Internationales Frauenfrühstück
Blick nach Ägypten und Uganda

Ahlen -

Nach einigen Monaten Referatspause stand beim Internationalen Frauenfrühstück am Samstag mit dem Vortrag der Ägypterin Elham Mounir wieder ein Vortrag über das Heimatland einer Teilnehmerin an. Einen weiteren kurzen Bericht gaben Lisa Koch und Joyce Nakawombe über ihre Ugandareise im vergangenen Monat.

Sonntag, 18.08.2019, 16:28 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 16:34 Uhr
Lisa Koch und Joyce Nakawombe berichteten über ihre Afrikareise im vergangenen Monat. Foto: Ralf Steinhorst

„Wir hatten ganz viel Spaß“, bilanzierten Lisa Koch und Joyce Nakawombe ihre Reise in deren Rahmen sie zwei Projekte unterstützen. Die beiden Frauen hatten über die sozialen Medien Verbindung nach Ahlen gehalten und so viel positives Feedback bekommen. „Das tat gut“, zeigte sich Lisa Koch beeindruckt. Zur Unterstützung der Hilfsprojekte will der Chor „Voices of Joy“ am 3. November ein Benefizkonzert ausrichten.

In ihrem Ländervortrag zeichnete dann die Ägypterin Elham Mounir die Geschichte der Frauen in ihrem Heimatland nach. Elham Mounir ist gelernte Bauingenieurin und Christin. Vor zwei Jahren floh sie wegen religiöser Verfolgung nach Deutschland und hat seitdem sehr gut Deutsch gelernt.

Elham Mounir.

Elham Mounir. Foto: Ralf Steinhorst

Sie begann im Vortrag mit den Besetzungen unter Alexander dem Großen, den Römern und dem türkischen Staat, der den muslimischen Einfluss und damit den Schleier in der Frauenkleidung mit sich brachte.

Frauen erreichen jetzt 20 Prozent der Ministerämter.

Elham Mounir

Erste Frauenrechte wurden mit der Frauenrechtlerin Malak Hefni Nasief, die von 1886 bis 1918 lebte, konkret. Sie hatte als erste Frau einen Hochschulabschluss erreicht. Unter der britischen Besetzung fand im Jahr 1919 unter der Leitung von Huda Scharawie die erste Frauendemonstration statt. Ein erstes Gesetz über die Rolle der berufstätigen Frauen brachte 1976 einen weiteren Fortschritt, hier erhielten Frauen die gleiche Stellung wie Männer. Am Versuch der arabischen Revolution im Jahr 2011 beteiligten sich auch Frauen mit Demonstrationen, sie mussten anschließend unter der Präsidentschaft Mohammed Mursis unter Belästigungen auf der Straße und Respektlosigkeit leiden.

Ein Wandel trat unter dem jetzigen Präsidenten Chalil as-Sisi ab 2014 ein. Heute gibt es eine stellvertretende Präsidentin der Zentralbank, 66 Richterinnen sind im Amt und acht Frauen gehören der Regierung als Ministerinnen an. „Frauen erreichen jetzt 20 Prozent der Ministerämter“, zeigte sich Elham Mounir erfreut.

Auch seien Gesetze zum Schutz von Frauen erlassen worden. „Die ägyptischen Frauen sind sehr stark und die ägyptische Geschichte baut auf ihnen auf“, bilanzierte die Ägypterin zum Ende ihres Vortrags. Sie hoffe auf eine ägyptische Präsidentin.

Das nächste Frauenfrühstück findet am 21. September wieder in der Familienbildungsstätte mit dem Kunstprojekt „Die Macht der Weiblichkeit“ mit der Künstlerin Pamela Gotangco-Hupp aus Zürich statt. Die Frauen werden gebeten, Wasserfarben und Pinsel mitzubringen.

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