Volleyball: Bundesliga Frauen
USC siegt 3:1 gegen Erfurt – Liza Kastrup reißt die anderen mit

Münster -

Das war eine ziemlich schwere Geburt: Mit Mühe und ziemlich viel Kampf besiegte der USC Münster am Sonntag den Tabellenvorletzten SW Erfurt mit 3:1. Die 19-jährige Liza Kastrup glänzte dabei als beste Spielerin der Gastgeber.

Sonntag, 13.01.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 18:20 Uhr
Alle Hände nach oben: Die USC-Frauen brauchten einen langen Anlauf zum Erfolg über Erfurt. Am Ende stand ein 3:1, der mit den Punkten 18, 19 und 20 belohnt wurde. Foto: fotoideen.com

Am Ende strahlten alle USC-Spielerinnen und fielen sich erleichtert in die Arme. Im Bundesliga-Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt gab es lange keinen Anlass zu großer Freude. 1331 Zuschauer sahen viel Krampf und wenig Qualität. Erst mit langem Anlauf behauptete sich Münster 3:1 (23:25, 25:21, 25:22, 25:12) gegen den Tabellenvorletzten. „Wir hatten am Anfang nur 50 Prozent unserer Energie. Deshalb mussten wir kämpfen, kämpfen und kämpfen“, konstatierte Trainer Teun Buijs .

Dem USC-Spiel fehlten beim Neustart nach der Weihnachtspause Überzeugung und Spielfluss. Vieles ging außerordentlich schwer von den Händen, lange fand sich niemand, um die kollektive Blockade zu lösen. Ein 0:4-Lauf zum Ende des ersten Satzes führte zum Rückstand. Münster wirkte angeschlagen und lag im zweiten schnell 1:6 zurück. Mit der Hereinnahme von Teresa Mersmann (für Luisa Keller) gab Buijs seinem verunsicherten Ensemble eine ordnende Größe, die langjährige und erfahrene Beachvolleyballerin sorgte für Stabilität. Doch im Angriff blieb der Hausherr lange ohne Kraft und Durchsetzungsvermögen. Mit einiger Mühe schafften die Unabhängigen den Ausgleich, richtig locker sah das jedoch immer noch nicht aus.

Erfurt spielte ordentlich für einen Tabellenvorletzten, Münster leistete sich weiter einfache Fehler, auch im dritten Satz blieb es bis zur zweiten Auszeit spannend. Dann wurde es Zuspielerin Mareike Hindriksen offenbar zu bunt. Mit klaren Kommandos dirigierte sie ihre Mitspielerinnen auf dem Feld und legte die Verantwortung auf die Schultern der formstarken Liza Kastrup . Die 19-Jährige stellte sich der Herausforderung und donnerte die Bälle nun in Serie in die gegnerische Hälfte. Völlig zurecht nahm sie später die Auszeichnung als wertvollste Spielerin entgegen. Zum gekonnten Zusammenspiel mit Passgeberin Hindriksen sagte sie: „Mareike vertraut mir. Und ich vertraue Mareike.“ Buijs war sehr glücklich mit der Vorstellung der Linkshänderin. „Ganz klar, Liza hat uns heute das Spiel gewonnen.“

Tatsächlich war der USC nach dem gewonnenen dritten Satz so gut wie durch. Erfurt gab zwar nicht auf, doch im Team von Coach Jonas Kronseder schwanden zusehends die Kräfte. Im vierten Durchgang hielt der Gast nur noch bis zur ersten technischen Auszeit dagegen, danach spielte sich Münster frei und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. „Klar hatten wir einige Probleme. Doch die Punkte bleiben bei uns, das zählt“, so Kastrup.

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