Fußball: 3. Liga
Schulze: „Eine bodenlose Frechheit von uns“

Lotte -

Erst offensiv harmlos, dann noch zunehmend abwehrschwach und in Rückstand zu wenig Gegenwehr: Wie ein Abstiegskandidat präsentierte sich der Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte beim 0:3 (0:1) als Gast der Spvg. Unterhaching. Zu allem Überfluss handelten sich die Lotter auch noch vier Ein-Spiel-Sperren ein.

Sonntag, 25.02.2018, 17:02 Uhr

Wie schon gegen Osnabrück gab es auch am Samstag in Unterhaching enttäuschte Gesichter bei Lottes Mats Facklam (links) und Moritz Heyer..
Wie schon gegen Osnabrück gab es auch am Samstag in Unterhaching enttäuschte Gesichter bei Lottes Mats Facklam (links) und Moritz Heyer.. Foto: Mrugalla

Lottes Rechtsverteidiger Michael Schulze , noch einer der deutlich bemühteren Lotter am Samstagnachmittag, brachte den Lotter Auftritt nach der zweithöchsten Saisonniederlage auf den Punkt: „In den ersten 30 Minuten war nicht viel los, weil beide Teams harmlos waren. Wie wir die Tore bekommen und dann in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, war eine bodenlose Frechheit von uns.“

In der Tat genügte den Hachingern eine mittelmäßige Vorstellung, um den ersten Sieg nach der Jahreswende zu landen. Auch das Spiel der Gastgeber war in der ersten guten halben Stunde von zahlreichen Ungenauigkeiten im Passspiel und vielen kleinen Foulspielen geprägt. Bei den Sportfreunden war der zehnminütige Anfangsschwung schnell abgeebbt.

Lotte musste sich nach 40 Spielminuten bei David Buchholz bedanken, der für den degradierten Benedikt Fernandez zwischen die Pfosten gerückt war. Auf Vorlage des omnipräsenten Stürmers Sascha Bigalke war Linksaußen Finn Porath in den Strafraum gezogen und von Innenverteidiger Matthias Rahn gefoult worden. Hachings Torjäger Stephan Hain scheiterte erst vom Elfmeterpunkt und dann auch im Nachschuss am 33-Jährigen, ehe Schulze beherzt endgültig klärte.

Doch die Lotter Freude währte nur kurz. Eine weitere Flanke von Bigalke konnte der von Porath bedrängte Buchholz, der auch später nicht immer sicher wirkte, außerhalb des Fünfmeterraumes nicht festhalten. Innenverteidiger Adam Straith klärte nur halbherzig – und Jim-Patrick Müller hatte ein Leichtes, diesmal zur 1:0-Führung (42.) einzuschießen. „Wären wir mit einem 0:0 in die Pause gegangen, wären die Hachinger Köpfe nach unten gegangen. So haben wir uns in der Halbzeit gesagt: Wir wollen aufstehen und noch etwas mitnehmen“, erklärte SFL-Trainer Andreas Golombek später: „Doch dann hat es nur ein paar Minuten gedauert bis zum 0:2.“

Auch diesem ging ein schwerer SFL-Fehler voraus. Der junge Stürmer Mats Facklam, erstmals in der Startelf der Sportfreunde, verlor 30 Meter vor dem eigenen Tor im Aufbau den Ball an Hachings starkem Innenverteidiger Christoph Greger. Dieser zog an und spielte rechts raus auf Müller, der am zweiten Pfosten Torjäger Hain sah. Nach einem Querpass durch den Strafraum erhöhte Hain unbedrängt (52.).

Nach einem Freistoß sorgte Haching acht Minuten später für die Entscheidung. Diesmal war Hain der Vorlagengeber für Torschütze Greger. Auch hier wirkte Lottes Defensive unsortiert und unkonzentriert. Lotte hatte sich längst dem Schicksal ergeben und war mit dem 0:3 letztlich noch gut bedient.

Ärgerlich war die Ampelkarte in den Schlussminuten gegen Rahn, der dem eingewechselten Stefan Schimmer in die Hacken rannte. Rahn ist der vierte Spieler, der den Sportfreunden am Freitag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC gesperrt ist: Moritz Heyer sah in Haching die zehnte Gelbe Karte, Schulze und der bemühte Kevin Pires-Rodrigues jeweils die fünfte. „Jetzt haben wir auch noch Personalsorgen“, stöhnte Golombek nach dem Spiel.

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