USC Münster und WWU Baskets
Doppelter Transfer: Barbara Wezorke und Helge Baues zieht es nach Münster

Münster -

Unter guten Nachbarn hilft man sich. Und so haben der USC Münster und die WWU Baskets gemeinsame Sache gemacht und ein Sportlerpaar nach Westfalen gelockt. Nationalspielerin Barbara Wezorke wird für die Unabhängigen schmettern, Helge Baues für die Baskets auf Korbjagd gehen.

Freitag, 24.05.2019, 13:04 Uhr aktualisiert: 25.05.2019, 11:10 Uhr
Im USC-Trikot beziehungsweise im T-Shirt der Baskets posieren Barbara Wezorke und Helge Baues vor der Semperoper. Die Volleyballerin und der Basketballer, die privat liiert sind, zieht es nach Münster, wo sie für die nächsten Jahre ihren Lebensmittelpunkt haben werden. Foto: privat

Der USC Münster und die WWU Baskets sind enge Nachbarn geworden. Seit einem Jahr teilen sich die beiden Vereine die Halle Berg Fidel, die schon zuvor gepflegten Kontakte intensivierten sich noch einmal – inklusive einiger zwischenmenschlicher Techtelmechtel zwischen Volleyballerin und Basketballer, die es allerdings nicht erst in der jüngeren Vergangenheit gab. Die engen Beziehungen haben die beiden Clubs nun genutzt und haben bei einem Wechsel-Doppelpack gemeinsame Sache gemacht: Der USC verpflichtet Nationalspielerin Barbara Wezorke vom Dresdner SC, die Baskets lotsen Helge Baues von den Dresden Titans nach Westfalen. Die Besonderheit: Die beiden Sportler sind ein Paar, gemeinsam geht es für sie von der Elbe an die Aa.

Zur Philosophie beider Vereine gehört die Vereinbarkeit von Profisport und beruflichem Werdegang – ein Trumpf, den die Verantwortlichen ausgespielt haben. „Es freut mich sehr, dass wir hier vereinsübergreifend eine so gute Zusammenarbeit hinbekommen haben“, erklärt USC-Präsident Martin Gesigora. „Der USC und die Baskets haben von Anfang an als Team daran gearbeitet, den beiden Sportlern hier in Münster perfekte Bedingungen zu schaffen.“

Die in Rüsselsheim geborene Wezorke (26), die zum Wintersemester ein Psychologiestudium beginnen will, bringt reichlich Routine mit. Nach ihrem Einstieg bei der TG Bad Soden (dort spielte sie mit der Schwester von USC-Angreiferin Ivana Vanjak zusammen) und beim VCO Dresden (dort spielte sie mit USC-Blockerin Juliane Langgemach) ging es nach der Station beim VC Wiesbaden (2011 bis 2013) für jeweils ein Jahr ins Ausland zu Kanti Schaffhausen und Brasilia Volei. Nach der Rückkehr in die Bundesliga zu den Roten Raben Vilsbiburg (2015 bis 2017) wechselte sie zum DSC, mit dem sie 2018 Pokalsiegerin wurde. Als Lohn für ihre guten Leistungen nominierte sie Bundestrainer Felix Koslowski für die WM in Japan, bei der die 1,86 Meter große Blockerin in sieben von neun Partien zum Einsatz kam.

Nun also Münster als neuer Lebensabschnitt, zu dem neben dem Volleyball nun auch die Uni gehören wird. „Bislang konnte ich mir nicht vorstellen, Profi-Volleyball und Studium unter einen Hut zu bringen. Helge hat das aber zuletzt gut geschafft, jetzt will ich es auch angehen“, erklärt Wezorke, die dem jungen Team der Unabhängigen mit ihrer Erfahrung Stabilität verleihen soll und eine Kandidatin für den Mannschaftsrat ist. „Ich habe Barbara in der Bundesliga oft spielen gesehen und weiß über ihre Qualitäten. Letzten Sommer habe ich sie bei der Nationalmannschaft persönlich besser kennengelernt. Sie ist sehr intelligent und erfahren. Ich bin froh, dass wir mit Barbara jemanden gefunden haben, der unsere jungen Spielerinnen auch außerhalb des Feldes weiterbringen kann“, erklärt USC-Trainer Teun Buijs.

Glücklich ist auch Baskets-Coach Philipp Kappenstein mit seinem Neuzugang Baues (24), der mit seinen 2,05 Metern Größe als Powerforward nicht nur körperliche Präsenz, sondern auch eine hohe Spielintelligenz und einen guten Distanzwurf mit unter die Körbe bringt. „Helge ist einer der besten deutschen groß gewachsenen Spieler in der Pro B. Ich schätze seine Flexibilität, er ist am offensiven Brett stark, und ist ein guter Rebounder“, sagt Kappenstein über den gebürtigen Celler und einstigen U-20-Nationalspieler Baues, der bei den Hamburg Towers sowie in Dresden in der 2. Bundesliga Pro A spielte. Sein Studium hat er abgeschlossen, mithilfe der Baskets startet er nun ins Berufsleben. In Münster, das für Wezorke und Baues sportlich wie privat in den nächsten Jahren zum Mittelpunkt wird.

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