Fußball: Jahreshauptversammlung
Preußen-Prognose für den laufenden Saisonetat liegt bei 7,669 Millionen Euro

Münster -

Die Zahlen, die die Preußen am Sonntag in der Mensa am Ring vorlegten, waren sehr detailgetreu. Vor allem die Freilegung der „stillen Reserven“ war im vergangenen Jahr ein elementarer Schritt bei der Gründung der Kapitalgesellschaft.

Sonntag, 13.01.2019, 18:27 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 18:47 Uhr
Hofft auf das NLZ: Geschäftsführer Malte Metzelder Foto: Sebastian Sanders

Als ein Vereinsmitglied bei der Fragestunde auf der Jahreshauptversammlung wissen wollte, inwieweit Vorgänger-Gremien für die schwierige finanzielle Situation des Vereins zuständig seien und sich dafür nie zu Wort gemeldet hätten, fanden sowohl Geschäftsführer Bernd Niewöhner als auch Aufsichtsratschef Frank Westermann klare Worte.

„Wir richten keine Vorwürfe in die Vergangenheit“, so Westermann. Und Niewöhner sagte zum Engagement von Thomas Bäumer und dem langjährigen Hauptsponsor Tuja: „Wir setzen uns kritisch mit der Vergangenheit auseinander. Er hat mit Tuja über 10 Millionen Euro für den Verein gegeben. Das richtige Wort dafür ist Dankbarkeit.“ Hier die wichtigsten Zahlen nun im Überblick:

►  KGaA: Bislang wurden Anteile in Höhe von rund 3 Millionen Euro gezeichnet. Zudem gibt es eine Kapitalrücklage von rund 850 000 Euro. Weil das Geschäftsjahr 2017/18 allerdings mit einem Minus von 1,823 Millionen Euro abgeschlossen wurde, verringerte sich das Eigenkapital auf 2,026 Millionen Euro. Bewertung „Stille Reserven“: Spielerwerte mit 1,088 Millionen Euro, Markenrechte mit 3,590 Millionen Euro, wirtschaftliches Eigentum Haupttribüne 2,637 Millionen Euro.

► Darlehen: Durch Präsidiumsmitglieder und Aufsichtsräte wurden 2,233 Millionen Euro bereitgestellt. Die Rückzahlung erfolgt erst bei einem Aufstieg in die Bundesliga sowie zu für die KGaA guten Zinsen. Auch wird bei den Bossen weiter über die Umwandlung von Darlehen in Anteile oder Aktien nachgedacht.

Jahreshauptversammlung des SC Preußen Münster

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►  Verbindlichkeiten: Bei den Banken betragen die Verbindlichkeiten 505.000 Euro (Stand 30. Juni 2018), nach zuvor 1,46 Millionen Euro (2016) sowie 870.000 Euro (2017). Die Berufsgenossenschaft forderte 766.000 Euro, Tendenz steigend. In den Jahren zuvor betrugen die Summen 408 000 Euro (2016) und 499 000 (2017). Sonstige Verbindlichkeiten: 789.000 Euro (2018) nach 739.000 (2017) und 285.000 (2016).

►  Etat-Prognose zum 30. Juni 2019: Umsatz: 7,669 Millionen Euro (2016: 8,171; 2017: 6,505; 2018: 7,194) Spielbetrieb Profis: 2,977 Millionen Euro (2016: 3,817; 2017: 3.751; 2018: 3,629) U 17 bis U 23: 205.000 Euro (2016: 306.493; 2017: 264.338; 2018: 191.590) Verwaltung: 444 000 Euro (2016: 468.962; 2017: 392.933; 2018: 371.088)

► Auszug „Besonders Belastungen“:2017: 404 000 Euro außergerichtliche Vergleichsverfahren; 790.000 Euro Steuerrückstellungen; 136.000 Euro Aufwand Profis (Trainerbeurlaubung); 105 000 Euro in Vorjahren vereinnahmte Sponsorengelder. 2018: 254 000 Euro Beratung Ausgliederung; 140.000 Euro Aufwand Profis (Trainerbeurlaubung); 216 000 Euro Korrekturen aus Forderungen der Vorjahre; 105 000 Euro in Vorjahren vereinnahmte Sponsorengelder.

Das NLZ soll kommen

Sportchef und Geschäftsführer Malte Metzelder erklärte: „Wir haben keine Zukunftssorgen, sondern eine Gegenwartsproblem.“ Seine Planungen für das Profiteam für die laufende Saison waren von Einsparungen geprägt, rund 700 000 Euro weniger konnte Metzelder verplanen. Für die nächste Spielzeit dürfte es nicht wesentlich besser werden. Positiv sei die Entwicklung von Jannik Borgmann und Cyrill Akono, die aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung zu den Profis geschafft haben. Auch die Entwicklung der Scoutting-Abteilung unter Kieran Schulze Marmeling hob er hervor. Metzelder beschreibt die Einrichtung eines Nachwuchsleistungszentrum zudem als eines der wichtigsten Zukunftsprojekte des Vereins.

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