Fußball: Bezirksliga
Telgtes Co-Trainer Marius Schulz ist emotional und pragmatisch

Telgte -

Beim SC Preußen II hat Marius Schulz Westfalenliga-Luft geschnuppert. In Münster wurde er Hallenstadtmeister und hatte zudem das Angebot, ins Jugendinternat von Arminia Bielefeld zu gehen. Nun hat der 35-jährige Lehrer viel Spaß daran, als Co-Trainer bei der SG Telgte aktiv zu sein.

Mittwoch, 16.10.2019, 20:00 Uhr
Der Münsteraner Marius Schulz hat in seiner gut 20-jährigen Karriere als aktiver Fußballer und Trainer einige Stationen von der Westfalenliga bis zur Kreisliga A durchlaufen. Derzeit ist er Co-Trainer beim Bezirksliga-Elften SG Telgte. Foto: Aumüller

Als B-Jugendlicher hatte Marius Schulz das Angebot, ins Jugendinternat von Arminia Bielefeld zu ziehen. Bei einem Hallenturnier in Buldern wurde er zum besten Nachwuchsakteur gewählt, obwohl die Konkurrenz vom VfL Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04 und 1. FC Köln Bundesliga-Erfahrung mitbrachte. Als Seniorenspieler führte es ihn beim SC Preußen Münster II bis in die Westfalenliga, wo er gemeinsam mit Murat Demiröz aktiv war. Als Kapitän von Wacker Mecklenbeck spielte er mehrmals oben in der Bezirksliga mit. Fußballerisch war also viel Talent vorhanden. Gleichwohl bedauert es der heute 35-Jährige nicht, da nicht energisch nachgesetzt zu haben: „Wenn ich ins Jugendinternat gegangen wäre, hätte ich andere Dinge verpasst. Ich war begabt, aber ich hatte nie den Biss, auf eigene Faust noch mehr zu tun.“

Schon zu seinen Mecklenbecker Zeiten bildete Schulz mit Mario Zohlen ein gemeinsames Tandem. Als er dann von ihm zur Rückserie 2018/19 zur SG Telgte gelotst wurde, durfte er mit den Emsstädtern auch noch den Aufstieg in die Bezirksliga feiern. „Abgestiegen bin ich nie“, fügt der fußballbegeisterte Lehrer für Sport, Wirtschaft und Gesellschaftslehre noch schnell hinzu.

Als ihn Zohlen und der Sportliche Leiter Jan Lauhoff fragten, ob er nicht das Amt des Co-Trainers in Telgte übernehmen wolle, sagte er zunächst ab. „Aber sie haben nicht locker gelassen und dann habe ich doch ‚ja‘ gesagt.“ Bereut hat Schulz es bis heute nicht. „Es macht super viel Spaß. Aber manchmal rauben einem die Jungs auch den letzten Nerv, wenn sie nicht tun, was abgesprochen ist.“ Wie zum Beispiel bei der sang- und klanglosen 0:3-Niederlage in Laggenbeck. Andererseits gebe es dann auch immer wieder besonders schöne Momente. „Der Erfolg am Sonntag in Greven in doppelter Unterzahl war genial. Von der Qualität her müssen wir die Liga halten. Hörstel und Gievenbeck II fallen schon etwas ab. Dass unser Kader dünn besetzt ist, macht es problematisch. Wir müssen immer über den Teamgeist und das Emotionale kommen. Im Vorbeigehen geht in der Bezirksliga gar nichts“, so Schulz weiter, der im Telgter Trainerduo eher für die Emotionen zuständig ist, während Mario Zohlen sich vor allem um die Taktik kümmert. Auf seine Fußball-Philosophie angesprochen, sieht es der Dirk Nowitzki-Fan sehr pragmatisch: „In einer eher unteren Amateurliga muss der Ball ins letzte Drittel. Dort müssen wir ihn halten und Abschlüsse suchen. Und wenn man füreinander da ist und rennt, kann man viel erreichen.“

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