Reiten: K+K-Cup
Michael Hagemann zieht die richtigen Schlüsse und gewinnt die Youngster-Tour

Münster -

Die Konkurrenz war groß und bärenstark. Doch das störte Michael Hagemann im Finale der Youngster-Tour wenig. Im Stechen glückte ihm mit Blissfully Yours ein super Ritt, der zum Sieg reichte. Auch weil Philipp Schulze Topphoff ganz spät Pech hatte.

Samstag, 12.01.2019, 22:42 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 20:14 Uhr
Michael Hagemann war im Sattel von Blissfully Yours der strahlende Sieger im Finale der Youngster-Tour. Foto: Jürgen Peperhowe

Die beiden Qualifikationen zum Finale der Youngster-Tour hatte Philipp Schulze Topphoff am Freitag mit Carlotta gewonnen und war damit in den Kreis der Favoriten geritten. Und dieser Rolle wurde der 20-jährige Springreiter des RV Roxel auch in der Entscheidung am Samstagabend gerecht, nach dem fehlerfreien Umlauf bot er den Zuschauern ein fulminantes Stechen – bis zum letzten Hindernis, als am abschließenden Steilsprung die vordere Stange aus der Halterung rollte. Die Zeit von genau 31 Sekunden war die beste, die vier Strafpunkte aber bedeuteten letztlich den zehnten Platz mit der siebenjährigen Stute. Der Sieg aber blieb dennoch in der Region, Michael Hagemann vom ZRFV Appelhülsen war mit Blissfully Yours (31,75 Sekunden) der strahlende Erste.

Auf der Leinwand hatte er den Ritt des vor ihm startenden Markus Renzel mit C-Steffra beobachtet und offensichtlich die richtigen Schlüsse daraus gezogen. „Ich wusste, dass ich, wenn ich die Wendungen gut erwische, eine Chance habe. Das es dann reichte, freut mich sehr. Denn es kamen ja noch schnelle Reiter nach mir“, sagte Hagemann mit Blick auf Schulze Topphoff oder auch Felix Haßmann, der mit Cylana schließlich am Freitag in den Prüfungen für die achtjährigen Pferde Erster und Zweiter war. Doch es reichte für Hagemann, auch weil ihm seine achtjährige Stute „beim vorletzten Sprung geholfen“ hat. „Wir sind in den letzten anderthalb Jahren sehr gut zusammengewachsen“, sagte Hagemann nach dem fünften gemeinsamen Sieg in einem S-Springen. „Davon sind mir allerdings auch zwei zugefallen“, meinte Hagemann mit einem Schmunzeln.

Dies braucht er von seinem Sieg vor Klaus Otte-Wiese (RV Hellefeld) mit Las Vegas (32,60 Sekunden) und Renzel (33,09) nicht zu behaupten. Wer sich in einer so starken Konkurrenz mit 18 (!) Stechpaaren durchsetzt, ist der verdiente Sieger. Auch wenn sein Glück das Pech von Philipp Schulze Topphoff war.

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