Constantin Budt und Sebastian Merforth
Über die „Generation Degeneration“

Ahlen -

Die Risiken von Smartphone und Co. mal sarkastisch-unterhaltsam und nicht wissenschaftlich betrachtet – das machen Constantin Budt und Sebastian Merforth in ihrem gemeinsamen Buch „Generation Degeneration“.

Montag, 17.06.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 21.06.2019, 09:56 Uhr
Wie beeinflusst die Onlinewelt den Menschen? Wie nah liegen Fluch und Segen bei Smartphone und Co. beieinander? Constantin Budt (l.) und Sebastian Merforth haben die „digitale Einzelhalft“ nicht nur beobachtet, sondern auch in einem Buch zusammengefasst. Foto: Christian Wolff

Mal eben etwas nachgeschaut, Bilder oder Texte per „Whatsapp“ verschickt, einen Status vom aktuellen Aufenthaltsort ins Netz gestellt – alles ganz schnell machbar per Smartphone. Und so schön bequem. Doch wenn die digitale Kommunikation wichtiger wird als die persönliche, wenn aus Datenfluten Depressionen werden, ist das Maß voll.

Genau diese Beobachtung haben auch Contantin Budt aus Ahlen und Sebastian Merforth aus Castrop-Rauxel gemacht. Die beiden studieren an der Fachhochschule Münster und gehören selbst der „Generation Degeneration“ an, die sie in ihrem gemeinsamen Buch beschreiben, das jetzt erschienen ist.

Die Digitalisierung mit ihren Sozialen Netzwerken, das Leben mit dem Smartphone vom Privat- bis ins Berufsleben – all das habe der Menschheit viele Vorteile gebracht, wissen die jungen Männer. Aber eben auch Nachteile, die nicht zu unterschätzen sind. „Anfangs haben wir uns darüber lustig gemacht, wenn wir zum Beispiel Menschen beobachtet haben, die im Restaurant ihr Essen fotografiert haben, bevor sie es aßen“, erinnert sich Budt. „Wir wissen, es liegt in der Natur des Menschen, sich mitzuteilen. Das war immer schon so. Es gab Briefe, später Telefon.“ Aber der leichtfertige Umgang mit der Onlinewelt, die keinen Raum für Ruhe, zum Innehalten mehr lasse, führe nicht selten zur Sucht, sozialen Isolation, Narzissmus oder gar Verwahrlosung der kommunikativen Fähigkeiten.

Generation Degeneration

Generation Degeneration Foto: privat

Eine Soziologievorlesung mit dem Thema Selbstinszenierung hat Budt und Merforth vor zwei Semestern den entscheidenden Impuls geliefert, sich mit dem Thema intensiver zu befassen. „Wir begannen, Alltagssituationen zu sammeln. Dazu trafen wir uns häufig in unserem Stammcafé in Dortmund“, so Budt. Weihnachten 2018 stand dann fest: „10 000 Wörter müssen wir erreichen.“ Ein Ziel war markiert, die Motivation vorhanden. So kam Kapitel für Kapitel zusammen, was das Studentenduo seit wenigen Tagen in gedruckter Form in den Händen hält. Christine Quenkert, eine Freundin der beiden, gestaltete das Cover, das den Menschen mit Smileykopf in einem Käfig zeigt.

„Es gibt zu allen Themen, die wir inhaltlich streifen, schon recht viel Fachliteratur“, weiß Sebastian Merforth. „Wir wollten daher lieber ein leicht verständliches, manchmal auch sarkastisches Buch. Der Großteil der Leute, die soziale Medien nutzen, hat gar keine Lust, wissenschaftliche Bücher zu lesen.“ Dabei gehöre nicht nur die eigene Altersklasse zur Zielgruppe: „Auch älteren Leuten, die sich mit neuen Medien beschäftigen, zeigen wir Vorteile auf.“

Constantin Budt und Sebastian Merforth können sich gut vorstellen, dazu in Schulen oder bei Fachtagungen zu referieren. Wer Interesse hat, kann unter der E-Mail-Adresse GenerationDegeneration19@ gmail.com Kontakt mit den Jungautoren aufnehmen und weitere Informationen bekommen

Zum Thema

Das Buch „Generation Degeneration“ ist über „Amazon“ oder „Books on Demand“ sowie den meisten Buchhandlungen zu beziehen (ISBN 978-3-7347-6946-7)

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Es liegt in der Natur des Menschen, sich mitzuteilen.

Constantin Budt
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