Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC steht wieder für Harmonie und nette Worte

Münster -

Es sieht so aus, als sei der USC Münster auf dem richtigen Weg angekommen. Die Konsolidierung hat Vorrang, dafür steht auch der neue Präsident Martin Gesigora. Er ließ wissen, dass auf Vorstandssitzungen sogar wieder Späße gemacht werden.

Freitag, 21.09.2018, 15:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 15:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 15:10 Uhr
Gemeinsam engagiert für den USC: Präsident Martin Gesigora (3. von links) sowie die Vizepräsidenten Ute Zahlten, Axel Büring, Sven Adrian, Bernd Strauß und Gunter von Hedenström (v.l.). Foto: Jürgen Peperhowe

Das ist bekannt: Wer beim USC Münster eine Mitgliederversammlung besucht, benötigt herausragendes Sitzfleisch. Drei Stunden und 15 Minuten dauerte das jüngste Treffen, das war nahe am Rekordwert.

Da könnten Außenstehende glatt zu der Ahnung kommen, dass Wellen hochschlugen und Diskussionen krass kontrovers geführt worden wären. Eine nicht zutreffende Annahme. Im Vergleich zur Versammlung 2016 war der Abend von bemerkenswerter Harmonie geprägt und die Länge der Sitzung Satzungsänderungen geschuldet.

Vielleicht haben einige der Mitglieder und Gäste ob der fortgeschrittenen Zeit nur noch mit einem Ohr zugehört, als der neue Präsident Martin Gesigora den offiziellen Teil beendete und dies sagte: „Wir haben seit zwei Jahren eine gute Stimmung im Vorstand. Auf Sitzungen wird sogar wieder gelacht.“ Dies zum neuen Binnenklima im Führungsgremium des Volleyball-Bundesligisten.

Viele nette Worte wurden am Mittwochabend gewechselt. Im Zentrum der Wahlen stand die des Präsidenten. Jörg Adler übergab die Verantwortung an „Schatzmeister“ Gesigora. „Martin weiß, dass es sich lohnt, für diesen Verein zu arbeiten. Er kennt sich aus, hat eine starke Meinung und dafür gesorgt, dass wir finanziell nicht ins Schleudern geraten sind“, sagte Adler über seinen Nachfolger. Nun, ein bisschen schleudert der USC angesichts beträchtlicher Verbindlichkeiten dann doch. Gesigora machte keinen Hehl daraus, am Sparkonzept festzuhalten. „Im Vorstand werden wir gemeinsam und mit der gebotenen Disziplin versuchen, das zu tun, was zwingend notwendig ist“, erklärte er.

Neue Gesichter gibt es auf der Geschäftsstelle der Unabhängigen, die künftig fest in weiblicher Hand ist. An die Seite der langjährigen Mitarbeiterin Annette Dröge rücken Anja Dühnen und Sophia Möllers, die bereits als Praktikantin Erfahrungen beim USC sammelte. Möllers erhält einen unbefristeten Vertrag, Dühnen einen bis zum 31. Mai 2019 datierten. Damit erfüllt der Club die im Masterplan der Volleyball-Bundesliga verankerten Bedingungen.

Erstmals in der Historie verlieh der USC am Mittwoch Ehrenmitgliedschaften. Ausgezeichnet wurden Karin Reismann (in Abwesenheit), Matthias Fell und Hans Siebels. Die Laudatio hielt Jörg Adler. Er stellte Reismanns hartnäckigen und unermüdlichen Einsatz für den Bundesstützpunkt heraus. Fell bezeichnete er als „Mister USC“ und „Weichensteller“ auf vielen Ebenen. Siebels nannte er „Kümmerer, Einbringer, Gestalter und Mann der leisen Töne“.

Siebels, 75-jährig und seit Dekaden engagiert im Kreis der Helfer, begriff die Ehrung „als Auszeichnung und Wertschätzung für alle Helferinnen und Helfer im Verein.“

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