Warnung vor Kohlenmonoxid
Geräte regelmäßig warten

Warendorf -

Kohlenmonoxidvergiftungen sind nicht nur im Winter, wenn Heizungen und Kamine auf Hochtouren laufen, ein Thema. Immer häufiger beschäftigen die Schornsteinfeger CO-Vergiftungen an besonders heißen Sommertagen. Schornsteinfegermeister Andreas Marschan erklärt, warum das so ist.

Donnerstag, 15.08.2019, 18:20 Uhr
Schornsteinfegermeister Andreas Marschan betont, wie wichtig es ist, regelmäßig Gasthermen, Durchlauferhitzer und Heizungen warten zu lassen. Auf diese Weise können auch Kohlenmonoxidvergiftungen verhindert werden. Foto: Joke Brocker

Mit Kohlenmonoxidvergiftungen assoziiert der Hausbesitzer spontan Dohlennester und klirrend kaltes Winterwetter, bei dem die Heizung auf Hochtouren läuft und im Kamin ein hübsches Feuerchen prasselt. Doch CO-Vergiftungen sind auch im Sommer ein im wahrsten Sinne des Wortes heißes Thema. Wenn das Thermometer mehr als 30 Grad Celsius anzeigt, können ältere Gasthermen zur Gefahr werde. „Durch die hohen Außentemperaturen kann es in Kaminen zu einem Abgasrückstau kommen“, warnt Andreas Marschan , der als Bezirksschornsteinfegermeister regelmäßig im Raum Sassenberg, im Warendorfer Norden und in den Ortsteilen Milte und Einen-Müssingen unterwegs ist. Selbst wenn im Moment wetterbedingt Heizungen nicht gebraucht würden, würden die Geräte doch meist zur Warmwasserbereitung benötigt und daher auch bei extremer Hitze betrieben.

Besondere Gefahren gingen zusätzlich von Gasheizungen in Kombination mit mobilen Klimageräten aus. Marschan: „Diese Geräte entziehen den Räumen Wärme, indem sie warme Luft über einen Schlauch nach außen absaugen und somit für einen Unterdruck in der Wohnung sorgen. Dadurch können auch Abgase aus dem Schornstein in die Wohnung gezogen werden.“

In etlichen Städten Nordrhein-Westfalens, weiß der Schornsteinfegermeister, habe es in den vergangenen Wochen häufiger Feuerwehr-Einsätze aufgrund drohender Kohlenmonoxid-Vergiftungen gegeben. Das Tückische: Während Rauchgas von den Betroffenen bemerkt wird, nehmen sie drohende Kohlenmonoxid-Vergiftungen häufig zunächst gar nicht wahr, weil das Gas farb- und geruchlos ist und auch keinen Hustenreiz auslöst. Das Atemgift gelangt über die Lunge ins Blut, wo es den Sauerstoff-Transport behindert. Klassische Symptome einer beginnenden Vergiftung sind laut Marschan unter anderem Kopfschmerzen, gefühlte Atemnot und Schwindel. Kohlenmonoxid greife auch das zentrale Nervensystem an und führe ab einer bestimmten Konzentration zum Erstickungstod.

Der Lengericher empfiehlt zwar den Einbau so genannter CO-Melder, die in jedem Baumarkt erhältlich seien und die Konzentration von Kohlenmonoxid in der Umgebungsluft lange vor einer Vergiftung registrierten, warnt aber zugleich vor einer trügerischen Sicherheit, die diese Geräte suggerierten.

Natürlich müssten diese Geräte regelmäßig kontrolliert werden. Genau wie die Gasthermen, Durchlauferhitzer und Heizungen. Darüber hinaus sollten Gasfeuerstätten in Wohnungen nur mit geöffnetem Fenster betrieben werden.

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