Nächstes Street-Beach-Festival
Ahlens „Karibik“ um 180 Grad gedreht

Ahlen -

Am Wochenende nach den Sommerferien wird‘s auf Ahlens Marktplatz wieder karibisch. Diesmal aber mit einer 180-Grad-Drehung. Nichts steht mehr dort, wo es sonst stand.

Freitag, 23.08.2019, 06:00 Uhr
Hier vorne ist Strand, wenn Alexander Binevitch sein Street-Beach-Festival aufbaut. Diesmal steht alles anders, um 180 Grad gedreht. Sand auf dem neuen Brunnen – das sei zu gefährlich, sagt der Partymacher. Foto: Ulrich Gösmann

In „Ahlen karibisch“ steckt in sechster Neuauflage der Drehwurm. Das gilt für den Namen, für den Aufbau und für‘s Programm sowieso. Und auch das ist neu: Matten vor den Ständen, um nicht unnötig viel aufs frische Marktpflaster zu kleckern. Das Street-Food-Festival lässt noch einmal grüßen.

Plakate stimmen seit Tagen im Stadtgebiet ein – auf „Ahlen karibisch“, das sich diesmal als Street-Beach-Festival ankündigt, oder? Beachboy Alexander Binevitch winkt ab: „Wir haben einfach gedreht.“ Im Kleingedruckten tauche die Karibik wieder auf. So sei es jetzt moderner, frischer. „Man fährt ja heute auch nicht mehr mit einem alten Golf 1 durch die Stadt“, scherzt der Geschäftsführer von „Just Festivals“ aus Dortmund, der seit Jahren – Sommer für Sommer – den Strand in die Städte holt. Mit Palmen im Gepäck und jeder Menge Partypower. Darum soll sich vom 29. bis 31. August auch in Ahlen alles drehen. Apropos Drehen: Der Dortmunder lässt am Donnerstagmorgen beim Orga-Ortstermin mit WFG-Mitarbeiter Carlo Pinnschmidt (die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen ist Initiator) den Zeigefinger über den Marktplatz tanzen, weil nichts mehr da stehen werde, wo es immer stand. Wieso das?

Wegen der Wasserspiele.

Alexander Binevitch

„Wegen der Wasserspiele“, sagt der 35-Jährige. Dort lag sonst der Sand. Und jetzt: „Zu gefährlich“ – für die Technik darunter. „Wir drehen den Aufbau um 180 Grad“, konkretisiert Binevitch. Strand ist diesmal auf dem Pflaster vor dem Ehrenmal. Und: Sand in den Ritzen – hier kein Problem und einfach wieder rauszubürsten. Auch die Cocktail-Hütte wechselt die Seite – und steht diesmal südlich, vor dem Reisebüro. Trocken soll‘s aber auch auf nördlicher Seite nicht durch lange Partynächte gehen. Erstmals gibt‘s eine zweite Beach-Bar vor dem Friseursalon.

So schmeckte es in den Vorjahren. Der Strand meldet sich zurück auf Ahlens neuem Marktplatz.

So schmeckte es in den Vorjahren. Der Strand meldet sich zurück auf Ahlens neuem Marktplatz. Foto: Ulrich Gösmann

Wer zum Baggern kommt, kann die Sportsachen diesmal zu Hause lassen. Kein Netz, kein Beachvolleyball. Die Beteiligung sei in den vergangenen Jahren einfach zu schwach gewesen. Darum konzentriere man sich jetzt auf das Wesentliche: Party! Die steigt schon einen Tag früher. Am Donnerstag bitten die Karibikmacher zum „After Work“. Start: 17 Uhr. Die Uhrzeit gilt auch für den Freitag. Am Samstag geht‘s schon um 15 Uhr los. Der Sonntag ist erstmals gestrichen. „So ein toter Tag“, lässt der Eventmanager wissen. „Ist das Wetter schön, wollen die Leute ins Freibad. Ist es schlecht, räumen sie lieber zu Hause auf.“ Letzteres werde auch er auf dem Marktplatz machen.

Auflage an Beschicker: Matte mitbringen!

Bereits am Montag schickt Alexander Binevitch den Sand rüber nach Ahlen. Der hat es nicht weit. Wer sich einstimmen will, kann es am Wochenende nebenan in Hamm. Der eigentliche Aufbau läuft am Donnerstag. Diesmal mit größerer Bühne – für Reggae und Latino live.

Den Beschickern, die sich dem Wanderzirkus anschließen, hat „Just Festivals“ eine Auflage mit auf den Weg gegeben: Matte mitbringen. Die soll vor dem Stand liegen, sollte es wirklich mal tropfen. Konsequenz aus dem Street-Food-Festival, das dem frischen Marktplatz im Mai sein erstes Fett mitgab.

Die Leute kommen bei jedem Wetter. Sie sind diesbezüglich einfach entspannter und wollen feiern.

Alexander Binevitch

28 Mal Street-Food, 15 Mal Street-Beach: Das Wetter hat in dieser launigen Festival-Saison den Schlemmer-Trucks zugespielt. Zweimal habe er Strand-Events vorzeitig abbrechen müssen, wie zuletzt in Gelsenkirchen. Um Ahlen macht sich Alexander Binevitch diesbezüglich weniger Gedanken: „Ich will nicht immer schmeicheln, aber in Ahlen ist es wirklich so: Die Leute kommen bei jedem Wetter. Sie sind diesbezüglich einfach entspannter und wollen feiern.“ Wie zuletzt beim Street-Food-Festival.

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