NRW fördert Miet-Wohnungsbau
Keine Furcht vor Modernisierung

Düsseldorf -

Mieter sehnen sie oft herbei und fürchten sie zugleich: Um preisgünstige Mietwohnungen zu erhalten, fördert das Land künftig die Modernisierung von Wohnungen mit einem ­neuen Finanzierungsmodell. Danach werden die vollständigen Modernisierungskosten bis zu einer Höhe von 100 000 Euro je Wohnung von der NRW-Bank zins günstig finanziert, für 20 Prozen t dieser Summe gewährt das Land dann einen Tilgungsnachlass. Dafür unterliegen diese Wohnungen für mindestens 20 Jahre der Mietpreisbindung. „Der Vorteil ist, dass sie zum einen neue Wohnungen in die Mietpreisbindung bekommen“, sagte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Donnerstag. „Der zweite Vorteil ist, dass Wohnungen in der Mietpreis­bindung bleiben, aus der sie sonst möglicherweise herausfallen würden.“

Donnerstag, 14.03.2019, 21:18 Uhr
Ina Scharrenbach Foto: dpa

70 Millionen Euro pro Jahr stellt das Land für die Modernisierung bereit. In 19 ausgewählten Quartieren sollen so mit 16 Wohnungsunternehmen 3200 Wohnungen modernisiert und 800 neue – etwa durch Dachausbau – entstehen. Scharrenbach erwartet, dass so bis 2022 Investitionen von mindestens 450 Millionen Euro ausgelöst werden.

Das Förderprogramm helfe, den Mietern die Sorge vor einer explodierenden Miete zu nehmen, sagte Alexander Rychter vom Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen. „Wir müssen die Wohnungsbestände modernisieren – energetisch und altengerecht.“

Zu den 19 Projekten gehört das Quartier „Dorenkamp“ in Rheine, wo ins­gesamt 59 Wohnungen modernisiert werden. Das Land steuert rund 5,9 Millionen Euro bei. Zudem werden – gefördert mit 24 Millionen Euro - 250 Wohnungen neu gebaut. In Rheine wird ein zweites Quartier (Hemelter Bach) modernisiert. In Münster profitiert die Aaseestadt, in Dülmen das Quartier Windmühlenberg.

Scharrenbach kündigte an, die Landesregierung werde die für derzeit 56 Städte geltende Kappungsgrenzen-Verordnung erneuern. Dafür werde überprüft, für welche Städte der Mietenanstieg auf 15 Prozent in drei Jahren ­begrenzt wird.

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