Fußball: Bundesliga
Zwei echte Spitzenspiele und der Derby-Klassiker am Rhein

Münster -

Jetzt nimmt die Bundesliga so richtig Fahrt auf. Spitzenspiel Leipzig gegen Bayern, Verfolgerduell Dortmund gegen Leverkusen, rheinisches Derby Mönchengladbach gegen Köln – das kann ja heiter werden an diesem Wochenende.

Freitag, 13.09.2019, 16:34 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 16:36 Uhr
Szene aus der vergangenen Saison: Leipzigs Verteidiger Willi Orban geht Bayernstürmer Robert Lewandowski an die Wäsche. In Sachsen steigt an diesem Samstag das Schlagespiiel zwischen Tabellenführer und Titelverteidiger. Foto: dpa

Siebenmal in Folge ist der FC Bayern München nun schon Deutscher Meister geworden. Damit ist die Hälfte des Weges bis zum Europarekord von Skonto Riga geschafft. Der Club aus der Hauptstadt Lettlands gewann zwischen 1991 und 2004 imposante 14 Titel in Serie. Eine Monster-Bilanz; jeder Konkurrent im baltischen Staat war in dieser Zeit froh, wenn er die Duelle mit Skonto hinter sich hatte. Es gibt Parallelen zur Bundesliga. Hier hält sich die Vorfreude auf Begegnungen mit den Bayern in Grenzen. Natürlich rutscht da einigen Trainern schon einmal der Spruch vom einfachsten Spiel der Saison heraus. Es ist nichts anderes als Galgenhumor. Fragen Sie doch in Hamburg nach.

An diesem Samstag laufen die Münchener in Leipzig auf. Es ist das Spitzenspiel des vierten Spieltages, mit vertauschten Rollen. Denn der Rekordmeister ist zwar Titelverteidiger, aber eben nicht Tabellenführer – aktuell liegen die Sachsen zwei Punkte voraus. Und so kommen sie frech und selbstbewusst ums Eck. „Es widerstrebt mir, nur einen Punkt zu wollen“, hat Trainer Julian Nagelsmann am Donnerstag gesagt. Das muss man sich erst einmal trauen. Nun wissen die Bayern, dass das Parkett in der ausverkauften Brause-Arena frisch gebohnert wurde. Trainer Niko Kovac erwartet „einen heißen Tanz, weil es immer ein heißer Tanz gegen Leipzig ist“. Alle im Kader wüssten dies. Kovac sagt weiter: „Wir nehmen sie ernst und wollen danach Tabellenführer sein.“

Das wäre auch Borussia Dortmund gern, doch der grandiose Fehltritt beim Aufsteiger Union Berlin hat kräftig auf die Stimmung gedrückt. Ob Bayer Leverkusen da an diesem Samstag gerade recht kommt oder nicht, ist im Vorfeld nicht wirklich zu beurteilen. Der von Bayer zum Bayer gewechselte Nationalspieler Julian Brandt sieht den Gastgeber jedenfalls in der Bringschuld: „Für uns ist das Spiel eine gute Chance, zurückzukommen.“ Allerdings besteht auch die Gefahr, so richtig ins Straucheln zu geraten. Entscheidend wird wohl sein, ob Dortmunds Defensive gegen Bayers gewaltige Offensive stabil bleibt.

Spitzenspiel in Leipzig, Verfolger-Duell im Revier, großes Derby am Rhein. Beim Klassiker zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ist die Vorfreude allerdings getrübt. Mehrfach in den vergangenen Jahren kamen sich gewaltbereite und -tätige „Anhänger“ beider Lager zu nahe. Als Konsequenz sind nun mehr als 1500 Polizisten im Einsatz. Die Partie wurde als Risikospiel eingestuft, Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt sprach von einer „besonderen Gefahrenlage“. Vorstände und Trainer der Rhein-Rivalen mahnten in Appellen zur Besonnenheit und warben für ein faires Miteinander. Sportlich lastet der Druck auf den Schultern der nur mäßig in die Saison gestarteten Gäste.

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