Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Derby endet im Chaos – drei Ascheberger fliegen, Davaria gewinnt

Davensberg -

Rassam Hassanzadeh Ashrafi hat beim 3:1 (2:1)-Sieg des SV Davaria Davensberg über den TuS Ascheberg drei Mal getroffen. Hauptdarsteller war an diesem Derby-Sonntag im Waldstadion aber ein anderer.

Sonntag, 02.09.2018, 19:16 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 02.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 02.09.2018, 19:16 Uhr
Vier Akteure, die das Derby prägten (v.l.): Florian Zahlten (sah später Gelb-Rot), die beiden starken Davensberger Mehdi Dirani und Marco Wahle sowie der unglückliche Unparteiische Thomas Nieswandt. Foto: flo

Davaria Davensberg hat das A-Liga-Nachbarschaftsduell gegen den TuS Ascheberg mit 3:1 (2:1) gewonnen. Hauptdarsteller war aber nicht der dreifache Torschütze Rassam Hassanzadeh Ashrafi, sondern Thomas Nieswandt. In den Schlussminuten entglitt dem Referee, der schon vorher einige kuriose Entscheidungen getroffen hatte, die Spielleitung voll­ends. Drei Ascheberger mussten vorzeitig zum Duschen.

Derbyuntauglich war aber nicht der Unparteiische allein, wie Gäste-Coach Martin Ritz nach dem Match einräumte. Gerade in den ersten 45 Minuten hätten seine Schützlinge alle Tugenden vermissen lassen, die in so einem Gemeindetreffen gefragt sind: „Wir haben vor der Pause praktisch keinen Zweikampf gewonnen.“ Was sich gegen eine ballgewandte Elf wie die der Hausherren zwangsläufig rächte: Beim 1:1 (17.) kam Hassanzadeh Ashrafi, bedient von Mehdi Dirani, völlig unbedrängt zum Abschluss. Beim 2:1 – vorher hatte TuS-Schlussmann David Stüdemann Marco Wahles Schuss nach vorn abklatschen lassen – stand Davensbergs Goalgetter erneut goldrichtig.

TuS-Führung währt nicht lange

Die Gegentore ärgerten Ritz umso mehr, da seine Elf ja nach Florian Zahltens langem Ball auf Dennis Heinrich in Führung gegangen war (7.). „Da darf ich doch von meinen Spielern erwarten, dass sie anschließend vernünftig verteidigen“, zürnte Aschebergs Coach.

Dass seine Elf zu Beginn des zweiten Abschnitts am Drücker war – die dickste Gelegenheit vergab Dustin Hölscher, der aus zwei Metern das leere Tor nicht traf – machte die Sache aus Sicht des Gästetrainers nur unwesentlich besser: „Wir haben ja nicht auf einmal toll Fußball gespielt. Nein, der Gegner hat stark nachgelassen.“

Drei Platzverweise

Tatsächlich gab es einen Bruch im Spiel der Hausherren, nachdem Marco Wahle, Davensbergs Bester, verletzt runter musste. „Das Loch im Mittelfeld haben wir danach nicht geschlossen bekommen“, räumte der verletzte Spielertrainer der Davaren, Masen Mahmoud, ein, der sich dennoch über den „verdienten Sieg“ freute. Den machte in der 90. Minute, Hassanzadeh mit seinem dritten Treffer aus leicht abseitsverdächtiger Position klar. Zu viel für Hölscher (glatt Rot) und Zahlten (Gelb-Rot), beide beklagten sich lautstark über die Entscheidung des Schiedsrichters. Kurz zuvor hatte bereits Johannes Sandhowe wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte gesehen.

Davaria: Stilling – Ilgner, Nicosia, Merten, Kreuzberg – J. Raed, Wahle (55. Willocks) – Morsel, Lotfi, Dirani (76. M. Raed) – Hassanzadeh Ashrafi (90. Assad Pour). TuS: Stüdemann – Senne, Schöpe (68. Witthoff), Sandhowe, Heitbaum, Wiggermann (46. Laakmann) – Zahlten, Brumann (46. Hölscher) – Schwipp, Heubrock – Heinrich. Tore: 0:1 Heinrich (7.), 1:1/2:1/3:1 Hassanzadeh Ashrafi (17./41./90.). Rot: Hölscher (TuS/90.+2). Gelb-Rot: Sandhowe (TuS/90.), Zahlten (TuS/90.+2). Beste Spieler: Wahle, Dirani, Ha­ssanzadeh Ashrafi/keine.

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