Fußball: 2. Bundesliga
3:0 gegen Karlsruhe: VfL Osnabrück feiert nächstes Fußballfest

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück darf erneut jubeln und klettert nach dem fünften Spieltag auf den dritten Rang der 2. Bundesliga. Mit 3:0 blieben die Lila-Weißen gegen Mitaufsteiger Karlsruher SC siegreich und feierten einen hochverdienten Sieg.

Sonntag, 01.09.2019, 00:00 Uhr
Bryan Henning (rechts), hier gegen Karlsruhes Marvin Pourie, feierte nach überstandenem Syndesmosebandriss ein gelungenes Saisondebüt. Foto: dpa

Der VfL Osnabrück lässt immer mehr den Worten Taten folgen. Hatte Trainer Daniel Thioune vor der Saison geäußert, in der 2. Bundesliga nicht irgendwie nur mitspielen, sondern sie auch bereichern zu wollen, setzt die Mannschaft derzeit genau das um. Nach dem 4:0 gegen Darmstadt zelebrierten die Lila-Weißen auch am Sonntag gegen den Karlsruher SC ein echtes Fußballfest und bezwangen die Badener mit 3:0 (1:0). Zweimal Marcos Alvarez , der in der Startelf stand, und Neuzugang Joost van Aken durften sich als Torschützen feiern lassen.

„Das war wieder überragend von uns“, meinte Doppeltorschütze Alvarez. „Wir hatten viele Ausfälle, haben aber gezeigt, dass wir fast jeden ersetzen können. Die Mannschaft funktioniert, und das ist wichtig. Das ich zweimal getroffen habe, freut mich natürlich auch.“

Zwar waren die Kombinationen nicht so flüssig wie gegen Darmstadt, zahlreiche Unterbrechungen unterbanden immer wieder den Spielfluss, der Sieg hatte sich aber schon früh im zweiten Durchgang angedeutet. Dabei war der KSC so etwas wie der Angstgegner des VfL. Keines der letzten zehn Spiele hatte der VfL gewinnen können. Am Sonntag gab es am verdienten Osnabrücker sieg, der sogar noch höher ausfallen können, nichts zu deuteln.

Wie schon so häufig in der Vergangenheit wartete Trainer Daniel Thioune mit einer Überraschung in der Startelf auf. Dass Philip Kühn für Nils Körber im Tor stehen würde, war klar. Etienne Amenyido fand sich auf der Bank wieder. Für ihn begann Marcos Alvarez. Dass auch Bryan Henning beginnen würde, damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Der Neuzugang von Wacker Innsbruck hatte sich in der Vorbereitung beim FCE Rheine einen Syndesmosebandriss zugezogen und war gerade erst wieder fit geworden.

Dass Thioune mit seiner Auswahl mal wieder richtig lag, zeigte sich nach 21 Minuten. Da sorgte ausgerechnet Alvarez nach Vorarbeit von Marc Heider und Kevin Wolze für das zu dem Zeitpunkt überraschende 1:0. Zuvor war der KSC eindeutig am Drücker gewesen und hatte durch Marc Lorenz per Direktabnahme eine gute Möglichkeit. In der ersten Viertelstunde hatte der VfL quasi gar nicht stattgefunden. Der wachte erst nach einem Pfostentreffer von Felix Agu nach Alvarez-Freistoß auf (17.). Und war dann richtig drin im Spiel. Es folgten weitere gute Chancen, von Ouahim, Heyer und Wolze.

Nach 45 umkämpften Minuten mit vielen Unterbrechungen und satten 20 Fouls lag der VfL damit zur Pause nicht unverdient vorne. Der KSC aber deutete an, dass er nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten wollte und sorgte bei schnellen Kontern immer wieder für Gefahr. Die neu formierte Osnabrücker Viererkette stand bis dahin aber sicher.

Das tat sie auch nach dem Seitenwechsel. Mit dem schnellen 2:0 durch einen verwandelten Strafstoß von Alvarez nach Foul an Ulrich Taffertshofer in der 48. Minute fand das VfL-Spiel die nötige Sicherheit. Obwohl die Gäste fortan mehr riskierten, verzeichneten sie lediglich eine zwingende Torchance nach einem Kopfball von Gordon, den Kühn klasse entschärfte.

Als der KSC dann alles auf eine Karte setzte, taten sich Kontermöglichkeiten für die Hausherren auf. Zweimal Marc Heider per Hacke und einen Shcuss an den Pfosten sowie Sebastian Klaas und Nico Granatowski, die beide ihr Saisondebüt gaben, hatten einen Treffer auf dem Schlappen. Zum 3:0 traf schließlich Joost van Aken per Kopf nach einem Wolze-Freistoß. Die Stimmung an der Bremer Brücke, die wieder von der ersten Minute an erstklassig war, fand ihren Höhepunkt.

VfL Osnabrück: Kühn - Agu (82. Granatowski), Heyer, van Aken, Wolze - Taffertshofer, Henning (85. Amenyido) - Álvarez (71. Klaas), Blacha, Ouahim - Heider.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach (74. Fink) - Wanitzek, Fröde, Camoglu (62. Grozurek), M. Lorenz - P. Hofmann, Pourié (63. Djuricin)

Tore: 1:0, 2:0 Alvarez (22., 48. FE), 3:0 van Aken (81.). - Schiedsrichter: Michael Bacher (28, Oberbayern). - Gelbe Karten: Henning, Wolze - Fröde, Lorenz, Pourié . - Zuschauer : 14 003..

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