Handball: Landesliga
Die Nerven liegen bei SW Havixbeck blank

Havixbeck -

Die Landesliga-Handballer von SW Havixbeck lagen Mitte der zweiten Halbzeit gegen den TV Werther scheinbar beruhigend in Führung. Doch dann kippte die Partie...

Sonntag, 17.02.2019, 20:24 Uhr
Als Havixbecks Max Beumer (l.) in Manndeckung genommen wurde, kippte die Partie. Foto: Marco Steinbrenner

Zwölf Minuten sind in der Handball-Landesliga zwischen Schwarz-Weiß Havixbeck und dem TV Werther noch zu spielen. Die Schützlinge von Trainer Tom Langhoff liegen mit 24:20 in Führung. Die Fans auf der Tribüne der Baumberge-Sporthalle spenden frenetischen Beifall. Johannes Beumer, Max Beumer und Kapitän Frederick Leusmann bejubeln ihre Treffer lautstark und gestenreich. Keine Viertelstunde später sitzen die Schwarz-Weißen tief enttäuscht auf der Bank und starren ins Leere. Nur wenige Meter entfernt tanzen die Gäste im Kreis und skandieren „Auswärtssieg, Auswärtssieg“.

Was war passiert? Die Gastgeber gaben einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand und verpassten es, zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt daheim zu behalten. Mit 26:28 (12:13) unterlag die Langhoff-Sieben und wartet nun schon seit fünf Begegnungen auf einen Punkt. In der Tabelle bedeutet die 13. Saisonniederlage auch nach dem 17. Spieltag den vorletzten Tabellenplatz.

„Die Mannschaft ist total nervös geworden“, beobachtete der SWH-Coach von der Seitenlinie und stellte fest, „dass es die Jungs nicht geschafft haben, die Anspannung in positive Energie umzusetzen“.

Eine taktische Umstellung der Ostwestfalen reichte schon, um das Havixbecker Team aus dem Konzept zu bringen. Max Beumer wurde von Julian Hoffmann in Manndeckung genommen und konnte nicht mehr seine Torgefahr wie noch zuvor mit einbringen. Doch nur daran lag es nach Beobachtungen von Tom Langhoff nicht allein. „Wir haben drei, vier, fünf falsche Entscheidungen getroffen.“

In der Schlussphase gelang es den Gastgebern beim 24:25-Rückstand nicht mehr, die Partie zu drehen. Ein Siebenmeter wurde verworfen. Anschließend folgten zwei technische Fehler – das Spiel war gelaufen. „Die Jungs waren müde. Der letzte Biss in der Deckung hat ebenso gefehlt wie die Ruhe im Angriff“, so Langhoff. Außerdem blieb das notwendige Quäntchen Glück aus, das die Schwarz-Weißen dringend benötigen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Am nächsten Samstag (23. Februar) steht das Gastspiel beim Tabellensechsten TV Friesen Telgte auf dem Programm. Das Hinspiel wurde mit 28:27 gewonnen. Vielleicht ein gutes Omen, um auswärts den ersten Sieg zu landen.

SW Havixbeck : Wittenberg, Cassens – Wiesner (8), M. Beumer (6), J. Beumer (4), Leusmann (4), Steens (2), C. Mühlenkamp (1), Brinkgerd (1), Schmidt, Lepke, Frieling, L. Stumpe

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