Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Eine Chance in 80 Minuten – Preußen enttäuschen in Überzahl gegen Duisburg

Münster -

Im Abstiegskampf hätte die U 17 des SC Preußen einen großen Schritt machen können. Doch trotz langer Überzahl gelang gegen den MSV Duisburg kein Sieg. Selbst Torchancen waren beim 0:0 im Coerder Waldstadion absolute Mangelware.

Sonntag, 03.03.2019, 20:06 Uhr
Preußen-Torwart Tom Limberg musste nur ganz selten eingreifen, etwa hier gegen Duisburgs Lennart Hahn (r.). Foto: Peter Leßmann

Es gibt gute 0:0-Spiele. Und es gibt diese farblosen, die dem trist anmutenden Resultat entsprechen. So eine Partie bot in der B-Junioren-Bundesliga der SC Preußen Münster im Dauerregen von Coerde gegen den MSV Duisburg , der auch mit einem Spieler weniger die zweiten 40 Minuten schadlos überstand.

Münster als Zehnter hält gegenüber dem Zwölften und auf den ersten Abstiegsrang den Fünf-Punkte-Abstand, war aber nach dem vierten Remis selbst nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie der strikt defensiv orientierte Gast bespielt wurde. Wirklich gespielt wurde kaum. Auf dem tiefen wie seifigen Rasen war das auch nicht einfach.

„Auch eine Ausgangslage wie diese muss man nutzen“, sagte SCP-Trainer Arne Barez. „Wir haben aber viel zu viele lange Bälle versucht und in der bisweilen chaotischen zweiten Halbzeit auch keine Lösungen mehr gefunden.“ Möglich, dass die Youngsters verkrampften im Wissen darum, mit einem Dreier einen Kellerkonkurrenten wirkungsvoll distanzieren zu können. Um zum Sieg zu kommen, bedarf es anderer Mittel als dieser. Es gab genau eine brauchbare Torszene Marke SCP (21.), als nämlich Jürgen Sinev halblinks einen Kopfball ansetzte nach weiter Hereingabe von rechts, den MSV-Keeper Roman Schabbing aber fliegend entschärfte.

Die vom weit gereisten 62-jährigen Djuradj Vasic trainierten Zebras verlegten sich von Anfang an aufs Abwarten, aufs Reagieren und aufs Kontern. Letzteres gelang dem leidenschaftlich kämpfenden Kollektiv zweimal, aber auch der MSV nutzte keine dieser halben Szenen. Gerne ließ Duisburg den Gastgeber machen, der die Pflicht zum Ballbesitz auch bejahte, aber selten kreativ oder gar überraschend agierte. Ansätze zeigte der lange verletzt ausgefallene Ilkay Kir. Aber auch er schlug kaum brauchbare ruhende Bälle gegen die Kette.

Nach einem zweiten Foul musste Duisburgs Benedikt Schmitz mit Gelb-Rot raus (43.). Vasic stellte um und baute vor der Abwehr eine nächste Viererkette auf. Tief in der eigenen Hälfte abwartend, produzierte Duisburg etliche Fouls. Aber kein Freistoß der Preußen fand ein Ziel – die immer gleiche Machart mit hohen Bällen in die Zentrale war durchschaubar. Die Defensive der Gastgeber verrichtete ihren Job diszipliniert und ließ kaum etwas zu. Wer weiß, wozu der Zähler noch gut ist. SCP: Limberg – Ter-Horst, Sikorski, Wesberg – Wietzorek, Kir (52. Klöpper), Markowski, Benjamins – Löbbers – Scheele (60. Eulering), Sinev (71. Harres)

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