Finale abgebrochen
Defekter Videobeweis: Marokkos Verband will Wiederholung

Rabat (dpa) - Nach dem skandalumwitterten Spielabbruch im Finale der afrikanischen Champions League hat der Marokkanische Fußballverband eine Wiederholung des Spiels gefordert.

Montag, 03.06.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 18:46 Uhr
Wydad Casablanca weigerte sich zu spielen, nachdem der Videobeweis bei ihrem Ausgleichstreffer nicht funktionierte. Foto: Christian Charisius

Bei einer Sondersitzung des Afrikanischen Fußballverbandes (CAF) werde der Verband offiziell einen entsprechenden Antrag stellen, berichtete der staatliche marokkanische Fernsehsender Arryadia mit Verweis auf einen Verbandsoffiziellen. Das Finalrückspiel zwischen Wydad Casablanca aus Marokko und Esperance Tunis aus Tunesien war am Freitag beim Stand von 1:0 abgebrochen und die Mannschaft aus Tunesien zum Sieger erklärt worden.

In der 59. Spielminute hatte Schiedsrichter Bakary Gassama aus Gambia den 1:1-Ausgleichstreffer der Mannschaft aus Casablanca wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Casablanca wollte die Entscheidung per Videobeweis überprüfen lassen. Doch wegen eines technischen Defekts konnte der Videoschiedsrichter nicht aktiv werden. Daraufhin weigerte sich Wydad, die Partie fortzusetzen.

Die für den Videobeweis verantwortliche Firma Hawk-Eye, deren Technik auch in der Bundesliga und bei der FIFA zum Einsatz kommt, wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall äußern. Für Dienstag hat der Präsident des Afrikanischen Fußballverbandes, Ahmad Ahmad, eine Sondersitzung des Exekutivkomitees zu den Vorfällen einberufen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6664555?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F203%2F204%2F70865%2F
Legenden, Freaks und coole Socken
Kinder der Kita St. Peter und Paul in Nienborg singen im Karaoke-Studio „Däpp Däpp Däpp, Johnny Däpp Däpp“ . . .
Nachrichten-Ticker