Fußball: 2. Bundesliga
VfL-Coach Daniel Thioune vor Aue: „Es gibt vieles, was uns ähnelt“

Osnabrück -

Es sind nicht nur die Vereinsfarben Lila und Weiß, die die Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück und der FC Erzgebirge Aue gemein haben. „Sie spielen mutigen Fußball, aber arbeiten auch mit sehr viel Leidenschaft gegen den Ball. Es gibt Vieles, was uns ähnelt“, sagt VfL-Trainer Daniel Thioune vor dem Duell am Sonntag (13.30 Uhr) in Sachsen.

Freitag, 13.09.2019, 19:42 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 20:01 Uhr
Osnabrücks Felix Agu (links) könnte trotz Länderspiel-Strapazen in Aue am Sonntag von Beginn an auflaufen. Foto: Tobias Mönninghoff

Sein Team ist nach der Länderspielpause gut erholt. „Es hat gut getan, ein paar Tage abzuschalten“, sagt Moritz Heyer . Beim Halleschen FC war der Innenverteidiger in der vergangenen Drittliga-Saison gesetzt. Der Wechsel zum VfL und der Sprung in die 2. Bundesliga haben an seinem Stammspielerstatus nichts geändert. „Ich habe es mir erhofft, aber es gehört auch Glück dazu, dass es so läuft“, sagt Heyer.

Der 24-Jährige wachse von Woche zu Woche mit seinen Aufgaben, bescheinigte ihm sein Trainer jüngst. „Ich würde mich nicht beschweren, wenn es so weitergeht“, sagt Heyer, aber dafür „darf ich mich nicht ausruhen“.

Der erfahrene Joost van Aken, Aufstiegs-Stammkraft Adam Sušac und Thomas Konrad wollen ebenfalls spielen. Lukas Gugganig ist nach seinem Bänderriss noch kein Kandidat für Aue, aber seit Freitag auch wieder im Lauftraining.

Einen Freifahrtschein gibt es in der Defensive nicht. Überhaupt ist die Hierarchie flach. „Alle reden auf dem Platz, keiner nimmt sich da heraus. Jeder ist so ein bisschen Abwehrchef. Das klappt ganz gut“, sagt Heyer, der in verschiedenen Systemen schon unterschiedliche Positionen eingenommen hat.

„Jeder ist willkommen, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Thioune und freut sich über den Konkurrenzkampf, der auch rechts in der Abwehr neu entfacht ist: Felix Agu ist von der Länderspielreise mit der deutschen U21 zurück, Bashkim Ajdini hat seine langwierigen Adduktorenprobleme überstanden. „Er ist konditionell in einer guten Verfassung, hat muskulär gar keine Probleme und letztes Jahr eine gute Rolle gespielt“, sagt Thioune über Ajdini.

Sollte er das Training gut verkraften, darf sich Agu trotz Länderspiel-Strapazen genau wie Anas Ouahim nach der Rückkehr von Marokkos U23 Hoffnung auf einen Einsatz machen. „Es ist für beide möglich, auf dem Platz zu stehen. Gegen Karlsruhe haben sie ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Offensiv galt das für Marcos Álvarez. Zudem ist Mittelfeldspieler Niklas Schmidt nach seiner Innenbandzerrung im Knie wieder voll belastbar. „Es stehen einige schwere Entscheidungen an“, sagt Thioune und ist mit seiner Aufgabe nicht unglücklich: „Ein Trainer mag es, Entscheidungen zu treffen.“

Das gilt auch für sein Gegenüber Dirk Schuster, weshalb die Auer für Thioune schwer auszurechnen sind. „Wir fokussieren uns auf das, was wir am besten können: Unser Spiel und unser Spiel gegen den Ball“, sagt der VfL-Trainer, der lobt, „mit wie viel Qualität sie in Kiel gespielt haben, in Bielefeld haben sie sich nicht versteckt und gegen den VfB Stuttgart haben sie leidenschaftlich verteidigt“.

Beeindrucken lassen will er sich davon nicht, genauso wenig wie von der erwarteten Gangart. „Die Intensität wird sehr hoch sein. Darauf können sich alle meine Spieler einstellen“, sagt Thioune, „aber auch Aue darf sich gewiss sein, dass der VfL sehr intensiv spielen wird“. Die beiden lila-weißen Zweitligisten wollen sich am Sonntag in nichts nachstehen.

Erzgebirge Aue: Männel – Kalig, Mihojevic, Gonther, Rizzuto - Riese, Fandrich – Baumgart, Nazarov, Hochscheidt – Zulechner

VfL Osnabrück: Kühn - Agu, Heyer, van Aken, Wolze – Tafferstshofer – Álvarez, Blacha, Henning, Ouahim – Heider

Anstoß: Sonntag, 15. September (13.30 Uhr, Bremer Brücke)

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe)

Nächstes VfL-Spie l: Sonntag, 22. September (13.30 Uhr, Bremer Brücke) gegen FC St. Pauli

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