Alte Apotheke am Markt
Zum Stadtfest in neuem Glanz

Ahlen -

Im Zuge des Fassadenerneuerungsprogramms der Stadt Ahlen wird derzeit ein markantes Gebäude am Marktplatz saniert: die Alte Apotheke.

Mittwoch, 19.06.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 12:20 Uhr
Umfangreiche Fassadenarbeiten laufen seit einigen Tagen an der Alten Apotheke am Marktplatz. Dabei wird auch der Zustand des Fachwerks hinterm Putz beleuchtet. Foto: Christian Wolff

Der Terminplan steht: Möglichst bis zum Stadtfest soll die Alte Apotheke am Markt 7 im neuen Glanz erstrahlen. Derzeit wird das denkmalgeschützte Gebäude an der Ecke Südstraße im Rahmen des Fassadener­neuerungsprogramms der Stadt Ahlen aufgearbeitet.

Mit dem Malerbetrieb Beyer und Gerüstbau Brückner sind zwei ortsansässige Un­ternehmen mit der Maßnahme betraut. An einigen Stellen musste der alte Putz bereits entfernt werden, um dahinterliegende Schäden am Fachwerk, vornehmlich durch eingedrungene Feuchtigkeit, auszumachen. Am Dienstag nahm ein Experte die Substanz genauer unter die Lupe, um Handlungsempfehlungen zu geben, während die Holzrahmen der historischen Fenster bereits ei­nen neuen Anstrich erhielten.

Die Alte Apotheke, erstmals im Jahr 1729 urkundlich benannt, befindet sich nach Einschätzung der Unteren Denkmalbehörde seit 1840 in diesem Gebäude. Ursprünglich sei es demnach das Haus eines wohlhabenden Bürgers mit Wohn- und Geschäftsräumen gewesen. Der früheste im Grundbuch feststellbare Besitzer war der Postkommissar und Bürgermeister Theodor Steiner, der das Gebäude 1785 kaufte, aber erst 1819 als Eigentümer eingetragen wurde. Sein Sohn, der Postkommissar Joseph Steiner, verkaufte 1840 das Grundstück mit Wohnhaus und Scheune an den Apotheker Gerhard Unkenbold, dem sein Sohn Richard als Apotheker folgte.

In den folgenden Jahrzehnten wechselten hier mehrfach die Besitzer: Joseph Oellers (1884/86), Joseph Engeling (1890), Adolf Hopmann (1893), Franz Wallrafen (1900) und Heinrich Rosenthal (1908). Apotheke und Gebäude befinden sich seither im Besitz der Familie bzw. Er­bengemeinschaft Rosenthal.

Der Zustand des Fachwerks hinter dem Putz wird geprüft. Foto: Christian Wolff

„Wir haben uns schon 2016 um die Teilnahme am Fassadenprogramm beworben“, sagt Liesel Rosenthal-Nawrot. „Aber aufgrund der vielen Bauarbeiten um uns herum, vom Kettelerhaus bis zum Marktplatz, habe ich es immer wieder geschoben.“ Doch nun freue sie sich umso mehr über die Umsetzung. „Es ist schon längere Zeit her, dass die Fassade so umfangreich erneuert wurde.“

Die ursprüngliche Apothekeneinrichtung, die im alten Heimatbuch abgelichtet ist, wurde im Jahr 1920 vom Museum der Stadt Dortmund übernommen. Denkmalwert ist darüber hinaus das rückwärtige Backsteingebäude von ca. 1880 mit Aufstockung von 1912, welches funktional zur Apotheke gehörte.

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