CDU und SPD nennen Direktkandidaten
SPD hat Bürgermeisterkandidaten

Ahlen -

Die Ahlener Sozialdemokraten ziehen mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten in die Kommunalwahlen 2020. Das bestätigte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Richter am Freitag in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Freitag, 11.10.2019, 20:30 Uhr
Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Tritt er wieder an? Foto: Stadt Ahlen

Er sei Ahlener, verriet Richter noch. Mehr werde er zum derzeitigen Zeitpunkt zu der Person nicht sagen, auch nicht, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handle. Vorgestellt werden soll er oder sie im Januar 2020.

Zugleich gaben CDU und SPD die Namen der Direktkandidatinnen und -kandidaten für die 22 Wahlkreise bekannt. Am Mittwochabend verabschiedete der CDU-Stadtverband die Liste, die einige neue Namen enthält. Auch die SPD hat ihre Wahlkreiskandidaten bereits benannt und ebenfalls öffentlich gemacht. In beiden Fällen handelt es sich allerdings zunächst um die Nominierung durch die jeweiligen Vorstände, die Entscheidung, auch über die Reservelisten, obliegt speziellen Versammlungen der Parteien, die im Januar stattfinden sollen.

Dr. Berger kann eine gute Bilanz vorlegen.

Peter Lehmann

„Der Zeitpunkt ist genau passend“, sagte Lehmann im Redaktionsgespräch. Am 30. Oktober tage der Wahlausschuss, wobei er aufgrund bisheriger Informationen nicht von größeren Änderungen der Wahlkreise ausgehe. Seit Januar habe sich die CDU mit der Kandidatensuche beschäftigt. „Ich freue mich sehr, dass dieses Aufstellungsverfahren zusammen mit den Ortsunionen sehr konstruktiv und geräuschlos durchgeführt wurde,“ erklärte der CDU-Chef. Am 15. Januar soll eine Aufstellungsmitgliederversammlung die Nominierung und die Reserveliste beschließen.

In der Frage des Bürgermeisterkandidaten kündigte Lehmann an, in den Herbstferien das Gespräch mit Dr. Alexander Berger suchen zu wollen. Er hoffe, dass Berger wieder antrete. „Dr. Berger kann eine gute Bilanz vorlegen“, und habe gute Arbeit geleistet. Deshalb stehe die CDU geschlossen hinter ihm.

Aber es ist genauso weitergegangen wie unter seinem Vorgänger.

Sebastian Richter

Die Sozialdemokraten setzen dagegen auf einen eigenen Bewerber für das Bürgermeisteramt. Das bekräftigte Sebastian Richter, der zugleich seiner Verwunderung Ausdruck verlieh, dass anderslautende Gerüchte in Umlauf seien. „Ich bin bekannt dafür, dass ich zu dem stehe, was ich sage“, führte Richter aus. Dem Amtsinhaber stellte der SPD-Parteichef ein schlechtes Zeugnis aus. Berger sei mit dem Anspruch angetreten, ein „Weiter so“ könne es nicht geben. „Aber es ist genauso weitergegangen wie unter seinem Vorgänger“, kritisierte Richter. In den Fällen, in denen er selbst die Initiative ergriffen hätte, sei der Schuss meistens nach hinten losgegangen. Als Beispiel nannte Richter die Rathausentscheidung und die Mops-Affäre. Richter warf dem Bürgermeister vor, in der seiner Meinung nach richtig entschiedenen Rathausfrage durch die Art der Kommunikation die Stadtgesellschaft gespalten zu haben. Bei der Delegiertenversammlung im Januar will die SPD auch die Ergebnisse ihrer Bürger-Workshops „Ahlen neu denken“ vorstellen.

Bei den Direktkandidaten warten beide große Parteien mit einer Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern auf. Auf der Seite der CDU fehlen Namen wie Ralf Kiowsky, Erhard Richard, Heinz Günnewig, Joachim Rabe, Rudolf Jaschka oder Tanja Lehmann. Dafür treten mit Jochen Dornseifer, Reinhard Genderka, Christoph Aulbur, Jürgen Seiler, Philipp Terbrack, Dr. Gabriel Hanne, Sandra Kreutz, Stefan Meißner, Klaus Vorbrink und Dennis Kykal zehn Bewerber an, die bislang noch nicht im Rat waren.

Auch die Sozialdemokraten setzen auf Verjüngung und präsentieren mit Michelle Friedl, Christian Szontkowski und Dennis Yalcin drei Jusos. Auch Bernhard Höfte, Heinz Schlüter, Claudia Rademacker, Manfred Kreutz und Frederik Werning gehörten dem Rat bislang nicht als gewählte Mitglieder an.  

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