Fußball: 3. Liga
Preußen dank Cueto obenauf

Münster -

In der 3. Liga machte der SC Preußen durch das 4:0 über den VfR Aalen einen gewaltigen Schritt nach vorn und darf sich nach oben orientieren. Auch die SF Lotte, 2:0-Sieger beim FSV Zwickau, drängen mit Macht in gesicherte Bereiche. Frust hingegen beim VfL Osnabrück, der in Karlsruhe das Top-Spiel verlor.

Sonntag, 03.03.2019, 22:00 Uhr
Münsters Matchwinner: Doppelpacker Lucas Cueto auf René Klingenburgs Schultern. Foto: Jürgen Peperhowe

Aufbruchstimmung in Münster und Lotte, Frustbewältigung auf höchstem Niveau in Osnabrück. Als die 3. Liga an diesem 26. Spieltag in das letzte Saisondrittel einbog, da hatte der SC Preußen mit dem 4:0 (1:0)-Heimsieg über Schlusslicht VfR Aalen genauso eine positive Weichenstellung erreicht wie auch die Sportfreunde Lotte nach dem 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim FSV Zwickau. Dagegen musste Spitzenreiter Osnabrück im Spitzenspiel beim Karlsruher SC in eine 1:2 (0:0)-Niederlage einwilligen – allerdings mit einem unguten Gefühl, weil die Lila-Weißen drei spielentscheidende Szenen durch Referee Robert Hartmann (Wangen) gegen sich ausgelegt sahen.

„Richtungsweisend“ lautete das Zauberwort vor der Heimpartie des SCP vor nur 5230 Zuschauern gegen Aalen. In der Hinserie hatte Münster nach der 1:4-Pleite in Aalen eine eindrucksvolle Serie mit sieben Partien ohne Niederlage gestartet. Nun ging es um die Trendbestimmung. „Wir wollen ja mehr Punkte in der Rückserie holen als in der Hinrunde“, sagte Abwehrchef Ole Kittner. Aus 29 würden dann mindestens 30 in der zweiten Saisonhälfte. Zudem: Die Abstiegsgefahr, der bis dato mehr als die Hälfte aller Mannschaften ausgesetzt waren, ist fast vertrieben. Nach den Treffern von René Klingenburg, Lucas Cueto (2) und Kittner haben die Preußen Witterung aufgenommen. Geht noch was in Richtung Platz vier und DFB-Pokal-Qualifikation?

Auch Lotte setzt sich immer weiter ab von den Abstiegsrängen, weil Adam Straith und Max Oesterhelweg zum 2:0 in Zwickau trafen. Das Team von Trainer Nils Drube ist 2019 noch ungeschlagen, seit 534 Minuten ohne Gegentor, einfach gut drauf. Stark.

Derweil wurde ein paar Kilometer weiter östlich fast so etwas wie Verschwörung gewittert, als Osnabrück mit 1:2 im Top-Spiel beim Karlsruher SC unterlag. Als Marvin Pourie nach 48 Minuten zum 1:0 traf, trieb es VfL-Coach Daniel Thioune die Zornesröte ins Gesicht. Die Osnabrücker hatten eine Minute zuvor für den Torschützen die Ampelkarte gefordert. Zwar gelang Konstantin Engel (66.) der Ausgleich, doch in der Schlussphase lief alles gegen die Lila-Weißen.

Daniel Gordon (85.) köpfte zum 2:1 ein, nur hatte er sich mit einem Ellbogencheck gegen Engel Platz verschafft. Eben jener Gordon klärte in der Nachspielzeit einen Schuss der Gäste auf der Linie – die TV-Bilder lassen eher auf den Ausgleich der Osnabrücker schließen. „Das hatte ein Geschmäckle“, sagte Thioune mit einem Anflug von Badenser Dialekt. „Die Niederlage wirft uns nicht aus der Bahn. Wir werden weiter marschieren."

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