Fußball: 2. Bundesliga
VfL Osnabrück in Nürnberg lange auf Augenhöhe

Osnabrück -

Hat der VfL Osnabrück drei weitere Verletzte zu beklagen? Nach dem Spiel beim 1. FC Nürnberg am Sonntag (0:1) sieht es fast danach aus. Torwart Nils Körber sowie die Innenverteidiger Lukas Gugganig und Joost van Aken mussten verletzt ausgewechselt werden.

Montag, 26.08.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 18:25 Uhr
Torhüter Nils Körber (Mitte) verließ, gestützt von den VfL-Physiotherapeuten Günter Schröder (links) und Lennart Bartling, das Feld. Foto: dpa

Die gute Nachricht: Das angeschlagene Trio konnte wenigstens die Rückreise im Bus nach Osnabrück antreten.

Körber hatte sich bei einer Glanztat kurz vor dem Halbzeitpfiff am rechten Hüftbeuger verletzt und nicht wie zunächst gedacht am Knie. Er musste stark humpelnd und gestützt von Physiotherapeut Günter Schröder das Spielfeld verlassen. Der Keeper konnte nach dem Schlusspfiff zumindest wieder ohne Hilfe laufen. Lukas Gugganig hatte in der ersten Halbzeit nach einem Zweikampf mit Michael Frey einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen – und musste nach der Pause in der Kabine bleiben. Bei beiden soll nun eine MRT-Untersuchung ergeben, wie schwerwiegend die Verletzungen sind.

Joost van Aken hatte nach einem Zweikampf in der Schlussphase über Übelkeit und Schwindelgefühle geklagt. Erste Diagnose: Verdacht auf Gehirnerschütterung. Nach Rücksprache mit einem Arzt der Nürnberger habe der Niederländer aber die Busreise antreten können, teilte VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes anschließend mit. Auch im Falle des Niederländers müsse abgewartet werden, inwieweit er möglicherweise einige Tage länger ausfällt.

Durch die defensiven Spielerwechsel waren Trainer Daniel Thioune die Hände gebunden. Gerne hätte er auch im vorderen Bereich Änderungen vorgenommen. Wer weiß, vielleicht hätte Marcos Álvarez mit seiner Schlitzohrigkeit noch für den Lucky Punch gesorgt. Auch Benjamin Girth und Kevin Friesenbichler schmorten erneut auf der Bank. Ebenfalls zwei Angreifer mit Lucky-Punch-Fähigkeiten. Kapitän Marc Heider bestätigt das: „Es war ein sehr intensives und kräfteraubendes Spiel. Durch die Verletzungen nachher hatten wir das Problem, dass wir nicht auf den Positionen wechseln konnten, auf denen wir mehr Frische gebraucht hätten.“

15:1 Ecken – deutlicher Vorteil Nürnberg. 16:7 Torschüsse – deutlicher Vorteil Nürnberg. Wer nur auf diese beiden statistischen Werte zum Spiel des VfL Osnabrück beim 1. FC Nürnberg schaut, kommt uneingeschränkt zu dem Ergebnis, dass der 1:0-Sieg der Franken verdient war. Das sieht auch Daniel Thioune so, schränkt aber ein: „Klar geht das Ergebnis insgesamt in Ordnung. Hinten raus war es vielleicht aber doch eine unglückliche Niederlage, weil wir es geschafft haben, lange Zeit auf Augenhöhe zu agieren. Unterm Strich herrscht ein bisschen Ernüchterung und Enttäuschung – aber wir wissen, wo wir herkommen.

Dass der „Club“ auch über weite Strecken die optische Überlegenheit für sich beanspruchte, lässt noch einmal das Pendel zum verdienten Erfolg ausschlagen. Trotzdem war dieser 1. FC Nürnberg verwundbar. In puncto Ballbesitz und Passquote lag der VfL auf Augenhöhe mit dem Bundesliga-Absteiger. Bei den gewonnenen Zweikämpfen hatte das Team von Trainer Daniel Thioune sogar die Nase vorn. Will heißen: Wer nur diese weiteren Werte betrachtet, kann auch zu dem Resultat kommen, dass ein Unentschieden möglich war. Mit einer ähnlichen Leistung sollte zumindest am kommenden Sonntag daheim gegen den Karlsruher SC einiges möglich sein.

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