Fußball: 3. Liga
Sportfreunde Lotte können mit dem 1:1 in Jena leben

Lotte -

Sie ärgern sich schon, über den erneuten späten Gegentreffer, unter dem Strich können die Sportfreunde Lotte aber mit dem 1:1 am Mittwochabend bei Carl Zeiss Jena leben. gleichzeitig schicken sie eine Kampfansage den Gegner von Samstag, den 1. FC Kaiserslautern.

Donnerstag, 14.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 19:51 Uhr
Dicht beieinander lagen am Mittwoch Freud und Leid in Jena. Nach dem 1:0-Treffer freuten sich Tim Wendel (Nr. 3), Max Oesterhelweg und Adam Straith (Nr. 16, Foto links). Beim Abpfiff herrschte aufgrund des späten Ausgleichstreffers Tristesse bei Tim Wendel (von links), Michael Schulze und Jonas Hofmann (auf dem Boden sitzend). Foto: Mrugalla

Ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene? Nils Drube muss überlegen, um diese Gretchenfrage, die oft nach einem Unentschieden gestellt wird, zu beantworten. „Das 1:1 ist am Ende leistungsgerecht“, bemerkte der Trainer der Sportfreunde schließlich nach dem Remis seiner Elf am Mittwochabend beim FC Carl Zeiss Jena. Und doch war er nicht ganz zufrieden, zumal der Ausgleich erst kurz vor dem Abpfiff fiel. „Bei unseren Umschaltsituationen nach der Führung waren wir nicht mehr konsequent genug, haben unsere Angriffe nur halbherzig vorgetragen. So haben wir das 2:0 verpasst. Gelingt uns das, ist alles gelaufen.“

Jena-Trainer Lukas Kwasniok konnte dagegen mit dem Resultat ganz gut leben und verteilte ein Pauschallob: „Es ist phantastisch, mit welcher Leidenschaft, Galligkeit und Gier meine Mannschaft auftritt, und das wird bis zum letzten Spieltag so sein.“ Kwasniok hatte seiner Elf eine andere taktische Ausrichtung verpasst, als zuvor. Das hat Nils Drube ein wenig überrascht. „In 27 Spielen zuvor hat Jena nach spielerischen Lösungen gesucht, ist über Ballbesitz und Flachpässe gekommen. Am 28. Spieltag treten sie plötzlich ganz anders auf“, bemerkte der Lotter Coach mit leichtem Stolz in seiner Aussage: „Das spricht vielleicht auch für uns, dass sie plötzlich ihren Stil geändert haben.“ Tatsächlich, am Mittwoch operierte Jena vornehmlich mit langen Bällen. Dafür hatte der CZ-Coach eigens den kantigen Innenverteidiger Justin Gerlach in die Spitze beordert, um auf die zweiten Bälle zu gehen.

Damit hatten die Sportfreunde so ihre Probleme, wurde die vorderste Pressinglinie doch immer wieder leicht und schnell überspielt. Erst nach einer Umstellung vom 4-4-2 auf ein 4-1-4-1 nach einer guten halben Stunde lief es besser. So sah Nils Drube einige positive Aspekte. Die wichtigste Erkenntnis: Die Sportfreunde haben das negative Köln-Erlebnis am vergangenen Samstag gut verarbeitet und die richtige Reaktion gezeigt. Das meinte auch Kapitän Adam Straith, der wieder mit einem Kopfverband auflief: „Mit dem Punkt können wir leben. Wir hätten unsere Chancen besser ausspielen müssen. Dass das Gegentor wieder so spät fiel, ist aber ärgerlich.“ Dafür richtet er an den nächsten Gegner, dem 1. FC Kaiserslautern , der am Samstag ab 14 Uhr im Frimo-Stadion gastiert, eine Kampfansage: „Wir spielen zuhause, und dann werden wir abliefern.“

Ohnehin stehen den Sportfreunden in den nächsten Wochen hoch interessante Begegnungen bevor. Zunächst stehen die beiden Heimspiele gegen die ehemaligen Bundesligisten Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig an, ehe es zum VfL Osnabrück geht und schließlich der KFC Uerdingen in Lotte gastiert. Ein Hammer-Programm, das die Blau-Weißen am Samstag am liebsten mit einem Sieg einläuten würden.

Dann wieder dabei sein könnte Matthias Rahn, der in Jena wegen seines Bänderrisses in der Schulter passen musste. Dafür kam Thomas Blomeyer zum Zuge und erhielt ein Extra-Lob von Drube: „Er hast seinen ersten Startelfeinsatz seit über zehn Monaten gehabt. Er hat Zeit gebraucht, sich dann aber reingebissen in die Partie. Das war sehr ordentlich von ihm.“

Auf dem Sprung steht auch wieder Lars Dietz nach überstandenem Syndesmosebandriss. Er steht wieder im Mannschaftstraining, wird sein Comeback aber wohl erst gegen Braunschweig feiern.

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