Initiative mobilisiert
Rathausfreunde kommen ins Haus

Ahlen -

Über die Hälfte der benötigten Unterschriften haben sie zusammen. Ahlens Rathausfreunden bleibt noch ein Monat Zeit für ihr Zwischenziel: den Bürgerentscheid. Jetzt wird mobilisiert. Hausbesuche gibt‘s auch.

Samstag, 12.10.2019, 07:00 Uhr
Ahlens Rathausfreunde mobilisieren weiter für den Gebäudeerhalt.

Flyer, Anzeigenkampagne, Hausbesuche – und zu guter Letzt auch noch Aktivposten vor der Kirche: Die Ahlener Rathausfreunde schalten jetzt zwei Gänge höher. Bis Ende Oktober wollen sie die 2419 Unterschriften zusammen haben, mit denen es dann zum Bürgerentscheid für den Erhalt des Rathausaltbaus kommen kann. Sollte die Zahl bis dahin noch nicht erreicht sein, werde in den letzten zwei Wochen noch einmal nachgelegt, sagt Silvia Sörensen .

Zweifel, die Latte zu überspringen? Keine. „Natürlich klappt das“, schickt die agile Ahlenerin am Freitag forsch-fröhlich durchs Telefon. „Die Hälfte haben wir bereits ganz dicke. Das passt gut in unseren Zeitplan.“

Samstags auf dem Wochenmarkt – ein Anfang. Aber zu wenig, um initiativ zu sein. „Ab sofort sind wir an jedem Samstag und Mittwoch auf dem Marienplatz“, betont die Mitinitiatorin. An diesem Wochenende geht‘s mit Unterschriftenliste auch aufs Kartoffelfest auf der Zeche Westfalen. Eine Anzeigenkampagne startet ebenfalls an diesem Wochenende, begleitet von Postwurfsendungen bis in die Dörfer. Der Flyer mit ausführlichem Begleittext hat eine Auflage von 20 000 Exemplaren, davon ein Drittel in türkischer Sprache, um möglichst viele anzusprechen. Ein zweiter Flyer soll in zwei Wochen folgen. Reduziert auf drei Kernaussagen.

Die ersten Leute gingen auf uns zu, weil sie unterschreiben wollten. Das wird jetzt schwieriger.

Silvia Sörensen

„Jetzt wird‘s für uns anstrengend“, sieht sich Sörensen vor viel Überzeugungsarbeit, die jetzt noch zu leisten sei. „Die ersten Leute gingen auf uns zu, weil sie unterschreiben wollten. Das wird jetzt schwieriger.“ Die Rathausfreunde setzen auf die direkte Ansprache. „Jetzt müssen wir klingeln“, kündigt die Unternehmerin Hausbesuche an, die am 22. Oktober starten sollen. 20 Weggefährten würden insbesondere diejenigen aufsuchen, die nicht mobil seien. Darüber hinaus wollen sie sich – mit Genehmigung – in Supermärkten positionieren. Die Anlaufstellen, in denen die Listen ausliegen, hat sich inzwischen auf 60 erhöht – vom Blumenladen übers Fitnessstudio bis hin zur Arztpraxis. Fehlt nur noch die Kirche. Sörensen lacht: „Da werden wir uns dann sonntags noch davorstellen.“

Weitere Fürsprecher erwarten die Rathausfreunde von einer Veranstaltung am Samstag, 19. Oktober, im Ratssaal. Und dann gibt es ja noch den Internetauftritt mit dem schnellen Klick auf die Liste.

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