Justiz
Zeitung: Viele Gefängnisse sind überbelegt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Viele Gefängnisse in Nordrhein-Westfalen können einem Medienbericht zufolge kaum noch neue Häftlinge aufnehmen. Das geht aus einer internen Auswertung des Justizvollzugs hervor, aus der die «Rheinische Post» (Mittwoch) zitiert. Demnach sind mit Stand Mitte Januar die Justizvollzugsanstalten in Bielefeld-Brackwede, Dortmund, Duisburg-Hamborn, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm und Kleve überbelegt.

Mittwoch, 17.01.2018, 06:01 Uhr

Hinter einem Gitter laufen Gefängnisinsassen über einen Gefängnishof.
Hinter einem Gitter laufen Gefängnisinsassen über einen Gefängnishof. Foto: Daniel Naupold

Den Angaben nach sitzen etwa in der Dortmund derzeit 426 Insassen ein, obwohl die Haftanstalt nur 405 Plätze hat. In dem Gefängnis Bielefeld-Brackwede seien es 556 Gefangene bei 542 Plätzen. Die Anstalt Duisburg-Hamborn zählt dem Bericht zufolge 322 Insassen bei 311 regulären Plätzen.

«Ein Gefängnis gilt schon bei einer Belegungsquote ab 90 Prozent als voll», erläuterte der Landesvorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten, Peter Brock. Das trifft der Statistik zufolge auf die Gefängnisse in Aachen, Bochum, Castrop-Rauxel, Detmold, Düsseldorf, Essen, Euskirchen, Geldern und Köln zu. Landesweit gibt es nach Angaben des Justizministeriums 36 Anstalten mit mehr als 18 000 Plätzen.

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