Fußball: 3. Liga
Preußen Münster verabschiedet Torflaute - Cueto bärenstark beim 4:0

Münster -

Mehr oder weniger ohne große Komplikationen hat der SC Preußen Münster das Heimspiel gegen Schlusslicht VfR Aalen abgearbeitet. Mit 4:0 gewann der Fußball-Drittligist vor 5230 Zuschauern. Linksaußen Lucas Cueto mit zwei Treffern war dabei der überragende Spieler auf dem Feld.

Samstag, 02.03.2019, 15:55 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 18:36 Uhr
Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg . Foto: Jürgen Peperhowe

So beendet der SC Preußen Münster seine Torflaute, eindrucksvoll. Das Heimspiel in der 3. Liga gegen den VfR Aalen wurde mit 4:0 (1:0) fast schon standesgemäß gewonnen. Münster im Aufwind, seit drei Partien nicht mehr unterlegen, und nun das Schlusslicht in die Schranken gewiesen. Rene Klingenburg (7.) sowie der starke Lucas Cueto (61. und 67.) und Ole Kittner (81.) trafen vor 5230 Zuschauern. Das Team von Trainer Marco Antwerpen darf eher nach oben schielen, vielleicht noch Rang vier anvisieren, als sich nach unten orientieren.

Nach dem 0:0 in Duisburg gegen Uerdingen stellte Antwerpen sein Team aus zwei Positionen um. In der Mittelfeldzentrale kehrte Rene Klingenburg nach seiner Gelb-Sperre in die erste Formation zurück, Kevin Rodrigues Pires war raus. Zudem kam Cyrill Akono als zentraler Angreifer zum Zuge, Philipp Hoffmann rutschte aus dem Team.

Einzelkritik: SC Preußen Münster - VfR Aalen

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  • Max_Schulze_Niehues

    Max Schulze Niehues: Der Keeper befindet sich weiter in guter Form. Wenn er gebraucht wird, ist er da. Verhinderte mit einem super Reflex kurz vor der Pause Ole Kittners Eigentor. Kleinere Schwächen mit dem Fuß waren kaum der Rede wert. Note: 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Menig: Steckte keinen Deut zurück, obwohl es gegen sein stark abstiegsgefährdetes Ex-Team ging. Hinten ohne Fehl und Tadel. Das dritte Tor leitete der Rechtsverteidiger mit einem langen Einwurf ein. Note: 3,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ole Kittner: Fast ein Eigentor, ein paar Abspielfehler und unnötige Fouls - aber am Ende doch ein Matchwinner mit seinem ersten Saisontreffer und als Chef der Abwehr, die zum fünften Mal im sechsten Match des Jahres zu null spielte. Note: 3,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Simon Scherder: Stabilster Part der Viererkette. Der Kapitän antizipierte oft hervorragend, hatte immer die Lufthoheit und schaltete Matthias Morys weitgehend aus.  Note: 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann: Gutes Zusammenspiel mit Lucas Cueto auf der linken Seite, trieb immer wieder das Geschehen über die Außenbahn an. Taktisch hat der Linksverteidiger in der Rückrunde noch mal zugelegt, auch wenn seine Aktionen diesmal nicht von Erfolg gekrönt waren. Note: 3,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • René Klingenburg: Der Boss ist wieder da und führte sich gleich mit einem Tor ein. Willenskraft pur. Manchmal einen Tick zu wild im Zweikampf, aber das flößte Aalen Respekt ein. Hatte sogar noch einen weiteren Treffer auf dem Fuß und bereitete Cuetos Lattenschuss vor. Note: 2,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun: Seit der Umstellung auf 4-2-3-1 blüht der Routinier auf. Unglaublich viele Ballgewinne, viel Leidenschaft, starke Zweikampfführung, dazu gute Pässe in die Spitze - was will man mehr? Note: 1,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Rühle: Umtriebig wie eh und je, wenn auch nicht immer glücklich. Trotzdem strahlt er immer etwas aus, beschäftigt den Gegner. Diesmal mit dem wichtigen Assist vor dem 2:0. Danach war auch schon Schluss. Note: 3,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Martin Kobylanski: Nicht immer mit dem letzten Temposprint, aber seine Ballgewandtheit tat den Preußen gut. Die Auszeiten, die sich der Pole ab und an gönnt, verhindern eine bessere Einstufung. Doch kämpferisch hält er mittlerweile immer mit. Note: 3,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lucas Cueto: In Uerdingen deutete er eine gute Verfassung an, nun wurde er zum Mann des Tages. Eine klasse Einzelleistung brachte das wichtige 2:0, seine Handlungsschnelligkeit das dritte Tor. Anfangs manchmal überhastet, aber immer präsent. Etwa mit einem Lattentreffer. Note: 1,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Cyrill Akono: Ging viele Wege in der Spitze, bedrängte die Aalener Abwehr und versuchte hier und da einen Elfmeter zu bekommen. Selbst zum Abschluss kam er nicht. Pech, als er Klingenburgs Schuss blockte. Note: 3,0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann: Guter halbstündiger Jokereinsatz mit der Kopfballverlängerung vor dem 3:0 und einigen langen Sprints auf der rechten Seite. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kevin Rodrigues Pires: Flutschte diesmal aus der Startelf, zeigte sich dann aber nach der Einwechslung mit guten Standards und dem einen oder anderen Abschluss. Vorbereiter des 4:0 durch Kittner. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Müller: Ein paar Spurts und ein paar nette Ballaktionen waren noch drin in den letzten Minuten. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe

Wunsch-Start für die Preußen

Die Partie begann wunschgemäß für den SCP. Bereits nach sieben Minuten markierte Klingenburg das 1:0. Nach einer Ecke von Martin Kobylanski köpfte Lukas Schnellbacher den Ball vor die Füße des Preußenspielers. Kein Problem für Klingenburg, aus elf Metern zu treffen. Das Schlusslicht aus Aalen, unlängst mit einem 4:1-Erfolg über Unterhaching aufhorchend, fanden nur langsam ins Spiel.

Überraschend fiel der Ausgleich, als Mathias Morys aus wenigen Metern „abstaubte“. Doch Schiedsrichter Justus Zorn (Freiburg) hatte eine Abseitsstellung gesehen. Denn zuvor hatte SCP-Keeper Schulze Niehues glänzend einen Kopfball von Schnellbacher abgewehrt. Die Resteverwertung von Morys wurde abgepfiffen. Glück für die Preußen in diesem Moment.

SC Preußen Münster - VfR Aalen

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Tor und Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg

    SC Preußen Münster - VfR Aalen - Tor und Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Schulze Niehues

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Tor und Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Morys gegen Akono

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Akono gegen Luca Schnellbacher und Morys

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Tor und Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Tor und Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Klingenburg

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Tor und Torjubel zum 1:0 durch Klingenburg

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Cueto gegen Nicolas Sessa

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Klingenburg gegen Schoppenhauer und Papadopoulos

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen - Rühle gegen Schoppenhauer

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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - VfR Aalen Foto: Jürgen Peperhowe

Fast mit einem 1:1 in die Pause

Die Antwort der Preußen folgte prompt, als nach einer Bogenlampe von Klingenburg plötzlich Lucas Cueto (26.) allein vor VfR-Schlussmann Daniel Bernhardt stand. Doch sein Schuss landete an der Latte. Münster hatte ein paar richtig gute Ansätze in der Offensive. Doch ein Doppelpass zwischen dem starken Klingenburg und Tobias Rühle wurde am Pfosten ausgerechnet von Akono (32.) ins Aus bugsiert, der SCP verpasste es, aus seiner Überlegenheit weiteres Kapital zu schlagen. Vielmehr wären die Teams fast mit einem 1:1 in die Pause gegangen. Nach einem Freistoß von Traut prüfte SCP-Abwehrchef Ole Kittner (45.) seinen eigenen Schlussmann Schulze Niehues - doch der „Max“ war zur Stelle. Die Führung war konserviert. Trainer Antwerpen durfte nicht viel zu bemängeln gehabt haben, nur das zweite Tor fehlte halt.

Aalen machte Druck

Die erste Gefahr ging von Aalen aus nach Wiederanpfiff, weil Ole Kittner im Mittelfeld zum Zweikampf zu spät kam, konnten die Gäste kontern. Aber Petar Sliskovic konnte aus wenigen Metern nicht zum 1:1 treffen. Auf der Gegenseite wollte Akono nach einem Zweikampf im Strafraum mit Sliskovic „ein bisschen“ Elfmeter schinden, der Referee fiel nicht darauf rein. Aber Aalen drängte jetzt, agierte nicht wie ein Kellerkind, eigentlich ein interessantes Spiel für die Zuschauer. Mit jedem Augenblick wurde es brenzliger für die Hausherren, Morys, Schnellbacher und Sliskovic kamen zum Abschluss, konnte aber im letzten Moment geblockt werden. Wo blieben die Konter des SCP?

Auf der Siegerstraße

Naja, ein Konter war es nicht, aber das Umschaltspiel der Preußen klappte nach einer Stunde richtig gut. Ballgewinn, Akono steckt durch, Cueto schließt ab, wieder mit Lattenberührung, aber dieses Mal senkt sich die Kugel ins Tor. 2:0, die Preußen auf der Siegerstraße. Ganz klar, zumal wenig später wieder Cueto zur Stelle war. Einwurf Menig, Kopfballverlängerung des eingewechselten Philipp Hoffmann, Cuetos Schuss rutscht VfR-Keeper Bernhardt „durch die Hosenträger“. Münster führte mit 3:0.

Cueto hatte noch die Chance zum Hattrick, Kevin Rodrigues Pires prüfte Bernhardt, dann war Schulze Niehues zur Stelle bei einem Sessa-Schuss. Es blieb interessant auf beiden Seiten, am Sieg der Preußen gab es dennoch wenig Zweifel. Zumal Kittner mit einem geschickten Kopfball nach Freistoß vo Rodrigues Pires auf 4:0 stellte. Der höchste Saisonsieg des SC Preußen war perfekt.


Münster: Schulze Niehues - Menig, Kittner, Scherder, Heidemann - Klingenburg, Braun - Rühle (63. Hoffmann), Kobylanski (74. Rodrigues Pires), Cueto - Akono (82. Müller)

Aalen: Bernhardt - Traut, Schoppenhauer, Rehfeldt, Funk (79. Ristl)- Papadopoulos (64. Andrist) - Sliskovic (70. Schoor), Geyer, Schnellbacher - Morys, Sessa

Tore 1:0 Klingenburg (7.), 2:0 Cueto (61., Vorarbeit Akono), 3:0 Cueto (67., Kopfballvorlage Hoffmann), 4:0 Kittner (81., Freistoß Rodrigues Pires). - Zuschauer: 5230 . - Schiedsrichter: Zorn (Freiburg). - Gelbe Karten: Heidemann, Kittner, Cueto, Akono / Papadopoulos, Geyer

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