Volleyball: Bundesliga
Stippvisite des USC Münster vor eigenem Publikum

Münster -

Heimspiel für die Frauen des USC Münster, das gab es in dieser Saison erst dreimal. Am Sonntag treffen die Schützlinge von Teun Buijs auf den Tabellenvorletzten SW Erfurt und wollen Platz vier im Bundesliga-Klassement verteidigen.

Freitag, 11.01.2019, 18:46 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 18:56 Uhr
Teun Buijs hat im zweiten Jahr das Kommando beim USC. Aktuell belegt er mit seiner Mannschaft Rang vier. Das ist ein großer Erfolg angesichts des Ausfalls von Ivana Vanjak und Juliet Lohuis. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach Auswärtsspielen in Wiesbaden, Straubing und Vilsbiburg präsentiert sich der USC Münster nach langer wieder vor eigenem Publikum. Es ist eine Stippvisite: Nach der Heimbegegnung gegen Schwarz-Weiß Erfurt (Sonntag 14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) geht es für den Frauenvolleyball-Bundesligisten direkt wieder auf die Autobahnen. Kommenden Mittwoch führt die Reise zu den Ladies in Black Aachen, Rückrundenauftakt ist drei Tage später beim Dresdner SC.

Mit der Partie in Sachsen macht der USC das Liga-Dutzend voll, dann schlägt die Schieflage so richtig durch. Nur vier Heimbegegnungen, dafür schon acht Mal auswärts – das hätte sich auch Trainer Teun Buijs ein wenig anders gewünscht. „Bislang“, sagte er, „konnten wir ja noch gar keine Beziehung zu unseren Fans aufbauen.“

Sportlich hat sich das Ungleichgewicht nicht niedergeschlagen. Tatsächlich sind die Unabhängigen in der Fremde eine Macht. Fünf aus sechs lautet die Siegbilanz aktuell – nur die erste Partie beim Tabellenführer Schweriner SC (1:3) ging verloren.

Nun wird es Zeit für den zweiten Heimerfolg. Gegen Erfurt, Tabellenvorletzter und zuletzt viermal in Serie Verlierer, ist Münster in der klaren Favoritenrolle. Sieben Plätze und zehn Punkte trennen die Konkurrenten. Während der USC vor der Jahreswende mehrfach überzeugte, schluckten die Thüringerinnen eine ganz bittere Pille. Die glatte 0:3-Pleite gegen Aufsteiger Straubing hatte so gewiss niemand auf dem Zettel. Es war ein empfindlicher Rückschlag im Abstiegskampf.

Münster indes blickt mehr nach oben als nach unten. Trotz der anhalten Ausfälle der Nationalspielerinnen Ivana Vanjak und Juliet Lohuis hat sich die junge Mannschaft auf Platz vier festgekrallt. Es ist für viele eine Überraschung, für den Coach nicht. „Mir war schon beim Saisonstart klar, dass wir eine gute Mannschaft haben. Mit Ivana und Juliet hätten wir die ersten drei angegriffen. Jetzt wollen wir Platz vier, das können wir schaffen“, erklärt Buijs selbstbewusst.

Vielleicht erhält das Team zumindest mittelfristig Verstärkung. Lohuis wird in der nächsten Woche wieder vorsichtig trainieren. „Wenn sie schmerzfrei bleibt, könnte sie vielleicht schon im Fe­bruar wieder zum Kader gehören“, orakelt ihr Trainer. Gegen Erfurt am Sonntag muss es die Mannschaft noch ohne die niederländische Auswahlspielerin richten. Buijs sagt, dass die Pause der Mannschaft gut getan habe und die Batterien wieder aufgeladen seien. „Wir sind bereit“, erklärt der Coach und freut sich auf eine Rückrunde mit vielen Heimspielen. „Das sollte uns zusätzlich beflügeln.“

► Katharina Haferkamp fehlt dem USC gegen Erfurt. Das Nachwuchstalent spielt in der 3. Liga für den VC Olympia.

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