Fußball: 3. Liga
Von Preußen nach Braunschweig – Wiebes Neustart ist gelungen

Münster -

Danilo Wiebe und Martin Kobylanski wechselten beide von Preußen Münster zu Eintracht Braunschweig – wenn auch unter völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. Am Montag gibt es das Wiedersehen. Wiebe erzählt vorab, wie er seinen Ex-Club sieht und wie sein Weggang zum Glücksfall wurde.

Mittwoch, 06.11.2019, 20:22 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 21:18 Uhr
Danilo Wiebe (rechts) und Martin Kobylanski (links) wechselten im Sommer von Münster nach Braunschweig. Montag kommt es zum Wiedersehen. Foto: imago-images

Ehrlich und bescheiden war Danilo Wiebe schon immer. Daran hat sich nach seinem Wechsel von Preußen Münster zu Eintracht Braunschweig nichts geändert. Dass er bei den Niedersachsen so schnell Stammspieler würde, „damit war nicht wirklich zu rechnen“, so Wiebe. In 13 von 14 Liga-Partien mischte er mit, zehnmal in der Startelf. „Das sind mehr Spielanteile, als ich mir erhofft hatte“, sagt der 25-Jährige.

Seinen Vertrag unterschrieb er erst gut drei Wochen vor Saisonbeginn, zuvor hatte er für den SCP nach mehr als einjähriger Verletzungspause (Totalschaden im Knie) erst in der Saisonendphase einzelne Einsätze gefeiert. Das war auch der Grund, warum Wiebe für einen bei seinen Fähigkeiten vergleichsweise schmalen Kurs geblieben wäre. Doch die Preußen mussten auch auf die Besetzung der U-23-Positionen achten und gaben ihm spät einen Korb. „Ich habe bis zum Schluss gedacht, dass ich die Option bekomme, weiter für Münster zu spielen. Dann fiel die Entscheidung leider gegen mich – was ich bei aller Enttäuschung akzeptiert habe. Ich stand mit leeren Händen da, aber im Nachhinein wurde der Wechsel für mich zum Glücksfall.“

Einsatz auf diversen Positionen

In Braunschweig präsentierte sich der gebürtige Rheinländer im Trainingslager und bei Kurzeinsätzen von seiner besten Seite. Die Flexibilität im Zentrum passt zudem gut zu den Vorstellungen von Coach Christian Flüthmann, der variabel spielen lässt, sich dem Gegner auch anpasst und den Ex-Preußen schon auf diversen Positionen benötigte. „Sperren und Verletzungen von Mitspielern haben auch eine Rolle gespielt“, sagt Wiebe offen.

Selbst ist der Rechtsfuß aktuell top-fit. Der Kreuzbandriss im Februar 2018, der ihn so lange lahmlegte, ist abgehakt. „Vielleicht war es gut, dass ich im Sommer nicht sofort die ganze Belastung hatte“, sagt er. „Ich kann mich nicht beschweren, bin froh und dankbar und nehme jede Minute mit.“

Kobylanski schweigt

Vermutlich hätte auch Martin Kobylanski vor seiner Rückkehr nach Münster spannende Dinge zu erzählen. Allein schon, weil er in der vergangenen Saison in zwei Spielen (3:0, 3:3) fünfmal für die Preußen gegen die Eintracht traf und die Seiten gewechselt hat. Doch in Abstimmung mit der Medienabteilung seines neuen Clubs hat der 25-Jährige entschieden, vor dem Duell am Montag zu schweigen.

Er lässt aber ausrichten: „Mir geht es bestens.“ In Braunschweig feierte der Pole einen Traumstart (vier Tore in den ersten zwei Partien, drei davon zum Auftakt in Magdeburg), ist auch jetzt mit sechs Treffern und fünf Assists bester Schütze und Scorer der Niedersachsen. Im September war Kobylanski, den in Münster alle höflichen Kerl in Erinnerung haben, für eine Partie suspendiert – die Gründe blieben intern. Für den SCP machte der Standard-Spezialist in 89 Spielen 27 Tore, zwölf davon in der letzten Saison.

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Attraktives Umfeld

Der Mittelfeldspieler fühlt sich rundum wohl an einem der attraktivsten Drittliga-Standorte. „Das Umfeld ist unfassbar groß und begeisterungsfähig. Klar, da wachsen auch Anforderungen und Ansprüche. Wir wollen oben Anschluss halten und ins vordere Drittel.“ Nach 18 von 21 möglichen Punkten zu Beginn gewannen die Löwen zuletzt nur eins von sieben Spielen, sind aber immer noch Fünfter knapp hinter der Spitze.

Die Sorgen für Wiebes Ex-Verein sind da wesentlich größer. „Nach einem so großen Umbruch besteht immer die Gefahr, unten reinzurutschen, aber dass es in diese Richtung geht, hätte ich nie gedacht“, sagt er. „Ich sehe das Team aber schon besser, als es zurzeit da steht. Gerade für die Mittel, die zur Verfügung stehen, sind echt gute Leute dabei.“ Freundliche Worte des Sechsers, dem schon abzunehmen ist, dass er dem SCP den Klassenerhalt trotz seines Abschieds aus vollem Herzen gönnt.

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