Fußball: 3. Liga
Kommentar: Matthias Maucksch – das könnte passen

Matthias Maucksch ist seit Donnerstag neuer Trainer der Sportfreunde Lotte. Er hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Ist er der richtige Mann? Ein Kommentar.

Freitag, 01.06.2018, 00:00 Uhr

Eines ist klar, und das wissen sie alle: Dieser Schuss muss sitzen. Eine erneute Fehleinschätzung in der Trainerpersonalie können und dürfen sich die Sportfreunde Lotte nicht erlauben. Nach der vergangenen „Chaos-Saison“, wie sie der Sportliche Leiter Manfred Wilke nannte, mit den vier Trainern Ismail Atalan, Oscar Corrochano, Marc Fascher und Andreas Golombek, muss unbedingt die Kontinuität wieder Einzug halten am Autobahnkreuz.

Deswegen wurde zuletzt fast jeder Stein auf links gedreht, nahezu alles hinterfragt. Mit den finanziellen Möglichkeiten anderer Clubs können die Sportfreunde nicht mithalten. Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss auf dem sportlichen Sektor besser und einfach intensiver gearbeitet werden. Genau das sei zuletzt nicht passiert, bemängelt Wilke und kehrte mit eisernem Besen.

Mit Matthias Maucksch wurde nun ein Trainer verpflichtet, der als akribischer, ehrlicher Arbeiter gilt und keinen Schlendrian duldet. „Wir sind überzeugt, dass es passen wird“, sagt Manfred Wilke. Im April nahm er erstmals Kontakt zum ehemaligen DDR-Nationalspieler auf, ließ ihn immer wieder beobachten und holte viele Informationen über den 48-Jährigen ein. Ein Schnellschuss war diese Verpflichtung gewiss nicht.

Maucksch weiß, dass er liefern muss und traut sich die Aufgabe auf dem Lotter Schleudersitz zu. Dabei posaunt er keine übertriebenen Saisonziele aus, sondern bleibt sich und seiner Linie treu: „Ich bin überzeugt, wer fleißig ist und bereit zu investieren, wird auch belohnt.“ Der erste Eindruck des 123-maligen Bundesliga-Spielers ist vielversprechend und man kommt nicht umhin zu sagen: Matthias Maucksch und die Sportfreunde Lotte – das könnte passen.

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