Handball: Verbandsliga 1
Alles easy mit „Giesi“? ASV Senden bekommt auch 2019/20 nichts geschenkt

Senden -

Zweieinhalb Wochen noch, dann beginnt für den ASV Senden die Saison 2019/20. Neu im Trainerstab: ein Mann, mit dessen Rückkehr sie im Sportpark eigentlich erst später gerechnet hatten.

Dienstag, 27.08.2019, 19:14 Uhr
Wer sagt denn, dass dreitägige Trainingslager bei brütender Hitze keinen Spaß machen? Vielleicht freut sich (v.l.) ASV-Coach Swen Bieletzki aber auch nur auf Benedikt Otte (kommt nicht vom THW Kiel, sondern aus der eigenen Jugend) und Till Rotering (ebenfalls ASV-U 19) sowie Co-Trainer Jens Giesbert. Foto: flo

War ja klar, dass Jens Giesbert irgendwann zu seinem Herzensverein zurückkehrt. Überraschend ist höchstens, dass es das Sendener Urgestein nicht mal ein Jahr ohne den ASV ausgehalten hat. Der langjährige Kapitän, Abwehrchef und Rückraumorganisator wirkt ab sofort im Trainerteam der örtlichen Verbandsliga-Handballer mit.

Wobei: Geplant gewesen sei das Ganze nicht, wie der 34-Jährige erklärt. Zu gern und zu leidenschaftlich geht Giesbert seinem Hobby nach, um die aktive Karriere zu beenden. Insofern hätte der Rechtshänder, der 2018 beim ambitionierten Landesligisten TSV Ladbergen anheuerte, gern noch eine Saison als Spieler drangehängt. Aber? „Meine Schulter ist kaputt, in der Rückrunde habe ich gar nicht gespielt. Ob ich noch mal auf die Platte zurückkehre? Gute Frage. Da ich eh Anfang 2020 für längere Zeit in Neuseeland bin, passte das jetzt ganz gut mit Senden.“

Giesbert assistiert Bieletzki

Auch wenn das Engagement zunächst nur für ein halbes Jahr gilt: Kaum einer freut sich darüber mehr als Swen Bieletzki: „Dass ,Giesi‘ mich als Co-Trainer unterstützt, ist ein Geschenk. Erstens bin ich jobtechnisch stark eingebunden, so dass er mir das eine oder andere abnehmen kann. Und zweitens gibt es kaum einen, der so viel Ahnung von der Materie hat wie er.“ Giesbert habe als Zen­trumsspieler – hinten wie vorn – immer schon strategisch gedacht, er sei also die ideale Besetzung für den Co-Trainer-Part.

Ebenfalls neu dabei sind Benedikt Otte und Till Rotering. Beide kommen aus der U 19 und hatten bereits in der Vorsaison ein paar Einsatzminuten. Der wurfstarke Otte soll Oldie Hendrik Kuhlmann und Hendrik Hüging auf der Halbposition entlasten, Ro­tering und der lange verletzte Konrad Eilers teilen sich die Aufgaben auf der rechten Seite. „Zwei Linkshänder – der pure Luxus“, strahlt Bieletzki, der in der Seuchen-Hinrunde 2018 manches Mal nicht einen einzigen im Kader hatte.

Pechvogel Uphues

Auf den dritten Neuzugang, Tobias Uphues (Knorpelschaden), muss der Chefcoach einstweilen verzichten. „Für Tobi ist das echt bitter, das ist seine dritte Knieverletzung“, leidet Bieletzki mit seinem hoch veranlagten Keeper, der bereits mehrfach im Kasten der Ersten stand, aber parallel das Tor der A-Jugend hütete. Zumindest hat dadurch Bieletzkis bisheriger Assistent Christoph Chwalek eine Anschlussverwendung gefunden: „Christoph wird sich weiter um die Torleute kümmern, neben Lukas Kümper aber auch selbst wieder vermehrt zum Einsatz kommen – gerade jetzt, da Tobi fehlt.“

Da nur Malte Jetzke gesundheitsbedingt nicht mehr zur Verfügung steht, sei der Kader breiter als in der Vorsaison. Und sollten sich die Youngster wie Kümper oder Julius Kretschmer weiter so prächtig entwickeln wie in der ersten Jahreshälfte, „werden wir hoffentlich nicht wieder mit 0:18 Punkten starten“, so der Chefcoach. Wenngleich „wir uns von der guten Rückrunde nicht blenden lassen dürfen. Wir müssen vielmehr konzentriert weiterarbeiten. Geschenkt kriegst du in der Liga rein gar nichts“. Ihr erstes Saisonspiel bestreiten die ASV-Männer am 15. September (Sonntag), 18 Uhr, bei der Spvg Steinhagen.

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