Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück gegen Carl Zeiss Jena klar in der Favoritenrolle – trotz allem

Osnabrück -

Von der reinen Papierform her spricht einiges für Carl Zeiss Jena, sind die Thüringer doch so etwas wie der Angstgegner des VfL Osnabrück. Und doch sind die Lila-Weißen im Duell am Samstagnachmittag haushoher Favorit daheim gegen das auswärtsschwächste Team der Liga.

Freitag, 15.03.2019, 17:35 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 17:40 Uhr
Im vergangenen Jahr mussten sich Bashkim Ajdini und der VfL an der Brücke gegen Jena 1:2 geschlagen geben. Die Gesamtbilanz sieht ohnehin negativ aus für den VfL. Dennoch ist er heute haushoher Favorit. Foto: Mrugalla

Gewonnen hat im Mittelteil der Englischen Woche keine der beiden Mannschaften, unterschiedlicher könnte die Gemütslage beim VfL Osnabrück und FC Carl Zeiss Jena dennoch nicht sein. Während bei den Lila-Weißen eitel Sonnenschein herrscht, zumal sie durch das 0:0 bei Fortuna Köln die Tabellenführung noch ausgebaut haben, ist bei Carl Zeiss nach dem 1:1 am Mittwoch gegen die Sportfreunde Lotte Feuer unter dem Dach. Zudem müssen die Gäste bei ihrem Auftritt am Samstag ab 14 Uhr an der Bremer Brücke wohl auf die Unterstützung der eigenen Fans verzichten.

Die haben angekündigt, die Partie zu boykottieren, da es Ärger mit der Polizei und dem eigenen Verein gibt. Zudem sind die Anhänger nicht mit der sportlichen Entwicklung des Tabellenvorletzten einverstanden. Sie fordern den Rausschmiss von Trainer Lukas Kwasniok . Die Pressekonferenz nach dem Lotte-Spiel hatten sie lautstark gestört. Auch mit einigen Personalentscheidungen des Trainers sind sie nicht einverstanden, vor allem nicht mit der von Torhüter Raphael Koczor, den Kwasniok aus disziplinarischen Gründen suspendiert hat. Er fehlt auch heute. Passen muss zudem Dominic Volkmer. Der Verteidiger hat sich gegen Lotte einen Nasenbeinbruch zugezogen und wurde operiert.

Ob die Probleme der Thüringer die heutige Partie zugunsten der Osnabrücker beeinflussen könnten, sei dahin gestellt. In jedem Fall ist Carl Zeiss Jena so etwas wie der Angstgegner des VfL. In sechs Spielen an der Bremer Brücke gelang dem VfL bisher nur ein Sieg. Das war 2009. Auch das Hinspiel endete 0:0. Zudem dürfte die Ansetzung von Schiri Sven Jablonski kein gutes Omen sein. Der Bundesliga-Referee hat Osnabrück bisher vier Mal gepfiffen – keines dieser Spieler haben die Lila-Weißen gewonnen.

Und doch sind die Rollen eindeutig verteilt: Es trifft der Spitzenreiter auf den Vorletzten, die heimstärkste Mannschaft auf die auswärtsschwächste, der drittbeste Angriff auf die schwächste Abwehr der Liga.

Zu sehr in die Favoritenrolle drängen lassen will sich VfL-Trainer Daniel Thioune aber nicht. Auch Maurice Trapp, der gegen Zwickau zwei Mal getroffen hat, warnt: „Wir sind als Spitzenreiter natürlich favorisiert, von einer Pflichtaufgabe spreche ich aber auf keinen Fall. Jena ist ein extrem unangenehmer Gegner, der seinen Negativlauf unbedingt beenden will. Die Mannschaft ist zweikampf- und laufstark und wird sich zerreißen.“

In jedem Fall müssen die Osnabrücker mehr Durchschlagskraft in der Offensive entwickeln als in Köln. Wer die aber besetzen kann, ist offen. Fraglich ist, ob Marc Heider nach seiner gegen Zwickau erlittenen Sprunggelenksverletzung wieder fit ist. Erste Alternative wäre Manuel Farrona Pulido. Marcos Alvarez dürfte nach seinem beherzten Auftritt gegen Köln für heute gesetzt sein.

VfL Osnabrück: Körber - Ajdini, Susac, Trapp, Engel - Blacha, U. Taffertshofer - Alvarez, Amenyido, Farrona Pulido - Girth.

Carl Zeiss Jena: Coppens - Bock, Grösch, Slama, Fl. Brügmann - Starke, Schau, Kübler, Eckardt - P. Tietz, J. Gerlach.

Anstoß: Samstag, 14 Uhr Bremer Brücke

Schiedsrichter: Sven Jablonski (28, Bremen)

VfL-Gelbsperren drohen : Ouahim (4), Taffertshofer (4).

Nächstes VfL-Spiel : Sonntag, 24. März (13 Uhr, Betzenberg), beim 1. FC Kaiserslautern.

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