Fußball: Oberliga Westfalen
Ahlener Herzbuben auf Tournee – Nächster Halt Dortmund-Aplerbeck

Ahlen -

Ihre Vorstellungen machen Spaß und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Fußballer von RW Ahlen avancieren zu echten Herzbuben. Der nächste Halt ihrer Tournee führt sie nun zum ASC 09 Dortmund.

Freitag, 13.09.2019, 17:17 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 22:46 Uhr
Nächster Halt: Dortmund-Aplerbeck. Auch dort soll es den Ahlener Fans am Sonntagnachmittag warm ums Herz werden, wenn sie den Auftritt ihrer Mannschaft verfolgen. Foto: Michael Bieckmann

Wer es mit Rot-Weiß Ahlen schlägt, dem wird es dieser Tage beim Blick auf die Tabelle womöglich ganz warm ums Herz. Bereits zehn Punkte und Platz drei – einen derart schönen Anblick haben sie an der Werse lange nicht mehr genossen. Wie viel Aussagekraft das Klassement nach fünf Spieltagen in der Fußball-Oberliga tatsächlich besitzt, vermag aber auch Christian Britscho nicht abschließend zu beurteilen.

Mit der Zwischenbilanz seines Teams ist er nach eigenem Bekunden hochzufrieden. Aber ob aus der Momentaufnahme ein dauerhafter Zustand wird, ist gegenwärtig noch schwer abzuschätzen. „Mit Ennepetal und Meinerzhagen stehen allerdings zwei Vereine oben, die da aus meiner Sicht auch länger stehen werden“, glaubt Britscho. Und auch den ASC 09 Dortmund sortiert RW Ahlens Übungsleiter auf Strecke zu den Top fünf der Liga.

ASC hat defensiv noch Probleme

Insofern bekommen es seine Jungs am Sonntag (15 Uhr) bei eben jenen Aplerbeckern mit einem Schwergewicht zu tun. Dass der Vorjahresdritte seine Leistungen noch nicht auf dem für ihn vorgesehenen Level ansiedeln kann, hängt nach Einschätzung von Christian Britscho mit „Problemen in der Defensive“ zusammen. Neun Gegentore kassierten die Dortmunder bereits und mussten drei Niederlagen hinnehmen.

Doch mit Paul Stieber kehrt beim ASC ausgerechnet gegen Ahlen ein wertvoller Stabilisator zurück. „Und offensiv sind die Dortmunder ohnehin weiterhin mega gut aufgestellt und brandgefährlich“, warnt Britscho. Die Kräfteverhältnisse sind also keineswegs so ungleich verteilt wie so womöglich auf den ersten Blick erscheinen.

Schurig fehlt wegen einer Rot-Sperre

Zumal die Gäste ihrerseits in der Defensive Umstellungen vornehmen müssen. Linksverteidiger Marvin Schurig, der beim 1:1-Remis gegen den SC Wiedenbrück, wegen eines Kopfstoßes die Rote Karte sah, fehlt gesperrt. Über das Strafmaß soll Montag entschieden werden. „Eigentlich dürfte er uns gar nicht fehlen, denn der aktive Stoß kommt vom Gegenspieler. Aber es ist müßig, darüber zu diskutieren“, sagt Britscho. Ob RWA Einspruch gegen die Sperre einlegt, hänge auch von der Höhe des Strafmaßes ab.

Fakt ist: Gegen Dortmund wird Rot-Weiß ohne Schurig auskommen müssen. Um die Vakanz zu besetzen, bieten sich drei Lösungen an: Erstens Mike Pihl wird um eine Position nach hinten beordert. Zweitens Sebastian Stroemer übernimmt den Job. Oder drittens Britscho zaubert eine Alternativlösung aus dem Hut. Personelles Improvisationstalent wird vermutlich ohnehin gefragt sein, da auch Adrian Cieslak (Oberschenkelprobleme) und Enes Güney (grippaler Infekt) auszufallen drohen. Dafür ist Marko Onucka wieder einsatzbereit und Roman Zengin auf dem Weg der Besserung.

Schipmann in bestechender Form

Alles in allem ist Christian Britscho angetan von der Vorstellung der Seinen. „Wir zeigen die Bereitschaft, defensive Wege zu gehen“, lobt der Trainer. Das äußert sich auch in nur vier Gegentoren – Ligabestwert. In der Vorsaison waren es zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Gegentreffer. Maßgeblich verantwortlich ist dafür aber auch Torhüter Bernd Schipmann, dessen bisherige Leistungen der Trainer als „überragend“ einstuft.

„Außerdem zeichnet uns eine gute Grundaggressivität und unser Umschaltspiel aus. Was noch fehlt, ist die Chancenverwertung“, so Britscho. Wird auch die noch besser, dürfte die Tournee der Ahlener Herzbuben erfolgreich verlängert werden.

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