Volleyball: Bundesliga Frauen
USC vor Heimspiel gegen Vilsbiburg wieder im Kampfmodus

Münster -

Das 0:3 gegen den SC Potsdam wirkt nach. Der USC Münster ist aber umso fester entschlossen, nach dem Pokal-Aussetzer nun in der Liga wieder in die Spur zu finden. Eine Woche nach der Schlappe sind die Roten Raben Vilsbiburg zu Gast am Berg Fidel. Und Trainer Teun Buijs verspricht voller Optimismus Besserung.

Freitag, 08.11.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 16:31 Uhr
Luisa Keller und der USC Münster wollen wieder Zähne zeigen – und gegen die Roten Raben den dritten Saisonsieg. Foto: Jürgen Peperhowe

Krisenbewältigung war angesagt im ersten Teil der Woche nach dem bitteren Aus im Pokal-Achtelfinale (0:3 gegen den SC Potsdam ), bei dem der USC Münster am Ende eine fast blutleere Vorstellung gezeigt hatte. Noch am Sonntag, direkt nach der Partie, rief Kapitänin Barbara Wezorke umgehend eine Teamsitzung ohne Trainerstab ein, am Dienstag folgte eine Gesprächsrunde mit Chefcoach Teun Buijs . Einhellige Meinung: So geht es nicht, am Sonntag (14.30 Uhr) im Bundesliga-Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg muss es besser werden.

„Es ging mir darum, direkt zu erfahren, was die Mädels empfinden. Mir fehlte das emotionale Klima auf dem Spielfeld“, sagt Wezorke. „Wir haben Dinge besprochen, die einen Prozess einleiten sollen.“ Und damit das USC-Spiel konstanter und weniger fehleranfällig machen.

Schon vor dem Potsdam-Blackout waren die Unabhängigen nicht in Bestform, beim 3:0 gegen den VfB Suhl aber übertünchte das Ergebnis die Schwächen, die dann im Pokal gnadenlos entblößt wurden. Besonders die Annahme um Libera Linda Bock, Lina Alsmeier, Ivana Vanjak und später dann Luisa Keller hatte ihre liebe Mühe, daraus resultierten schwierig zu lösende Aufgaben im Angriff, in dem Münster auch die letzte Konsequenz vermissen ließ. Und zu allem Überfluss präsentierten sich die Unabhängigen dann alles andere als kämpferisch, ließen die Niederlage über sich ergehen. „Das ging natürlich nicht und sollte nicht wieder passieren. Man kann verlieren, aber man muss bis zum Ende um jeden Ball kämpfen. Das haben wir nun besprochen, wir werden aus der Partie lernen“, sagt Buijs, der für den nahezu Komplett-Zusammenbruch im dritten Satz die „große Enttäuschung und Frustration“ als Grund nannte. „Da hatte jede Spielerin nur noch mit sich selbst zu tun und nicht mehr den Blick für das Team und das Spiel.“

Das soll sich nun gegen Vilsbiburg ändern. Im Training investierte das Team – in dem wird Taylor Nelson am Sonntag wohl wegen ihrer Sprunggelenkverletzung noch fehlen – viel Zeit für Angriffsübungen und Aufschläge, auch auf das Betreiben der Mannschaft hin. Dazu stand die obligatorische Videoanalyse auf dem Programm, aus dem „klar hervorgegangen ist, dass wir wieder mehr Disziplin und Kontrolle in unserem Spiel haben und dazu cleverer im Angriff agieren müssen“, so Buijs. „Denn im ersten Satz gegen Potsdam hatten wir Chancen, haben aber keine Punkte daraus gemacht. Und dann haben wir angefangen, selber Fehler zu machen.“

Die gilt es abzustellen gegen den Gast aus Niederbayern, der wie der USC sechs Punkte aus einem vergleichbaren Startprogramm geholt hat. Gegen den SSC Palmberg Schwerin erkämpfte sich Vilsbiburg einen Punkt, bei SW Erfurt dagegen ließen die Raben von Trainer Timo Lippuner einen Zähler liegen. „Ich erwarte ein enges Duell“, sagt Buijs, der bei Vilsbiburg das Angriffstrio Daria Przybylak, Jodie Guilliams und die starke Nikki Taylor als Hauptfaktoren neben Zuspielerin Lena Möllers und Libera Myrthe Schoot ausgemacht hat. Dazu Eszter Nagy ist im Block eine Konstante – und Alba Hernandez Ramos aus Puerto Rico mit ihren 2,07 Metern Größe eine Erscheinung. „Vilsbiburg hat eine gute Mannschaft, wir müssen bereit sein für einen Kampf, in dem es auch um die Position für die Playoffs geht. Und wir werden bereit sein“, erklärt der Coach.

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