Auf 500 Metern Warendorfer Straße
Deckentausch im Blitztempo

Ahlen -

Fast 20 Jahre hat die alte Deckschicht auf der innerstädtischen Warendorfer Straße gehalten. In wenigen Stunden war sie runter. Nicht alle Autofahrer kamen mit der eigentlich klaren Verkehrssituation klar.

Montag, 22.07.2019, 19:00 Uhr
Die Warendorfer Straße ist seit Montagmorgen nur einseitig zu befahren, wenn sich denn alle dran halten. Zwischen Ring und Lütkeweg wird nach fast 20 Jahren die Decke erneuert. Das bringt gewohnte Abläufe für viele Autofahrer durcheinander. Foto: Ulrich Gösmann

Mit der Gegenfahrbahn tun sich am Montagmorgen viele Autofahrer schwer. Plötzlich auf der „falschen“ Spur in die Stadt fahren, auf der es sonst raus geht? „Das ist der Herdentrieb“, erklärt Polier Michael Himmelsbach sichtlich amüsiert – und beobachtet das Schauspiel aus einem halben Kilometer Entfernung. Es sei immer wieder das Gleiche: „Einer macht‘s vor, andere fahren hinterher.“ Und so rollen Fahrzeuge in Zweierreihen der Fräse entgegen, die die Warendorfer Straße im Blitztempo abdeckt. Und weil Baken in der Mitte stehen, fällt es schwer, wieder rüber zu kommen auf die zur Stunde richtige Seite.

„Die Decke war hinüber“, lässt Andreas Krause , Projektleiter bei den Ahlener Umweltbetrieben, wissen. Fast 20 Jahre habe sie gehalten. Das sei schon eine gute Zeit. 50 000 Euro lässt sich die Stadt die Erneuerung der vier Zentimeter dicken Deckschicht zwischen Konrad-Adenauer-Ring und Lütkeweg kosten. Oben an der großen Kreuzung, so Krause, habe es am Morgen noch Probleme mit dem Rechtsabbieger der Ampelschaltung gegeben. Doch das habe schnell behoben werden können.

Kurzer Prozess: Binnen weniger Stunden ist die Decke runter.

Kurzer Prozess: Binnen weniger Stunden ist die Decke runter. Foto: Ulrich Gösmann

Von der schnellen Truppe ist auch die Firma Heinrich-Walter-Bau aus Borken, die mit großem Fuhrpark von ihrem Stützpunkt Warendorf angerollt ist. Nach dreieinhalb Stunden sind 500 Meter Decke stadteinwärts bereits runter. Dann der Seitenwechsel. Ab Mittag rollt der Verkehr wieder auf seiner vertrauten Spur – etwas ruppig – in die Stadt. Für alle, die wieder raus wollen, gelten seit dem frühen Morgen die Umleitungen. Die Einbahnstraßenregelung, so Krause, bleibe auch noch bis in die nächste Woche bestehen, bis am Dienstag letzte Markierungen aufgetragen sind.

Nebenstraßen sind vorerst abgeklemmt.

Nebenstraßen sind vorerst abgeklemmt. Foto: Ulrich Gösmann

Doch dafür muss erst einmal die neue Asphaltdecke liegen, die nach Restarbeiten ab Mittwoch aufgetragen werden soll. Stadtauswärts wird sie bis zum Nachmittag liegen. Priorität habe die Zufahrt zum Netto-Parkplatz, wie Polier Himmelsbach betont. Seitenwechsel dann am Donnerstag.

Als letzte größere Maßnahme des Jahres nennt Andreas Krause die Südstraße. Er stecke gerade in den Vorbereitungen. Anvisierter Baustart: Mitte Oktober. Im nächsten Jahr gehe es mit der Moltkestraße weiter, dem Tulpenweg in Dolberg und anderswo. . .

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