Handball: Landesliga
SW Havixbeck vor dem Abstieg

Havixbeck -

Den Handballern von Schwarz-Weiß Havixbeck bleibt wohl nur noch ein Fünkchen Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz einer starken Leistung reichte es für das Team von Trainer Tom Langhoff nicht im Nachholspiel beim TV Verl.

Sonntag, 14.04.2019, 18:02 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 16:32 Uhr
Jonas Lügering (Mitte), der hier Telgtes Johannes Große-Schulte festmacht, und Mario Lepke waren mit SW Havixbeck am Wochenende zweifach im Einsatz. Der Ertrag war trotz großen Bemühens gering. Foto: Aumüller

Die Chancen, dass in der Baumberge-Sporthalle auch in der Saison 2019/20 Landesliga-Handball zu sehen sein wird, werden immer geringer. „Wir haben eines unserer besseren Spiele gemacht und trotzdem nichts holen können“, bilanzierte Tom Langhoff , Männer-Trainer von SW Havixbeck , nach der 29:30 (13:18)-Auswärtsniederlage im Nachholspiel beim Tabellenvierten TV Verl .

Drei Begegnungen sind noch auszutragen. Der Rückstand auf den rettenden zwölften Platz beträgt fünf Punkte. Sollte die Langhoff-Sieben im nächsten Spiel am 28. April daheim gegen den Zweiten TuS Brockhagen nicht gewinnen, würde es nach zwei Jahren wieder zurück in die Bezirksliga gehen und die beiden dann noch ausstehenden Partien beim SC Münster 08 (4. Mai) und gegen die SpVg. Hesselteich (11. Mai) hätten nur noch statistischen Wert.

„Die Saison hat gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft eine Chance haben. Wir wollen noch drei vernünftige Spiele abliefern. Das sind wir unseren zahlreichen Fans einfach schuldig“, stellte Langhoff klar. Eine Trainingspause gibt es in den Osterferien nicht.

Bereits vor der Partie in Ostwestfalen musste der SWH-Coach mit einer Hiobsbotschaft fertig werden. Für Max Beumer ist die Saison vorzeitig beendet. Beim Rückraumspieler wurde im Rahmen einer MRT-Untersuchung ein Ermüdungsbruch festgestellt, mit dem das Havixbecker Eigengewächs bereits in den fünf Wochen zuvor noch auf der Platte gestanden hatte.

Im rechten Rückraum kam stattdessen Jesse Frieling überwiegend zum Einsatz. Der Linkshänder rechtfertigte das Vertrauen mit einer erstklassigen Leistung und insgesamt zwölf Treffern. „Das war ein sehr starker Auftritt. Jesse hat ein tolles Spiel gemacht und sich immer wieder in Eins-gegen-Eins-Situationen erfolgreich durchsetzen können“, beobachtete Tom Langhoff.

Doch trotzdem reichte es nicht zum ersten Auswärtserfolg der Saison. Und das hatte mehrere Gründe. Wie schon zuletzt fehlte im Angriffsspiel der Schwarz-Weißen häufig die letzte Konsequenz im Abschluss. „Außerdem konnten wir die Konzentration in der Deckung nicht immer hoch halten.“ Diese Schwächen nutzte der Verbandsliga-Absteiger gnadenlos aus und sorgte bereits in der ersten Halbzeit für die Vorentscheidung. Nach einem guten Start der Gäste und einer 3:2-Führung nach acht Minuten drehten die Hausherren das Spiel innerhalb von nur fünf Minuten und lagen ihrerseits mit 8:4 in Front. Auch wenn die Niederlage „nur“ mit einem Tor Unterschied sehr knapp ausfiel, bestanden am Ende keine Chancen mehr, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Trotz der 18. Saisonniederlage hielt sich die Enttäuschung bei Tom Langhoff in Grenzen. „Wenn wir mit dieser Einstellung in der ganzen Saison aufgetreten wären, würden wir jetzt nicht auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen.“

SW Havixbeck: Wittenberg – Frieling (12), J. Beumer (5), Leusmann (4), C. Mühlenkamp (3), Schmidt (2), Steens (2), Lügering (1), Brinkgerd, Wiesner, Lepke

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