Fußball: Westfalenpokal
Ganz starker Abgang von Münster 08

Münster -

Kein Fußballer verliert gerne, aber jeder weiß auch, dass es so ganz ohne in diesem Sport auch nicht geht. Und so erwischte es Münster 08 nach wettbewerbsübergreifend 10 (!!) Siegen am Mittwochabend nicht ganz unerwartet. Mit 1:3 verabschiedete sich der Landesligist gegen Regionalligist SC Wiedenbrück mehr als achtbar aus dem Westfalenpokal.

Donnerstag, 18.10.2018, 18:15 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 21:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 18:15 Uhr
Münsters Dennis Hamsen (r.) hält den Ball fern von Wiedenbrücks Marcel Leenemann, doch am Ende waren die Gäste in den entscheidenden Szenen doch am Leder.. Foto: Peter Lessmann

Diese wunderschöne Reise ist zu Ende: In der dritten Runde des Westfalenpokals wurde der Express namens SC Münster 08 gestoppt. Der Landesligist schied aus, mit 1:3 (0:1) gegen den Regionalliga-Viertletzten SC Wiedenbrück. Jetzt ist aus Münster allein der 1. FC Gievenbeck noch dabei in diesem Wettbewerb. Den aber darf Nullacht getrost auch nach dieser Vorstellung vor 330 Zuschauern am Kunstrasen als seinen Gesamtgewinn verbuchen. Denn die erst am Ende im Tempo, im Umschaltspiel sowie im Abschlussverhalten überlegenen Ostwestfalen brauchten einen langen Anlauf, um die Widerspenstigen zu zähmen. Zuvor war 08 vor allem vor der Pause mit seiner aufgeweckten Spielfreude und großen taktischen Disziplin mehr als ebenbürtig.

„Mega präsentiert“, so 08-Trainer Mirsad Celebic, habe sich die Elf erneut, die zuvor Westfalenligist YEG Hassel und Oberligist Ennepetal eliminiert hatte. „Der Rückstand war eher unverdient, aber heute brauchten wir zu viele Chancen zu einem Treffer“, sagte der Coach, der am Ende noch ins Risiko ging und offensiv wechselte. Gunnar Weber kam als zweite Spitze für Innenverteidiger Freddy Böhmer. Die letzten Minuten aber sammelten sich die robusten Gäste konzentriert und fuhren wie beabsichtigt den einen letzten Konter. „Klar, dass der Gegner mehr Tempo hatte in den Aktionen. Der spielt ja auch in einer anderen Liga.“

Wiedenbrück setzte nach Enttäuschungen in der Meisterschaft noch sechs zuletzt in der ersten Elf nominierte Spieler ein. Und baute auf Routinier Marcel Leeneman defensiv sowie David Loheider offensiv. Dieser SC nahm den Gastgeber ernst und fegte auch dazwischen, wenn sich die Chance ergab. Daniel Latkowski hätte beinahe einen Fehler von Keeper Christoph Hunnewinkel ausgenutzt (26.).

Aber die Nullachter hielten selbstbewusst ihre Linie und lieferten im schnellen Zusammenspiel. Eine Mehrfach-Chance ließen sie liegen. Dann drehte sich André Mandt am 16-Meterraum geschickt mit Ball am Fuß und traf für Wiedenbrück (30.). Dennis Hamsen hatte auf der anderen Seite weniger Glück – Pfosten (44.).

Leon Schwarzer machte es besser in der 57. Minute, als er Hamsens Anspiel mit ganz feiner Schusstechnik zum Knaller nutzte. Der allemal verdiente Ausgleich. Schwarzer verfehlte nochmal, die Gäste mussten aufpassen. Und nahmen ein Geschenk gerne an. Ein Rückpass flutschte Böhmer unterm Fuß weg und Loheider sagte „Danke“ (71.). Fortan setzte Wiedenbrück auf Konter. Einige wurden überhastet abgeschlossen, aber einer nicht. Wieder war Loheider kühl genug, um die Entscheidung zu erzwingen (87.).

Die Köpfe keineswegs gesenkt, aber doch etwas nachdenklich nahmen die Nullachter den Applaus entgegen. „Vielleicht“, sinnierte Kapitän Jonas Grütering, „hat uns heute der Killerin­stinkt etwas gefehlt.“

Münster 08: Hunnewinkel – Celebic, Böhmer (79. Weber), Grütering, Schulte (68. Schrader) – Wüpping – Siegert, Leser (58. Breloh), Alves Duarte, Hamsen – Schwarzer

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6129617?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Post reagiert nicht auf Hilfsangebot
Eine Münsteranerin hat Strafanzeige gestellt, weil viele ihrer Briefe im Sommer einfach verschwunden sind.
Nachrichten-Ticker