Kirche
Aufarbeitung Missbrauch: Bistum Münster schafft neue Stelle

Münster - Das Bistum Münster richtet für die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche eine neue Stelle ein. Peter Frings, bislang Justitiar des Caritasverbandes für die Diözese Münster, wird ab dem 1. April Interventionsbeauftragter, wie die Kirchenleitung am Montag in Münster mitteilte. 

Montag, 11.02.2019, 12:26 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 16:49 Uhr
Eine Außenansicht des Bischöflichen Generalvikariats in Münster. Foto: Guido Kirchner

In dieser Rolle soll der 60-jährige Jurist und verheiratete Familienvater bei Verdachts- oder Meldehinweisen zu sexuellem Missbrauch die Ansprechpersonen unterstützen sowie die Kontaktaufnahme zur Staatsanwaltschaft und anderen Behörden sicherstellen.

Die katholische Kirche hatte im September eine Studie zu sexuellem Missbrauch vorgestellt. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 mindestens 1670 katholische Kleriker 3677 Minderjährige missbraucht haben. Im Bistum Münster fanden sich bei 138 Klerikern Hinweise auf Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Im November hatte das Bistum eingestanden, dass der 2013 gestorbene Bischof Reinhard Lettmann in seiner Zeit als Generalvikar einen vorbestraften pädophilen Priester versetzt und damit weitere Missbrauchsfälle möglich gemacht hatte.

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Peter Frings Foto: Bistum Münster

 

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