Fußball: 2. Bundesliga
VfL Osnabrück beklagt gegen Karlsruhe sechs Ausfälle

Osnabrück -

Sie haben sich bereits einige heiße Duelle in der Vergangenheit gefeiert, der VfL Osnabrück und der Karlsruher SC. Am Sonntag stehen sie sich an der Bremer Brücke wieder gegenüber. Die Bilanz spricht (noch) für den KSC. Die will der VfL aber umkehren.

Freitag, 30.08.2019, 00:00 Uhr
Etienne Amenyido könnte nach Felix Agu und Anas Ouahim der nächste Nationalspieler des VfL werden. U21-Bundestrainer Stefan Kuntz hat ihn auf dem Zettel. Foto: Tobias Mönninghoff

Wenn der VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr, Bremer Brücke) den Karlsruher SC empfängt, wird Cheftrainer Daniel Thioune ohne seinen etatmßigen Torhüter Nils Körber auskommen müssen. „Es zeichnet sich ab, dass er ausfällt“, sagte Thioune. Der Keeper habe nach seiner am vergangenen Sonntag in Nürnberg erlittenen Beckenprellung noch nicht wieder trainieren können. „Also wird Philipp Kühn wieder im Tor stehen“, so der VfL-Coach.

Dass Lukas Gugganig nach dem Riss zweier Außenbänder auch nicht gegen den KSC auflaufen wird, war schon seit Anfang der Woche klar. Im Lauftraining befinden sich wieder Bryan Henning und Bashkim Ajdini. Für Sonntag sind beide aber noch keine Alternative. Damit fallen sechs potenzielle Stammspieler aus. Dagegen zeichnet sich ab, dass Joost van Aken nach seinen Kreislaufproblemen im Spiel gegen Nürnberg wieder zur Verfügung steht, was Daniel Thioune sehr wohlwollend aufgenommen hat.

Der Coach freut sich auch über die Nationalmannschaftsnominierungen von Felix Agu (deutsche U21) und Anas Ouahim (Marokkos U23). U-21-Trainer Stefan Kuntz habe ihm übrigens in einem Telefonat signalisiert, dass auch Etienne Amenyido möglicherweise in der nächsten Länderspielpause auch für die U21 berücksichtigt werde.

Gegen Karlsruhe will der VfL trotz der Personalsorgen an die zurückliegenden Heimauftritte anknüpfen. Die Bilanz gegen die Badener spricht allerdings nicht für Lila-Weiß. In den vergangenen zehn Spielen hat der VfL nicht mehr gewonnen. In vier Zweitliga- und sechs Drittligapartien gab es fünf Unentschieden bei fünf Niederlagen. In der vergangenen Saison verlor der VfL gegen den KSC gar beide Begegnungen, was die Badener zu einer Art Angstgegner macht. Diese Bilanz interessiert Thioune aber nicht im geringsten.

Mit einigen Sorgen gehen die Gäste in die Partie. Zwar kann Trainer Aloys Schwarz fast seine Bestformation ins Rennen schicken, in der Abwehr hat er aber noch nicht die richtige Balance gefunden. Das unterstreichen die neun Gegentore bisher. Vor allem das Zustandekommen der Gegentreffer nervt Schwarz. Obwohl er zuletzt drei Mal in Serie mit der gleichen Startelf begonnen hat, denkt Schwarz für morgen über gleich mehrere Änderungen nach. „Wir haben nach vier Spieltagen neun Tore auf dem Konto, aber auch neun Tore fressen müssen und das ist für unsere Verhältnisse zu viel, da müssen wir den Hebel anlegen“, sagt der 52-Jährige.

Gesetzt sein dürfte auf der linken Außenbahn der ehemalige Lotter Spieler Marc Lorenz. Und er freut sich, kehrt er als gebürtiger Münsteraner doch quasi in seine Heimat zurück: „Da werden sicherlich einige kommen und sich das Spiel anschauen.“

Die Bremer Brücke wird wieder gut besucht sein. Der VfL rechnet mit mehr als 13 500 Zuschauern. Der Affenfelsen ist seit Tagen ausverkauft. Sollte die Stimmung ähnlich überschwappen wie vor zwei Wochen gegen Darmstadt, ist alles möglich, dann kann sich die Mannschaft auch in einen ähnlichen Rausch spielen wie beim 4:0 an jenem Montagabend. Daniel Thioune weiß aber auch, dass die Mannschaft in der Bringschuld ist und für die Initialzündung sorgen muss.

Dafür muss er wegen der Ausfälle seine Elf wieder umbauen. Für Lukas Gugganing dürfte Adam Susac wieder in die erste Elf rücken. Er neige zu weiteren Änderungen, deutete er in der Pressekonferenz am Freitag an. Weiter wollte er seinen angedachten Matchplan aber nicht teilen.

So könnten sie spielen:

VfL Osnabrück: Kühn - Heyer, Susac, van aken - Agu, U. Taffertshofer, Blacha, Wolze - Amenyido, Ouahim - Heider

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Fröde, Wanitzek - Grozurek, M. Lorenz - P. Hofmann, Pourié

Anstoß: Sonntag, 1. September (13.30 Uhr, Bremer Brücke)

Schiedsrichter: Michael Bacher (Amerang-Kirchensur))

Nächstes VfL-Spie l: Sonntag, 15. September (13.30 Uhr, Erzgebirgestadion) bei Erzgebirge Aue.

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