Fußball: 3. Liga
Sportfreunde Lotte rutschen nach 0:1 gegen Eintracht Braunschweig ab

Lotte -

Das hatten sich die Sportfreunde Lotte anders vorgestellt. Nach nur einem Punkt aus der Englischen Woche wollten sie gegen Eintracht Braunschweig zur Trendwende ansetzen. Die 0:1-Niederlage reißt Lotte jedoch mehr denn je in den Abstiegsstrudel.

Sonntag, 24.03.2019, 20:48 Uhr aktualisiert: 24.03.2019, 20:50 Uhr
Das Bild täuscht: Die Sportfreunde um Sinan Karweina setzen nicht zum Höhenflug an, sondern wurden am Sonntag von Eintracht Braunschweig endgültig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Foto: Frank Diederich

Plötzlich sind es nur noch zwei. Ganz zwei Punkte trennen die Sportfreunde Lotte nur noch vom ersten Abstiegsplatz der 3. Liga. „Ich habe immer gesagt, dass es ein Kampf bis zum letzten Spieltag wird“, betonte SFL-Trainer Nils Drube in der Pressekonferenz nach dem Spiel am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig . Damit hat der Coach unweigerlich Recht. Fraglich ist allerdings, ob die Blau-Weißen diesen Kampf werden bestehen können. Mit einer Leistung wie am Sonntag gewiss nicht. Kämpferisch konnte man den Hausherren keinen Vorwurf machen, bei der 0:1-Niederlage gegen die Löwen erspielten sich die Hausherren binnen 90 Minuten aber nicht eine zwingende Torchance.

Auch eine zehnminütige numerische Überlegenheit nutzte Lotte nicht. Nach einem Fehler von Steffen Nkansch tauchte Jaroslaw Lindner frei am Strafraum auf, wurde aber vom Braunschweiger Innenverteidiger gelegt. Klare Sache, Rote Karte. Wenig später sah jedoch auch Patterson Chato nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Damit fehlt er am 1. April im Derby beim VfL Osnabrück.

SF Lotte - Eintracht Braunschweig 0:1

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  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
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  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
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  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
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  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
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  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
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  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich
  • Die Sportfreunde Lotte mussten sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Foto: Mrugalla, Diederich

Den Sportfreunden fehlte es auf allerdings holprigem Untergrund an der

Der Lotter in Reihen von Eintracht Braunschweig: Niko Kijewski aus Büren

Der Lotter in Reihen von Eintracht Braunschweig: Niko Kijewski aus Büren Foto: Mrugall

Passgenauigkeit. So kamen sie kaum einmal gefährlich in die Box. Für halbwegs Gefahr sorgten sie allenthalben durch Standardsituationen. Doch auch die waren mitunter schlecht getimt. „Das ist sehr, sehr bitter“, fasste Kapitän Adam Straith zusammen. „Wir haben uns zu Beginn schwer getan, waren dann ganz gut drin im Spiel. Aber wie in den letzten Wochen mussten wir wieder eine entscheidende Szene gegen uns hinnehmen.“

Die entscheidende Szene war ein berechtigter Foulelfmeter für Braunschweig in der 48. Minute. An der Strafraumgrenze ließ sich Alexander Langlitz zu einem überflüssigen Foul an Niko Kijewski hinreißen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marc Pfitzner sicher zum entscheidenden 1:0.

Kijewski dürfte am Ende der einzige glückliche Lotter gewesen. Der Linksverteidiger der Braunschweiger ist in Büren aufgewachsen, hat beim damaligen VfL das Fußball-ABC gelernt und kam über den VfL Osnabrück zu den Braunschweigern. „Der Sieg ist verdient“, meinte Kijewski, der am Donnerstag 23 Jahre wird. „Es war für mich schon ein besonderes Spiel, da ich ja nur wenige Kilometer vom Stadion aufgewachsen bin, meine Eltern noch hier wohnen und viele Freunde im Stadion waren. Gerne hätte ich natürlich ein Tor erzielt, aber so ist es auch in Ordnung. In einem wirklich kampfbetonten Spiel haben wir bestanden.“

Mit drei Umstellungen legten die Sportfreunde los. Der wieder genesene Lars Dietz spielte für den gesperrten Matthias Rahn in der Innenverteidigung, Sascha Härtel für Jeron Al-Hazaimeh links in der Viererkette und Jaroslaw Lindner, der laut Nils Drube eine überragende Trainingswoche hinter sich hat, auf dem Flügel für Mx Oesterhelweg. Die Sportfreunde fanden nur schwer in die Partie. Nach Chancen von Robin Becker und Niko Kijewski, die jeweils SFL-Keeper Steve Kroll zunichte machte (6.), und einem Schuss von Manuel Janzer (18.), der das Lotter Gehäuse um Zentimeter verfehlte, hätten die Sportfreunde gut und gerne zurückliegen können. Mit zunehmender Dauer bissen sie sich zwar in die Partie hinein und übernahmen die Spielkontrolle, zu Chancen kamen sie aber nicht. Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Nach dem 0:1-Rückstand machten die Hausherren zwar mehr Druck und kamen insbesondere nach den beiden Platzverweisen häufiger in die Box, Braunschweig verteidigte aber gut und ließ nicht mehr wirklich etwas zu.

„Dabei stimmte unsere Einstellung, wir haben auch viele Dinge umgesetzt, die die Trainer vorgegeben haben“, erklärte Steve Kroll. „Aber wir hatten einfach das Glück nicht auf unserer Seite.“ Sich selbst und der Mannschaft Mut mach Lars Dietz: „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, das ist richtig. Aber wir haben das Zeug, den Klassenerhalt zu schaffen. Und da bin ich ganz zuversichtlich.“

SF Lotte : Kroll - Langlitz, Dietz (68. Wendel), Straith, Härtel - Karweina, Schulze, Chato, Lindner (78.Oesterhelweg) - Jovic (68. Drinkuth), Wegkamp.

Eintracht Braunschweig : Fejzic - Kessel, Nkansch, Becker, Kijewski - Nehring, Fürstner, Pfitzner (69. Memnz) - Bär (Otto), Hofmann, Janzer . (81. Feigenspann).

Tore: 0:1 (49., Pfitzner, FE). - Schiedsrichter : Steffen Brütting (Effeltrich) - Gelbe Karten : Pfitzner, Kessel. Rot : Nkansah (61., Notbremse). - Gelb-Rot : Chato (70., wiederholtes Foulspiel) - Zuschauer: 3776 (1738 Aus Braunschweig).

Trainerstimmen:

Andre Schubert (Eintracht Braunschweig): „Es war ein hart erkämpfter Sieg. Wir sind gut reingekommen, obwohl es auf dem Platz nicht ganz einfach war, weil einige Bälle versprungen sind. Wir hatten in den ersten 20 Minuten gleich einige gute Möglichkeiten. Dann kam Lotte besser auf. In der Halbzeit haben wir besprochen, dass wir nicht zu passiv werden wollen. Der Elfmeter kam uns entgegen. Mit dem 1:0 haben wir uns dann leichter getan. Vor der Roten Karte müssen wir den Ball natürlich besser klären. Danach haben wir alles versucht, den Vorsprung zu verteidigen. Aber es war ein schwer erkämpfter Sieg. Lotte hat nie aufgegeben.“

Nils Drube (SF Lotte): „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie letzten zehn Tage nicht spurlos an der Mannschaft vorbei gegangen sind. Aber die Jungs haben sich ins Spiel reingekämpft und hatten dann Vorteile. Das 0:0 zur Pause war in Ordnung. Dann bekommen wir nach Wiederanpfiff mit dem Elfmeter einen Nackenschlag wie schon so häufig in der Vergangenheit. Es war danach dennoch einiges drin für uns, müssen die Niederlage aber jetzt akzeptieren und nach vorne schauen.“

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