Volleyball: Frauen-Bundesliga
Lisa Thomsen wird Teammanagerin der DVV-Auswahl – USC-Trio nominiert

Münster -

Lisa Thomsen ist zurück in der Nationalmannschaft. Nicht als Spielerin – die Libera hat ihre Karriere jüngst beendet. Als Teammanagerin aber unterstützt sie im Sommer die DVV-Auswahl, für die erstmals Lina Alsmeier, Luisa Keller und Linda Bock berufen wurden. Eine Auszeichnung auch für den USC Münster.

Donnerstag, 11.04.2019, 17:22 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 17:19 Uhr
Nicht mehr am Ball aktiv ist Lisa Thomsen, die im Sommer als Team­managerin die Frauen-Nationalmannschaft betreut. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Volleyball-Trikot hatte Lisa Thomsen am 3. April letztmals an, nach dem zweiten Playoff-Viertelfinale und dem Aus mit dem USC Münster beendete die Libera ihre lange wie erfolgreiche Karriere – um direkt in eine neue zu starten. Die 33-Jährige wechselt die Seiten und wird die deutsche Nationalmannschaft in diesem Sommer als Teammanagerin begleiten. Dabei trifft Thomsen auf drei ehemalige Kolleginnen: Lina Alsmeier, Linda Bock und Luisa Keller wurden erstmals von Bundestrainer Felix Koslowski nominiert.

Ihrer neuen Aufgabe blickt Thomsen mit großer Vorfreude entgegen. „Die Nationalmannschaft war immer eine Herzensangelegenheit für mich. Das wird eine unglaubliche Herausforderung“, sagt die 112-fache Nationalspielerin. Koslowski hatte mit dem Wissen, dass Thomsen ihre Karriere beendet, bei ihr angefragt und ihr das Angebot bereitet. Gezögert hat sie nicht. „Ich musste keine Sekunde nachdenken, den Job zu machen. Ich werde mit fantastischen Trainern und Spielerinnen arbeiten, kann mich dabei einbringen“, meint Thomsen, die in keinerlei Kollision mit ihrem Studium (Sport Business Manager) in Apeldoorn gerät. „Das passt sehr gut. Bis zum 21. Mai muss ich eine Hausarbeit fertig haben, bis zum Oktober habe ich dann ohnehin keine Vorlesungen.“

Als Schnittstelle zwischen Team und DVV-Geschäftsstelle sieht sie sich, auf Reisen ist sie für die Organisation und die Umsetzung der aufgestellten Pläne zuständig. Dabei ist sie im ersten Teil des Sommers nur punktuell im Einsatz, kann sich dann bei Teammanager Michael Döring gewiss einige Dinge abschauen. „In der zweiten Hälfte bin ich stärker involviert. Ab Juli geht es richtig los, dann werde ich auch die EM alleine machen. Ich möchte der Mannschaft die bestmöglichen Bedingungen bereiten und meine Erfahrungen einbringen“, sagt die Vize-Europameisterin von 2011 und 2013.

Mit Rat und Tat wird sie sicher auch dem jungen USC-Trio zur Seite stehen, wenn sich der 26-köpfige Koslowski-Kader zu einem ersten Lehrgang in Heidelberg trifft. Linda Bock dürfte dann dabei sein und nach Einsätzen auf der Außenposition wieder ihre angestammte Rolle als Libera einnehmen. Wahrscheinlich fehlen – und das entschuldigt und mit gutem Grund – werden Alsmeier und Keller, die zur der Zeit in ihren Abiturklausuren stecken. Eine längere Pause, so USC-Trainer Teun Buijs, würde dem Duo nach der anstrengenden Saison ohnehin gut tun. Einig ist sich ­Buijs aber in einem Punkt mit Thomsen, die sagt: „Egal, wie oft die drei dabei sind, es ist eine riesige Wertschätzung ihrer Leistungen in dieser Saison. Sie werden viel lernen.“

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