Fußball: 3. Liga
Preußen Münster auf der Suche nach der zündenden Idee gegen den KFC Uerdingen

Münster -

Die Preußen treten mal wieder an einem Montag an. In Duisburg treffen sie auf den KFC Uerdingen. Trainer Marco Antwerpen hat in dieser Spielzeit schon munter durchgewechselt und dürfte das auch diesmal tun.

Sonntag, 24.02.2019, 20:40 Uhr
Lokaler Sympathieträger: Ole Kittner (links) hat für zwei Jahre beim SC Preußen verlängert. Foto: Jürgen Peperhowe

In seinen ersten Monaten als Preußen-Trainer änderte Marco Antwerpen häufig trotz durchschlagenden Erfolgs seine Startelf. Schließlich musste gerade im Abstiegskampf auch die Spielweise des Gegners Berücksichtigung finden. In der nicht minder ordentlichen Hinrunde vertraute der 47-Jährige dagegen nach Siegen gern derselben Anfangsformation. Der dazugehörige Kalenderspruch lautet: „Never change a winning team.“ Und heute?

Wenn Münster am Montag (19 Uhr) beim KFC Uerdingen in Duisburg gastiert, ist nicht damit zu rechnen, dass alles so bleibt, wie es zuletzt beim 0:0 gegen den VfL Osnabrück war. Aus taktischen Gründen oder weil der Coach nicht zufrieden war? „Beides“, antwortet er kurz. Werden sich die Wechsel nur aufs Personal oder auch auf das System beziehen? Die gleiche Reaktion: „Beides.“

Es ist kein Geheminis, dass sich der SCP (drei Tore in den jüngsten acht Partien) schwergetan hat in der Offensive. Doch die Allheilmittel springen auch Antwerpen nicht gerade an, wenn er auf seine Bank schaut. Der Kader bietet insgesamt eine Reihe Angreifer, die bereits bewiesen haben, dass sie in der 3. Liga zünden können. Aber keiner überzeugt kon­stant und verlässlich. Von einer planbaren Torausbeute ganz zu schweigen. Was bleibt, ist also eine intensive Arbeit an den Schwachstellen im Training. „Wir haben viel für die Spieleröffnung getan und außerdem das Festmachen von Bällen in der Spitze geübt“, so der Trainer. „Man kann schon viele Dinge ändern.“ Vielleicht erhält Tobias Rühle mal wieder eine Chance von Beginn an, vielleicht Rufat Dadashov. Philipp Müller zeigte in den Einheiten zumindest leicht ansteigende Form. Und Lucas Cueto würde sich bestimmt freuen, wenn er seine Chance nun in einer Partie bekäme, in der der Gegner nicht tief und engmaschig steht, sondern selbst initiativ wird und Räume anbietet. „Wenn er mal das im Spiel umsetzen würde, was er im Training zeigt ...“, sinniert Antwerpen. Die Jokerrolle bei Rückstand ist für den 22-Jährigen jedenfalls nicht ideal.

Was dem Coach Hoffnung macht, ist der Verlauf der vergangenen Woche. „Die Jungs haben sich super präsentiert, die Stimmung war glänzend. Es wird mal wieder Zeit für ein blitzsauberes Auswärtsspiel.“ Der letzte Erfolg in der Fremde datiert von Ende Oktober (2:1 in Meppen). Die Rezeptur für einen möglichen Sieg beim Favoriten ist nicht besonders ungewöhnlich. „Wir brauchen eine größere Siegermentalität. Leidenschaft hat schon oft die bessere Mannschaft geschlagen, gerade in unserer Liga. Aber Fußball spielen müssen wir auch.“ Klingt einfach – doch brennt der KFC auch auf einen Fluchtweg aus der Krise.►  SCP : Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Rodrigues Pires, Heidemann – Rühle, Akono, Cueto

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