguckt . . .

Werner Drees
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