Sonderveröffentlichung

Meister Adebar findet entlang der Weser wieder Lebensräume.
Eine Region rettet den Weißstorch

Der Tag hielt für Dr. Alfons Bense schon einige Überraschungen parat. Ausgerechnet beim Zählen und Beringen der Jungstörche in einem Horst versagte der Hubwagen. Erst ein herbeigerufener Service konnte den Vogelschützer aus der Höhe befreien – für ihn vor allem ein ärgerlicher Zeitverlust. „Gerade im Frühsommer ist Hochsaison, jedes Wochenende ist fest verplant“, berichtet der Mediziner, der sich in seiner knappen Freizeit seit Jahrzehnten vollauf dem Schutz der Störche verschrieben hat. Das Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ hat wesentlichen Anteil daran, dass sich Meister Adebar in der Region heute wieder wohlfühlt.

2005 eröffnete das Westfälische Storchenmuseum in Windheim – maßgeblich unterstützt und finanziell gefördert von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. Wissenswertes, Fakten, Legenden, aber auch Kurioses rund um den volkstümlichen Vogel wurde hier zusammengetragen. Foto: © B. Tiedermann

Alarmglocke

1986 schlugen Natur- und Tierschützer Alarm: Mit nur noch drei brütenden Storchenpaaren an der Weser war ein Tiefpunkt erreicht. Fehlende Rückzugsräume und Nahrungsquellen im Sommerdomizil, dazu Dürre in den Winterquartieren in Afrika. All das setzte dem Zugvogel zu. Eine Handvoll Aktive – heute zählt das Aktionskomitee über 100 Mitglieder – begann mit der Arbeit. Nisthilfen bauen und aufstellen, Flächen kaufen, diese nicht mehr bewirtschaften, sondern allein der Natur und dem Schreitvogel überlassen: Das Konzept ging auf. Langsam, aber stetig wuchsen die Bestände wieder. „Heute zählen wir 74 Paare allein in unserem Kreis, in ganz NRW sind es über 250 Paare“, freut sich Bense.

Mühlen und Störche

Wer etwa mit dem Fahrrad die Region an der Weser erkundet, sieht inzwischen in nahezu jedem Dorf einen oder mehrere Storchenhorste – so wie es früher war. „Die meisten der 170 Nisthilfen hat gar nicht das Aktionskomitee aufgestellt, sondern sie sind durch Privatinitiative der jeweiligen Hauseigentümer entstanden. Die gesamte Region steht hinter unserer Arbeit“, berichtet Dr. Bense weiter. Gute Gründe, warum der sogenannte Mühlenkreis Minden-Lübbecke heute getrost auch als Storchenkreis gelten darf. Rund 400 Hektar an Naturflächen sind zu verwalten, eine Aufgabe, bei der die Kreisverwaltung dem Aktionskomitee viel Tagesarbeit abnimmt.

Karte und Gebiet

Zusätzlich zum aktiven Vogelschutz findet viel Forschungsarbeit statt, angefangen mit dem Beringen der Jungvögel bis zum minutiösen Kartieren der Bestände – aktuell, aber auch auf die Vergangenheit bezogen. So zogen die Naturschützer von Dorf zu Dorf, unterhielten sich mit älteren Mitbürgern, analysierten alte Fotos und gingen Überlieferungen nach, um Klapperstorchs Geschichte entlang der Weser zu rekonstruieren. Der permanent fortgeschriebene Storchenatlas stellt eine mühevolle, aber auch wertvolle Kleinarbeit dar. Anhand der umfangreichen Daten lässt sich etwa der Lebensweg der „Brandenburgerin“ nachvollziehen. So wird eine gut 20 Jahre alte Storchendame genannt, die auch 2018 im Kreis Minden-Lübbecke wieder Nachwuchs großzog.

Storchenmuseum

Liebevolle Kleinarbeit machte auch das 2005 eröffnete Westfälische Storchenmuseum in Windheim möglich – maßgeblich unterstützt und finanziell gefördert von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. Der alte, vom Abriss bedrohte Hof wurde gerettet und wiederaufgebaut. Wissenswertes, Fakten, Legenden, aber auch Kurioses rund um den volkstümlichen Vogel hat das Aktionskomitee zusammengetragen. So erfährt der Besucher etwa, dass es 16 bis 19 verschiedene Storchenarten gibt und dass davon mit Weiß- und Schwarzstorch lediglich zwei Arten in Deutschland brüten.

Naturschützer

Schon heute sind das Museum und das angeschlossene Café gerade an den Sommer-Wochenenden ein Besuchermagnet und ein Beitrag zum naturnahen Tourismus. Aktuell plant das Aktionskomitee eine Erweiterung der Ausstellung sowie ein Backhaus in der benachbarten Scheune. Arbeit genug bleibt also für die kommenden Jahre, auch wenn die Vogelschützer entspannter auf die Entwicklung der Population von Meister Adebar blicken und ihm noch eine lange Zukunft im Storchenparadies an der Weser vorhersagen. Den Spitznamen „Storchenvater“ hat sich Dr. Alfons Bense ohne Zweifel verdient, ebenso wie das Bundesverdienstkreuz, das er für seine jahrzehntelange Arbeit im Jahr 2017 erhalten hat. „Ich bin lieber ein Storchenvater als ein Rabenvater“, bekennt er schmunzelnd.

Jeder Tipp hilft, bedrohte Arten zu schützen

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