Kreisliga A1 Münster: DJK im Kellerduell mit Eintracht Münster
Einer bleibt – einer muss gehen

Greven -

Wer hätte das vor einigen Monaten gedacht: Im letzten Saisonspiel der Saison kann die DJK den Klassenerhalt aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen. Ein Unentschieden gegen Eintracht Münster genügt, um am Ende einer mäßigen Saison doch noch zu jubeln.

Samstag, 25.05.2019, 12:00 Uhr
Noch einmal alles geben und mindestens einen Punkt holen – in diesem Falle spielen die DJK-Fußballer auch in der kommenden Saison in der Kreisliga A Foto: th

Immerhin – und das haben sich die Fußballer der DJK redlich verdient – der Rechenschieber kann morgen zu Hause bleiben. Die Konstellation vor dem Abstiegsgipfel gegen Eintracht Münster in der heimischen Emsaue ist so klar wie eindeutig. Gewinnt die Talmann-Elf ihr letztes Saisonspiel gegen den Vorletzten aus Münster oder holt zumindest ein Unentschieden, spielt sie auch in der kommenden Saison in der Kreisliga A. Nur bei einer Niederlage kommt es zu einem weiteren Entscheidungsspiel gegen Münster (siehe Infokasten), eine Relegation – wie im Vorfeld befürchtet – wird nicht gespielt.

„Zumindest in dieser Sache gibt es jetzt Klarheit. Wir haben es selbst in der Hand, am Sonntag den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Das haben wir uns hart erarbeitet und nun erreicht“, sagt Trainer Peter Talmann , der in seiner Funktion schon zum zweiten Mal in Folge auf ein Happy End hoffen darf.

Und auf das er vor ein paar Monaten eigentlich gar nicht mehr hoffen durfte, waren die Blau-Weißen im Winter doch noch sowas von mausetot – zumindest sportlich gesehen. Doch mit Talmann wurde eben dieses (Tal) überwunden, kontinuierlich ging es bergauf, am Ende winkt nun die Fortschreibung einer Erfolgsgeschichte.

Talmanns Credo ist dabei kein besonderer Griff in die Psycho-Trickkiste, sondern allenfalls eine gute Portion Selbstvertrauen, dass den DJK-Fußballern anfangs fehlte – und dass ihnen nun eingeimpft wurde. „Wir haben immer die Meinung vertreten, dass unsere Jungs eigentlich nichts Besonderes machen müssen. Es reicht schon aus, das vorhandene Potenzial abrufen, mehr nicht“, stellt Talmann – neben einigen taktischen Veränderungen – eine relativ schlichte Gleichung auf. Doch die hat bisher Erfolg und sorgt nun dafür, dass die Grevener mit einem Dreipunkte-Polster in das entscheidende Saisonfinale gehen. Im Kellergipfel gegen Eintracht Münster erwartet Talmann nun keine technischen Leckerbissen, sondern soliden Kreisliga-A-Fußball. „So ein Spiel kannst du nicht spielerisch lösen“, sagt der erfahrene Coach. „Du musst einfach auch mal dreckig und schmutzig gewinnen – fertig.“

In Sachen technischer und taktischer Fußball-Qualität sieht der Grevener sein Team im Vorteil, Eintracht Münster käme mehr über den Kampf. Da müsse seine Mannschaft nun bereit sein, dagegenzuhalten, um das große Ziel zu erreichen. Ansonsten hofft Peter Talmann, der nur auf den verletzten Jan Drees verzichten muss und dafür auf den wieder genesenen Bernd Block zählt, auf möglichst viele gut gelaunte Zuschauer, die die DJK unterstützen – und vielleicht nachher in den Genuss einer spontanen feuchtfröhlichen Emsauen-Nichtabstiegsparty kommen.  

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