Kriminalität
LKA: Hackerangriffe in NRW zuletzt rückläufig

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt hat zuletzt weniger Hackerangriffe in NRW gezählt. «Im Vergleich zum Jahr 2016 ist ein genereller Rückgang der registrierten Fälle zu verzeichnen», sagte ein LKA-Sprecher der «Rheinischen Post» («RP», Samstag). Demnach ging die Zahl der Attacken durch Hacker im Jahr 2017 um 732 Fälle von 4979 auf 4247 zurück. Darunter fallen laut LKA Straftaten wie Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten. Eine Auswertung für 2018 liege noch nicht vor.

Samstag, 12.01.2019, 11:16 Uhr aktualisiert: 12.01.2019, 11:22 Uhr
Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur eines Laptops. Auf dem Monitor ist ein Hacker-Programm geöffnet. Foto: Silas Stein

Betroffen von den Hackerangriffen in NRW sind demnach Privatpersonen, Firmen, Krankenhäuser und Behörden. «Es gibt unterschiedliche Tätertypen, wie unabhängige Einzeltäter, professionalisierte Gruppen oder staatliche Akteure», sagte der LKA-Sprecher der Zeitung. Die Täter handelten aus wirtschaftlichen, politischen oder persönlichen Gründen.

Zudem soll es sich bei den Tätern immer häufiger um Laien handeln. «Die Anzahl derer, die ohne fundiertes Wissen auf im Internet verfügbare Angebote von Schadsoftware, Dienstleistungen und entsprechende Werkzeuge zurückgreift, steigt dabei kontinuierlich», zitiert die «RP» den LKA-Sprecher.

Anfang der Woche war ein junger Hacker aus Hessen festgenommen worden. Er gestand nach offiziellen Angaben, etwa Handynummern und Chat-Verläufe von Politikern und Prominenten ins Internet gestellt zu haben. Auch Persönlichkeiten aus NRW sind betroffen.

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